Migration

Erstorientierung und Wertevermittlung für Asylbewerber
Interessenbekundungsverfahren zur Auswahl von Trägern für die Durchführung von Kursen (Frist 21. März 2017)

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Helfen, Spenden, Informieren: Flüchtlingshilfe in Thüringen

Die Minister Dieter Lauinger, Heike Werner und Wolfgang Tiefensee schalten die Internetplattform www.thüringen-hilft.de frei. Internetplattform "Thüringen hilft"
Dieter Lauinger, Heike Werner und Wolfgang Tiefensee haben die Internetplattform www.thüringen-hilft.de freigeschaltet.


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Aufgaben

Das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz übt über das Thüringer Landesverwaltungsamt die Aufsicht über die Ausländerbehörden bei den Landkreisen und kreisfreien Städten aus. Zweck der Aufsicht ist die Sicherung des rechtmäßigen und möglichst gleichmäßigen Vollzugs des Ausländerrechtes. Als Mittel hierfür dienen Erlasse und Verwaltungsvorschriften. Gleichzeitig erhalten dadurch die Landkreise und kreisfreien Städte die notwendigen Informationen, die sie für ihre Arbeit in Ausländer- und Asylangelegenheiten benötigen.

Migrationsminister Dieter Lauinger beantwortet Fragen der Flüchtlinge zu ihrer Unterbringung

Weiterhin ist das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz zuständig für Grundsatzfragen im Zusammenhang mit der Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern und anderen ausländischen Flüchtlingen. Nach den Vorschriften des Asylverfahrensgesetzes muss Thüringen etwa 2,8 Prozent der neu ankommenden Asylbewerber aufnehmen. In der Regel wird dieser Personenkreis in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht und erhält Verpflegung, Bekleidung und ein Taschengeld.

Die sechs wichtigsten Hauptherkunftsländer der in Thüringen lebenden Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit (einschließlich EU-Staaten) sind Russische Föderation, Vietnam, Polen, Ukraine, Türkei und China.

Die wichtigsten Ausländergruppen im Freistaat Thüringen:

Staatsangehörige der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes

Der Aufenthalt dieser Personengruppe bestimmt sich nach dem europäischen Gemeinschaftsrecht, dem Freizügigkeitsgesetz/EU und dem Aufenthaltsgesetz.

Asylbewerber

Hierbei handelt es sich um Personen, die Schutz als politisch Verfolgte nach Art. 16a Abs. 1 des Grundgesetzes oder der Genfer Flüchtlingskonvention beantragen. Sie erhalten eine Aufenthaltsgestattung.

Asylberechtigte und andere Flüchtlinge

Ausländer, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als Asylberechtigte im Sinne des Art. 16a Abs. 1 des Grundgesetzes oder als Flüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt wurden, erhalten eine Aufenthaltserlaubnis.

De-facto-Flüchtlinge können nicht als politisch Verfolgte anerkannt werden, werden jedoch aus verschiedenen Gründen nicht in ihre Heimat abgeschoben (z.B. Bedrohung durch Folter, Todesstrafe, Vertreibung oder kriegerische Auseinandersetzungen). Sie erhalten eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen oder eine Duldung.

Jüdische Emigranten

Diese Personen sind jüdische Volkszugehörige aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion mit Ausnahme der baltischen Staaten. Sie werden im Rahmen eines Verfahrens auf der Grundlage von Beschlüssen der Innenministerkonferenz in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. Sie erhalten einen Aufenthaltstitel auf der Grundlage von § 23 Abs. 2 AufenthG.

Spätaussiedler

Darüber hinaus nimmt das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz auch Aufgaben im Bereich Spätaussiedlerangelegenheiten wahr. Die Bundesrepublik Deutschland nimmt Spätaussiedler aus osteuropäischen Staaten, vor allem aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, auf. Das Thüringer Innenministerium ist oberste Aufnahmebehörde für Spätaussiedler im Freistaat Thüringen. Das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz ist für alle im Zusammenhang mit Spätaussiedlern auftretende Fragen, für die Regelung der Aufnahme, Verteilung und vorläufigen Unterbringung der Spätaussiedler und ihrer Familienangehörigen zuständig.

