Thüringer Rose 2009

Gruppenbild mit den Preisträgerinnen und Preisträgern der Thüringer Rose 2009
Preisträgerinnen und Preisträgern der Thüringer Rose 2009

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert, hat am 19. November 2009 elf Thüringerinnen und Thüringer für ihr bürgerschaftliches Engagement mit der Thüringer Rose ausgezeichnet.

Die Thüringer Rose wurde in diesem Jahr zum 17. Mal verliehen. Sie erinnert an das Rosenwunder der Heiligen Elisabeth. Deshalb findet die Verleihung traditionell am 19. November, dem Tag der Heiligen Elisabeth, auf der Wartburg bei Eisenach statt.

Im Jahr 2009 erhielten folgende Bürgerinnen und Bürger die Auszeichnung:

 

Elvira Arnoldt (55 Jahre/Neuhaus am Rennweg) engagiert sich ehrenamtlich für Menschen mit Behinderungen. Sie steht den Betroffenen in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens zur Seite, ist ihnen bei Einkäufen behilflich oder geht mit ihnen spazieren. Frau Arnoldt arbeitet im Cafe der Lebenshilfe Neuhaus am Rennweg mit und kümmert sich auch selbstlos um die Bewohner anderer sozialer Einrichtungen.
 
Marion Barth (52 Jahre/Sondershausen) spendete ihrem Mann Roland eine neue Niere. Vorausgegangen waren 4 Jahre Dialyse und ein vergeblicher Transplantationsversuch. Mit ihrem Handeln hat Frau Barth nicht nur ihrem Ehemann ein neues Leben geschenkt, sondern auch anderen Betroffenen Mut und Hoffnung vermittelt.
 
Susanne Chmell (35 Jahre/Bad Blankenburg) arbeitete bereits während ihres Studiums für Missionsorganisationen in Indien, Bangladesch, Russland und Äthiopien, wo sie sich unter anderem der Pflege von unheilbar kranken und armen Menschen widmete. Im Jahr 2005 half sie in Indien nach dem Tsunami bei der Erstversorgung der Opfer und dem Wiederaufbau der Dörfer. Im Rahmen eines Projektes setzt sie sich darüber hinaus für den Bau einer Schule für Kinder aus armen Verhältnissen ein. Darüber hinaus kümmert sie sich in ihrem Wohnort Bad Blankenburg um suchtkranke Patienten.
 
Brigitta Jeschonek (76 Jahre/Bollstedt/Nordhausen) engagiert sich seit vielen Jahren für ältere Menschen auf dem Lande. Sie engagiert sich im Landseniorenverband auf mehreren Ebenen. Brigitta Jeschonek ist die treibende Kraft für viele soziale Aktivitäten, die besonders die nicht mehr mobilen Menschen einbeziehen. Darüber hinaus hat sie eine Seniorentanzgruppe aufgebaut und führt zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen für ältere Mitbürger durch.
 
Edeltraud Komischke (67 Jahre/Jena) gehört zu den aktivsten Mitarbeiterinnen der Hospizarbeit in Thüringen. Seit 8 Jahren begleitet sie Schwerstkranke und Sterbende in ihren letzten Lebenstagen und –wochen. Darüber hinaus unterstützt sie die pflegenden Angehörigen mit Informationen und weiteren Dienstleistungen. Neben der Hospizarbeit ist Frau Komischke darüber hinaus im Verein „Hilfe für die Kinder in Tschernobyl in Jena e.V.“ ehrenamtlich tätig.
 
Gisela Köhler (60 Jahre/Weimar), selbst Mutter von 6 Kindern, Krankenschwester setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz des ungeborenen Lebens und für die Unterstützung von schwangeren Frauen in Not ein. Sie vermittelt durch ihr Engagement und ihre Hilfestellung ein „Ja zu Kindern“.
 
Gertrud Krzeminecki (76 Jahre/Gera) ist gelernte Sozialarbeiterin und übernahm bereits 1968 die Leitung des Caritassekretariates in Gera. Sie leitet die Gruppe für alleinerziehende Mütter und ist Mitbegründerin der ersten Telefonseelsorge in Gera. Ehrenamtlich setzt sie sich im sozialen Brennpunkt „Bogenhäuser“ aktiv für die dort lebenden sozialschwachen Familien ein. Gertrud Krzeminecki engagiert sich für geistig Behinderte, Gehörlose, Senioren und unterstützt die „St. Elisabeth-Gemeinde“.
 
Uta Leitner (Eisenach) engagiert sich ehrenamtlich für Bewohnerinnen und Bewohner von Altenpflegeheimen. Sie besucht die Betroffenen, geht mit ihnen spazieren, sucht das Gespräch oder singt mit ihnen. Darüber hinaus führt sie mit den pflegebedürftigen Senioren vielfältige weitere Aktivitäten durch.
 
Irmgard Meese (90 Jahre/Stadtroda) engagiert sich seit vielen Jahren für Heimatvertriebene, Aussiedler und Senioren sowie für die Pflege der Ostdeutschen Kulturarbeit. Sie berät über Entschädigungen, hilft bei der Antragstellung, vermittelt Informationen, Arztbesuche und Behördengänge. Darüber hinaus ist sie Mitbegründerin der Gruppe „Schreibende Senioren Stadtroda“, organisiert Fahrten und Veranstaltungen und arbeitet eng mit dem Seniorenbüro des Landkreises zusammen.
 
Herbert Müller (66 Jahre/Zeulenroda) ist Gründer und langjähriger Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt in Zeulenroda und in Thüringen. Er war maßgeblich beteiligt an der Schaffung und Entwicklung zahlreicher Pflegeheime, Kindergärten und Jugendeinrichtungen. So begleitete er z.B. den Bau des Pflegeheimes für alzheimer- und demenzerkrankte Menschen in Auma. Neben seinem vielfältigen sozialen Engagement arbeitete er auch aktiv im Kreistag und später in der Stadtverordnetenversammlung von Zeulenroda mit und setzte sich erfolgreich für die Belange benachteiligter Menschen ein.
 
Asta-Sibylle Schröder (69 Jahre/Weimar) engagiert sich seit vielen Jahren für die Johanniter-Unfall-Hilfe. Sie hat den Kreisverband Weimar mit aufgebaut. 120 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich dort im Katastrophenschutz, Sanitätsdienst, ambulanten Besuchs- und Hospizdienst, Fahrdienst, Notfallseelsorge sowie in der Jugendarbeit. Das besondere Verdienst von Frau Schröder ist die Organisation und Durchführung von Kursen für Ärzte aus nicht EU-Staaten. Bisher haben in Thüringen nahezu 200 Ärzte von diesem Engagement profitiert.

 

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