21.12.2017
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

21.12.2017

Siemens-Task-Force diskutiert „Zukunftskonzept“ für Erfurter Generatorenwerk

Tiefensee: Entscheidung gegen Erfurt wäre Entscheidung gegen wirtschaftliche Vernunft

In der heutigen Siemens-Task-Force hat der Betriebsrat des Erfurter Generatorenwerks Vorschläge für ein „Zukunftskonzept“ vorgestellt, das die Beschäftigten erarbeitet haben. Mit diesem Konzept will der Betriebsrat in die Ende Januar beginnenden Gespräche mit der Siemens-Geschäftsführung gehen. Es sieht u.a. einen Einstieg in den Bereich der Windenergieerzeugung vor. Unabhängig davon hat der Betriebsrat bereits den Siemens-Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser nach Erfurt eingeladen. Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sagte, die Beschäftigten in Erfurt seien hoch motiviert, der Standort modern und effizient: „Es gibt keine ökonomisch nachvolllziehbaren Gründe, diesen Standort zu zerschlagen oder zu verkaufen.“ Er schloss sich der Einladung der Siemens-Beschäftigten an und kündigte ein flankierendes Schreiben an den Siemens-Vorstandschef an.

 

Kritisiert wurde insbesondere die geplante Verlagerung der Fertigung großer Generatoren aus Erfurt in das US-amerikanische Charlotte. Tiefensee kritisierte, bei diesem Vorhaben handele es sich offensichtlich um eine unternehmenspolitische Entscheidung gegen jede wirtschaftliche Vernunft. So sei die Fertigung erst 2015 aus Charlotte nach Erfurt verlagert worden, weil die Produktion hier effizienter ist. Notwendige Tests der Generatoren könnten dort nicht durchgeführt werden, weshalb die Maschinen dann jeweils aufwändig nach Europa verschifft werden müssten. Gemeinsames Ziel der Task Force sei es deshalb, Siemens von der Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit des Erfurter Werks zu überzeugen.

 

Unterdessen sind auch wichtige infrastrukturelle Weichenstellungen für den Standort vorgenommen worden: So sagt die Landesregierung zu, dass es keine Einschränkungen bei notwendigen Schwertransporten aus dem Erfurter Werk geben werde. Zudem werde der Bau eines neuen Umspannwerks im Erfurter Norden vorgezogen, womit auch zukünftig die Energieversorgung für den Siemens-Standort gesichert sei. Baubeginn ist demnach bereits im Februar kommenden Jahres.

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