Thüringer Rose 2015

Preisträgerinnen und Preisträger der Thüringer Rose 2015
Preisträgerinnen und Preisträger der Thüringer Rose 2015

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), hat am 2. Dezember in Erfurt elf Thüringerinnen und Thüringer mit der „Thüringer Rose“ ausgezeichnet. Mit dieser Medaille werden Menschen geehrt, die sich in langjähriger gemeinnütziger und überdurchschnittlicher Weise sozial engagieren.

Sozialministerin Heike Werner sagte: „Das Wirken der Heiligen Elisabeth zeigt uns, dass es zu allen Zeiten Menschen gab, die soziale Verantwortung übernahmen, sich für Schwache und Benachteiligte einsetzten und versuchten, ihnen mehr Teilhabe zu ermöglichen. So entsteht immer ein Stück soziale Gerechtigkeit – damals wie heute. Auch unsere diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der Thüringer Rose übernehmen diese Verantwortung. Sie ermöglichen auf diese Weise vielen Mitmenschen mehr Teilhabe in unserer Gesellschaft. Dafür sollen sie heute Ehrung und Dank erfahren.“

Die Thüringer Rose ist ein Zeichen der Würdigung, das an die Heilige Elisabeth erinnert. Diese kam im Jahr 1211 – vor über 800 Jahren – als Vierjährige nach Thüringen. Später setzte sie sich als Thüringer Landgräfin besonders für Arme und Kranke ein.

In diesem Jahr hat die Jury aus zahlreichen Vorschlägen folgende Thüringerinnen und Thüringer für die Auszeichnung ausgewählt:

Waltraud Cott mit Ministerin Werner (rechts)
Waltraud Cott mit Ministerin Werner (rechts)

Waltraud Cott (Gotha) ist nahezu jeden Tag für die Seniorenarbeit aktiv. Sie engagiert sich seit über 15 Jahren im Seniorenbeirat der Stadt Gotha. Unter ihrer Leitung gründete sich die Seniorenakademie, die über 400 Bürgerinnen und Bürgern pro Jahr eine Möglichkeit zur Weiterbildung bot. Durch Ihr Wirken vernetzten sich die Seniorentreffs der Stadt, indem gemeinsame Angebote entwickelt und Weiterbildungen für die Betreuer organisiert wurden. Gemeinsam mit der Baugesellschaft Gotha hat sie ein Wohnprojekt für selbständiges Wohnen im Alter umgesetzt. Zusätzlich arbeitet sie im Landesseniorenrat sowie in verschiedenen Seniorenvertretungen anderer Vereine und Verbände mit.

Anna-Maria Dette mit Ministerin Werner (rechts)
Anna-Maria Dette mit Ministerin Werner (rechts)

Anna-Maria Dette (Breitenbach) engagiert sich in einer Selbsthilfegruppe. Sie unterstützt Frauen, die mit der Diagnose Krebs konfrontiert werden und verhilft ihnen zu einer normalen Lebensführung trotz dieser Krankheit. Sie organisiert monatliche Informationstreffen zu Themen rund um die Gesundheit aber auch zu Rechtsfragen. Unter ihrer Regie ist die Selbsthilfegruppe bei Gesundheits- sowie Selbsthilfetagen präsent vertreten. Frau Dette ist auch im Sozialverband VdK aktiv. In ihrem Eichsfelder Kreisverband arbeitet sie im Vorstand mit und ist Schatzmeisterin.

Jörg Fehling mit Ministerin Werner
Jörg Fehling mit Ministerin Werner

Jörg Fehling (Erfurt-Bischleben) ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Er hat das ganze Spektrum der Arbeit der Feuerwehr erlebt, so manches Hochwasser und viele andere Einsätze erfolgreich gemeistert. Er hat bei seiner Freiwilligen Feuerwehr in Bischleben Verantwortung übernommen und engagiert sich auch überregional. Seit 2006 ist er Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes Erfurt und macht sich für die Belange der Freiwilligen Wehren stark. Davon profitieren über 900 Mitglieder. Sein Einsatz zeigt, wie gut es ist, eine vor Ort fest verwurzelte Freiwilligenwehr zu haben.

Anja Hoffmann mit Ministerin Werner (rechts)
Anja Hoffmann mit Ministerin Werner (rechts)

Anja Hoffmann (Haynrode) liegt viel daran, dass die Gemeinschaft und der Zusammenhalt aller Mitmenschen in ihrem Heimatort nicht ruhen. Dafür tut sie sehr viel. Sie ist für Verwandtschaft, Freunde und Nachbarn zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird: ob zum Einkaufen fahren, Wege erledigen, Arzt- und Krankenhausbesuche oder auf andere Kinder aufpassen. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Karnevalverein, als Trainerin der Tanzgruppen für Groß und Klein oder auch im Kirchenvorstand. Sie macht sich auch für das Wohl und die Sicherheit der Kinder im Ort stark.

Waldemar Lenzer mit Ministerin Werner
Waldemar Lenzer mit Ministerin Werner

Waldemar Lenzer (Gera) hat die Volkssolidarität in Gera mit aufgebaut. Er war in der Volkssolidarität über 40 Jahre haupt- und ehrenamtlich tätig. Herr Lenzner hat sich immer für die Interessen und Bedürfnisse der älteren Menschen eingesetzt und sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Generationen miteinander zu verbinden Nach der politischen Wende hat er mitgeholfen, die Volkssolidarität als einen sozialwirtschaftlichen Dienstleister und eine sozialpolitische Interessenvertretung zu etablieren. Dafür setzte er sich zwischen 1990 und 1996 als Landesvorsitzender ein. Mittlerweile bringt Herr Lenzner seinen großen Erfahrungsschatz als Ehrenvorsitzender ein und gibt sein Wissen an die nächsten Generationen weiter.

