07.02.2019
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

07.02.2019

Neue Forschungsstelle für Kulturpflanzen an der FH Erfurt nimmt Arbeit auf

Tiefensee übergibt acht Millionen Euro für zwei Forschungsprojekte

Zwei Förderbescheide über zusammen acht Millionen Euro hat Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute gemeinsam mit dem Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Dr. Klaus Sühl, an die neue „Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen“ (FGK) der Fachhochschule Erfurt übergeben. Die Einrichtung hatte zum 1. Januar 2019 ihre Arbeit aufgenommen und wird für zunächst fünf Jahre gemeinsam von Bund und Freistaat Thüringen über konkrete Projekte finanziert.

„Mit der ‚Forschungsstelle‘ sorgen wir dafür, dass die Kulturpflanzenforschung am traditionellen Gartenbaustandort Erfurt weiter eine gute Perspektive hat“, sagte Minister Tiefensee anlässlich der Bescheidübergabe. Nach der Schließung des Erfurter Standorts des bisherigen Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) zum 30. Juni 2018 sei sie die einzige Forschungseinrichtung in Deutschland, die sich mit den biologischen Grundlagen der Züchtung von Zierpflanzen befasst. Tiefensee verwies in diesem Zusammenhang auf die aktuell großen strukturellen Herausforderungen des Zierpflanzenbaus in Deutschland: „Die mittelständisch strukturiert Branche erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist sie kontinuierlich auf Innovationen und wissenschaftliche Expertise angewiesen. Die ‚Forschungsstelle‘ soll hier für einen funktionierenden Wissenstransfer sorgen.“

Staatssekretär Klaus Sühl hob hervor: „Das lange Ringen um den Erhalt der Forschungsstelle hat sich gelohnt. Aus dem IGZ (Institut für Gemüse- und Zierpflanzenforschung Erfurt) wird jetzt die FGK (Forschungsstelle gartenbauliche Kulturen an der FHE)! Das ist ein gutes Signal für die Blumenstadt Erfurt und die anstehende Bundesgartenschau. Die traditionsreiche Forschung für Gartenbaukulturen findet eine Fortsetzung. Gemeinsam mit dem Bund haben wir die Perspektive einer Projektförderung für die kommenden Jahre entwickelt. Ziel bleibt, eine dauerhafte institutionelle Förderung für die FGK zu erlangen. Die konstruktive Zusammenarbeit von Landwirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzministerium mit allen Beteiligten hat diesen Tag erst möglich gemacht.“

Mit den heute übergebenen Fördermitteln unterstützt das Land im Zeitraum 2019 bis 2023 die Durchführung zweier konkreter Forschungsvorhaben:

  • Das Projekt „Epigenetische Prozesse im Gartenbau“ (3,9 Millionen Euro) sucht nach Möglichkeiten und Verfahren, Zierpflanzen resistenter gegen biotische und abiotische Stressfaktoren zu machen.
  • Das Projekt „Pflanzen-Mikroorganismen – Wechselwirkungen im nachhaltigen Anbau“ (4,1 Millionen Euro) wird die Wechselwirkungen der Mikroorganismen an den Wurzeln von Kulturpflanzen und ihren Einfluss auf ihre Ertragsleistungen untersuchen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert im selben Umfang zwei weitere Forschungsprojekte („Molekulargenetische Grundlagen der Pflanzenzüchtung bei gartenbaulichen Kulturen“, „Steuerung von Entwicklung und Wachstum in gartenbaulichen Kulturen“). Die „Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen“ wird von der Fachhochschule Erfurt in enger Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena getragen.

 

Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

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