02.11.2017
Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

Medieninformation 45/2017

Handlungsbedarf beim Schulessen

„Wir müssen bei der Schulernährung endlich grundlegend umsteuern“, sagt der Thüringer Minister für Verbraucherschutz, Dieter Lauinger (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). „Der Schulalltag prägt das Leben der Kinder und Jugendlichen und damit auch ihre Essgewohnheiten. Deshalb ist es wichtig, hier die richtigen Weichen zu stellen.“

Eine aktuelle Studie der Vernetzungsstelle Schulverpflegung der Verbraucherzentrale Thüringen zeigt aber, dass in den Schulen im Freistaat häufig ungesund gegessen werden kann. Während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) höchstens acht Fleisch-Gerichte pro Monat empfiehlt, wird an vielen Thüringer Schulen viermal wöchentlich Fleisch angeboten, häufig Hackfleisch oder Wurstwaren mit hohem Salz- und Fettanteil. Zudem werden die Gerichte oft stundenlang warmgehalten, was vor allem die Qualität des Gemüses beeinträchtigt.

„Bei einer Veranstaltung der Vernetzungsstelle im Verbraucherschutzministerium haben die Beteiligten kürzlich verschiedene Handlungsbedarfe ausgemacht“, sagt Lauinger. „Das beginnt mit der schülerfreundlichen Gestaltung der Speisesäle und reicht bis hin zur Weiterentwicklung der Angebote. Dabei ist die Senkung des Fleisch- und die Steigerung des Gemüseanteils zentral.“ Um die Empfehlungen der DGE umzusetzen, ist auch ein Umdenken bei der Preisgestaltung nötig. „Experten meinen, dass ein gutes Essen nicht für unter drei Euro angeboten werden kann. Das ist eine sinnvolle Investition in die Gesundheit, die gegebenenfalls durch politische Maßnahmen ermöglicht werden muss“, so Lauinger.

Im Haushaltsentwurf der Landesregierung wurden erheblich mehr Mittel für die Projektarbeit zur Verbesserung der Schulverpflegung eingestellt. So ist vorgesehen, dass die Zuschüsse zur Verbesserung der Verpflegung in Thüringer Schulen (Projektförderung) im Jahr 2018 um 150.000 Euro und im Jahr 2019 um 200.000 Euro aufgestockt werden. Geplant ist, hierdurch die Vernetzungsstelle Schulverpflegung zu stärken. Darüber hinaus sieht der Entwurf Mittel für ein Projekt in Höhe von 300.000 Euro für 2018 und 500.000 Euro für 2019 vor, das eine Teilsubventionierung des Mittagessens an ausgewählten Thüringer Schulen zur Durchsetzung der Qualitätsstandards der DGE zum Gegenstand hat. „Das sind wichtige Schritte, aber auch sie können nur ein Anfang sein. Wir werden am Thema dranbleiben“, schließt Lauinger.

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