Hans-Jürgen Mayer mit Ministerin Werner
Hans-Jürgen Mayer mit Ministerin Werner

Hans-Jürgen Mayer (Schmalkalden) engagiert sich intensiv für die Belange an Krebs erkrankter Menschen. Das tat er sowohl in Thüringen als auch bundesweit. Er war Leiter der Gruppe „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ in Schmalkalden. Später war er sogar Vorsitzender des Thüringer Landesverbandes. Herr Mayer hat sich immer für eine gute Zusammenarbeit der Selbsthilfe mit den onkologischen Zentren in Thüringen eingesetzt. Das hat den Kontakt und das Verständnis zwischen Ärzten, Kliniken und Patientenorganisationen verbessert. Er war maßgeblich am Abschluss von Kooperationsverträgen zwischen der Frauenselbsthilfe und verschiedenen onkologischen Zentren des Freistaates beteiligt.

Monika Mittermeier mit Ministerin Werner (rechts)
Monika Mittermeier mit Ministerin Werner (rechts)

Monika Mittermeier (Apolda) hat 1999 den Seniorenbeirat im Weimarer Land gegründet. Seitdem haben die Seniorinnen und Senioren im Landkreis ein gewichtiges Wort mitzureden. Seit 2009 ist sie die Vorsitzende Dabei geht es ihr um altersgerechtes und bezahlbares Wohnen sowie um alle Fragen der Altenhilfe, insbesondere bei der Pflege und der persönlichen Sicherheit. In der Gewerkschaft IG Metall organisiert sie als Vorsitzende der Seniorengruppe ganz maßgeblich das Verbandsleben und die Senioren-Arbeitskreise für die Kolleginnen und Kollegen. Zusätzlich macht sie sich als Mitglied des Begleitausschusses des Lokalen Aktionsplans Apolda und Weimarer Land für mehr Demokratie und Toleranz stark.

Ursula Rother mit Ministerin Werner (rechts)
Ursula Rother mit Ministerin Werner (rechts)

Ursula Rother (Erfurt) arbeitet seit 25 Jahren ehrenamtlich sowohl im Thüringer Landesverband der Deutschen Rheumaliga als auch in der Arbeitsgemeinschaft Erfurt mit. Sie hat den Thüringer Landesverband mit seinen 4.500 Mitgliedern aufgebaut, mitgestaltet und geprägt. Über viele Jahre hat sie das Funktionstraining organisiert und zugleich die Abrechnungen mit den Krankenkassen bearbeitet. Mehr als 60 Funktionstrainingsgruppen sind unter Ihrer Verantwortung entstanden. Es Frau Rothers Verdienst, dass viele neue Bewegungsangebote in der Rheumaliga eingeführt wurden. Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen gibt sie in Beratungen und bei der Betreuung Rheumakranker weiter.

Martin Stempel mit Ministerin Werner
Martin Stempel mit Ministerin Werner

Martin Stempel (Weimar) konnte 1998 für die ehrenamtliche Mitarbeit im WEISSEN RING gewonnen werden. Seinem engagierten Einsatz ist es zu verdanken, dass die Hilfsangebote des Vereins bereits nach kurzer Zeit Polizei, Seniorenclubs und Schulen in Weimar und im Weimarer Land bekannt waren. Er hat bis heute mehr als 100 Opfer von Gewalt und Kriminalität betreut, mit ihnen viele Gespräche geführt, sie zur Polizei, ans Gericht oder zu anderen Behörden begleitet. Der ehemalige Familienrichter wirkte auch als Referent in Seminaren zur Ausbildung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter mit. Er vertrat die Belange seines Vereins mehrfach Bundesdelegiertenversammlungen.

Rosemarie Wandt mit Ministerin Werner (rechts)
Rosemarie Wandt mit Ministerin Werner (rechts)

Rosemarie Wandt (Eisenach) hat vor über 20 Jahre für Osteoporosepatienten eine Trainingsgruppe gegründet. Damit entstand für viele Menschen in Eisenach erstmals außerhalb des professionellen Gesundheitswesens ein weiteres Hilfsangebot. Sie setzt sich seit Jahren mit viel Tatkraft, Energie und Freude für die von Osteoporose Betroffenen ein. Dabei sind es sind nicht nur die regelmäßigen Gymnastikstunden, die den Mitgliedern eine spürbare Beweglichkeit verschaffen. Regelmäßig plant sie Fahrten zu Treffen mit anderen Gruppen, zu Arztvorträgen, organisiert Ernährungsberatung und viele andere Unternehmungen.

Dr. Lothar Zeuner mit Ministerin Werner
Dr. Lothar Zeuner mit Ministerin Werner

Dr. Lothar Zeuner (Arnstadt) hat sich voll und ganz den Belangen der Schmerztherapie und Palliativmedizin verschrieben. Der Aufbau der Palliativstation in Ilmenau wäre ohne sein Zutun kaum möglich gewesen. Zur ehrenamtlichen Unterstützung in der Versorgung schwerstkranker Menschen hat er einen Verein gegründet. Mit seinen vielfältigen Aktivitäten in der Öffentlichkeitsarbeit trägt er maßgeblich zum Verständnis und zur Verbreitung des Palliativgedankens bei. Er organisiert regelmäßig Vorträge und Fortbildungsveranstaltungen sowohl für medizinisches Personal als auch Betroffene und Selbsthilfegruppen. Dr. Zeuner unterstützt die Durchführung einer Erinnerungsfeier in der Ilmenauer Jacobuskirche, wo das Team der Ilmenauer Palliativstation und die Angehörigen gemeinsam verstorbener Patienten gedenken können.

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