Bundesverkehrswegeplan 2030

Ministerin Keller fordert Priorisierung von Ortsumgehungen vom Bund

Stellungnahme der Landesregierung zum Bundesverkehrswegeplan im Internet präsentiert

„Beim Straßenbau muss künftig der Grundsatz gelten: Erst Anwohner entlasten, dann den Komfort auf freier Strecke verbessern. Der Schwerpunkt muss jetzt auf dem Bau von Ortsumgehungen liegen,  vor allem für die Orte, in denen der massive Durchgangsverkehr die Gefahrenlage erhöht. Deshalb hat die Landesregierung den Bund aufgefordert, die Prioritäten in der Verkehrsplanung teilweise neu zu justieren und hierzu konkrete Vorschläge unterbreitet“, sagte heute Verkehrsministerin Birgit Keller zur Veröffentlichung der Stellungnahme Thüringens zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 im Internet (www.tmil.info). „Durch das zeitliche Verschieben des Ausbaus des Hermsdorfer Kreuzes und der B 7 zwischen Weimar und Erfurt wollen wir die vorhandenen Mittel auf den dringend notwendigen Bau von Ortumgehungen wie in Wasungen (B 19), Straußfurt (B 4) oder Dorndorf / Merkers (B 62) konzentrieren.“

„Der Freistaat ist im neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aus Thüringer Sicht grundsätzlich angemessen berücksichtigt. Deshalb können wir nicht einfach mehr Geld fordern, sondern müssen stattdessen die Prioritäten teilweise neu setzen“, so die Ministerin weiter. „Manche benachbarten Ortsumgehungen bilden gemeinsam einen netzwirksamen Abschnitt wie beispielsweise an der B 19 die Umfahrungen von Meiningen und Wasungen, bei Eisenach die Bauvorhaben von Etterwinden bis Stockhausen oder die B 4 zwischen Gebesee und Greußen. Sie sollten dann auch gemeinsam bewertet werden. Die Ortsumgehung Niedersachswerfen muss gemeinsam mit der Ortsumgehung Nordhausen geplant werden und soll daher und aufgrund ihrer hohen städtebaulichen Beurteilung vorgezogen werden. In Ostthüringen sollte aus städtebaulichen Gründen zunächst die Umgehungsstraße von Schleiz  geplant werden und die Priorität hierfür mit Zeulenroda tauschen. Damit würde gleichzeitig die Erreichbarkeit der Autobahn von Zeulenroda aus verbessert. Andere Ortsumgehungen können mit Blick auf den Netzzusammenhang später realisiert werden, wie beispielweise in Oldisleben (Kyffhäuserkreis). Andere Projekte wie Weimar-Ost sollten aufgrund erheblicher Planungswiderstände in die Kategorie ‚Weiterer Bedarf mit Planungsrecht‘ eingestuft werden, da hier auf Grund der ablehnenden Haltung der Stadt Weimar zur vom Bund favorisierten Variante schwierige und sehr langwierige Untersuchungen zu erwarten sind.“

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Entwurf Bundesverkehrswegeplan 2030 - Länderstellungnahme Thüringen (8.1 MB)
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BVWP 2030 - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Quelle: Bundesverkehrsministerium

Entwurf Bvwp2016 Entwurf Bundesverkehrswegeplan 2030 - Straßen Thüringen (943.3 kB) PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Bvwp-scheinestrasse Bundesverkehrswegeplan 2030
Hier finden Sie Informationen über Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten, die das Bundesverkehrsministerium anbietet.

Karte Abt4 -bvwp2030-6fstrabÄndg 23-dez-2016 Karte Thüringen - Bundesverkehrswegeplan 2030 (929.5 kB)
TMIL, Stand 23.12.2016 PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Liste Planungsstand für die Vorhaben des Bedarfsplans Bundesfernstraßen in Thüringen - 30.06.2017 (1.1 MB)
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