Übergangsmanagement im Thüringer Justizvollzug

Professionelles Übergangsmanagement für Inhaftierte und Haftentlassene in Thüringen“ (PÜMaS)

- Konzept zur inhaltlichen Ausgestaltung der Eingliederungsvorbereitung, Entlassung und nachgehenden Betreuung von Inhaftierten und Haftentlassenen in Thüringen -

Nach Inkrafttreten des Thüringer Justizvollzugsgesetzbuches (v.a. §§ 50, 52 ThürJVollzGB) am 07.03.2014 und in Anlehnung an die dort gesetzlich geregelte Vorbereitung der Entlassung, Eingliederung und nachgehenden Betreuung von Inhaftierten und den Schutz der Gesellschaft vor weiteren Straftaten - insbesondere im Sinne des Opferschutzes - wurde im Mai 2015 eine Arbeitsgruppe zur Erstellung eines Konzeptes für ein „Professionelles Übergangsmanagement in Thüringen“ gebildet.

Was ist PÜMaS?
Ein gut vorbereiteter Übergang aus der Haft und eine Begleitung nach der Entlassung erhöhen die Chancen, Rückfälle in Straffälligkeit zu verhindern und eine soziale Wiedereingliederung zu erreichen. Das Professionelle Übergangsmanagement in Thüringen (PÜMaS) betreut Inhaftierte und Haftentlassene mit besonderem Hilfebedarf ressourcenorientiert bis zu 12 Monate. Dabei setzt es auf eine intensive und verbindliche Zusammenarbeit der an diesem Prozess beteiligten Partner.

Bereits in einem Urteil vom 31. Mai 2006 hat das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber aufgefordert, die Hilfe zur Entlassung und Nachsorge im Jugendstrafvollzug in einem umfassenden Übergangsmanagement verpflichtend zu regeln. Nach einem Beschluss der Justizministerinnen und Justizminister der Länder vom November 2014 sind sie sich darin einig, dass die Wiedereingliederung von Strafgefangenen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und die Bedingungen für die Resozialisierung und die Verhinderung weiterer Straftaten ressortübergreifend weiterentwickelt werden müssen.

Laut Koalitionsvertrag zwischen den Parteien DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die 6. Wahlperiode des Thüringer Landtags „Thüringen gemeinsam voranbringen - demokratisch, sozial, ökologisch“ soll ein professionelles Übergangsmanagement im Thüringer Justizvollzug aufgebaut werden.

Zunächst wurde das Angebot 2016/2017 in einem Pilotprojekt in den Betreuungsregionen Ostthüringen und Erfurt erfolgreich erprobt.

Seit 2018 stehen Haushaltsmittel in Höhe von 600.000 EUR bereit, die es erlauben, Haftentlassene mit Hilfebedarf nun in ganz Thüringen bei der Wiedereingliederung in ein straffreies Leben zu begleiten.

Im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz führen die Grone-Bildungszentren Thüringen GmbH - gemeinnützig -, die Berufsfortbildungswerk GmbH sowie der Verein HORIZONT e.V. das Professionelle Übergangsmanagement mit 8 qualifizierten Mitarbeiter*innen durch.

Auf den nächsten Seiten finden Sie neben dem Konzept viele nützliche Informationen zu PÜMaS.


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PÜMaS Flyer 2019 (3.1 MB)
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