Integration

Das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz ist zuständig für die Integration der in Thüringen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund.

Wegweiser Integration StockWERK - Fotolia
Foto: StockWERK - Fotolia

Maßnahmen der Integration richten sich insbesondere an zugezogene deutschstämmige Zuwanderinnen und Zuwanderer, jüdische Emigranten, ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einschließlich ihrer Familienangehörigen und sonstige Ausländer, denen ein Dauerbleiberecht oder ein länger befristetes Aufenthaltsrecht gewährt wurde.

Wichtigste Voraussetzung für eine gelingende Integration ist die Beherrschung der deutschen Sprache. Nur wer die deutsche Sprache beherrscht, hat die Chance, erfolgreich an Bildung und Beschäftigung teilzuhaben. Mit dem Zuwanderungsgesetz wurde daher eine bundesgesetzliche Verantwortung für Integrationskurse definiert. Informationen zu den Integrationskursen sind im Internetportal Integration des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu finden.

Die Integration aller in Thüringen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund stellt für alle am Integrationsprozess beteiligten Akteure eine langfristige und anspruchsvolle Aufgabe dar. Mit den Leitlinien und Handlungsempfehlungen zur Integration von Zuwanderern in Thüringen vom 27. Januar 2009 verfügt die Thüringer Landesregierung nunmehr über Handlungsansätze für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Integrationspolitik.

Im Februar 2011 konstituierte sich im Thüringer Innenministerium der Landesintegrationsbeirat. Er berät die Thüringer Landesregierung in allen Integrationsfragen. Dem Integrationsbeirat gehören unter dem Vorsitz der Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, der Gewerkschaften und Verbände, der Kirchen, des Verbandes der Wirtschaft, der von Integrationsfragen betroffenen Ressorts sowie die Ausländerbeauftragte der Landesregierung und fünf hier in Thüringen lebende Migranten an.

Die Thüringer Landesregierung fördert seit Jahren Integrationsprojekte. Durch diese Projekte werden Zuwanderer unterstützt und qualifiziert, um insbesondere ihre Lebenssituation in Thüringen besser zu gestalten und sie im Arbeitsleben zu integrieren.

Wichtige gesetzliche Vorschriften in diesem Geschäftsbereich sind das Aufenthaltsgesetz (AufenthG), das Asylverfahrensgesetz (AsylVfG), das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) und das Bundesvertriebenengesetz (BVFG).

Die Texte dieser und weiterer Rechtsvorschriften können über die Internetseite des Bundesministeriums des Innern (www.bmi.bund.de) abgerufen werden.

 

Weitere Informationen und Links

Gesetze und Verordnungen

Härtefallkommission

Thüringer Landesverwaltungsamt

Bundesministerium des Innern

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Ansprechpartner und Adressen
Ausländerbeauftragte, Verbände und Vereine

Arbeitsmarktzugang für geflüchtete Menschen
Fragen und Antworten zu den Möglichkeiten des Zugangs zum Arbeitsmarkt für geflüchtete Menschen finden Sie auf der Homepage des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Integrationsmonitoring der Länder
Hier finden Sie den Bericht der länderübergreifenden Auswertung zum Stand der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Bundesländern. Außerdem lassen sich die einzelnen Indikatoren in Form von Tabellen individuell darzustellen.

Interkultureller Kalender
Im interkulturellen Kalender des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge finden Sie wichtige Feiertage der fünf sogenannten Weltreligionen.


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Informationen in leichter Sprache

Asyl-Recht in Deutschland
Informationen in leichter Sprache von der Zeitung "Das Parlament"

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