27.02.2017
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Ministerin Keller auf Thüringer Milchtag 2017:
„Unterstützung auch nach der Krise“

„Der Tiefpunkt der Milchkrise ist zwar überwunden, die Folgen sind für die Betriebe aber noch deutlich spürbar. Daher setze ich mich in der Vorbereitung des Doppelhaushaltes 2018/19 dafür ein, dass die bisherigen Fördermaßnahmen aufrechterhalten oder ausgebaut werden“, sagte Landwirtschaftsministerin Birgit Keller anlässlich des Thüringer Milchtags 2017, der heute in der Messe Erfurt stattfand. Bei der Tagung tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Milchwirtschaft, Politik und Forschung über die Milchmarktkrise in den Jahren 2015 und 2016 aus.

Durch die Milchkrise kam es für die Thüringer Milcherzeuger zu Einkommensverlusten in Höhe von 100 Mio. Euro. Seit Beginn der Krise hat sich die Zahl der Milchkühe in Thüringen um rund 7.000 verringert.

Gefragt nach den Lehren aus der Milchmarktkrise forderte Keller unter anderem eine stärkere Mengensteuerung. Die Lieferverträge sollten so modernisiert werden, dass Angebot und Nachfrage besser im Einklang sind. Eine Reformierung des genossenschaftlichen Elements der Andienungspflicht und der Abnahmegarantie sei vor dem Hintergrund eines globalisierten, deregulierten Marktes erforderlich. Von den milchverarbeitenden Unternehmen forderte Keller ein deutlich stärkeres Engagement.

Keller zog eine gute Bilanz der Maßnahmen auf Landes-, Bundes-, und EU-Ebene, da die Krise ohne politische Interventionen noch verheerender verlaufen wäre. Thüringen hat unter anderem das Bürgschaftsprogramm für die Land- und Forstwirtschaft erhöht; von 5 Mio. auf 50 Mio. Euro jeweils für die Jahre 2016 und 2017. Ein weiteres Instrument ist das Bodenbevorratungsprogramm mit einem Gesamtumfang von 15 Mio. Euro.

Keller äußerte sich auch zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU und deren künftige Ausrichtung. Thüringen unterstütze den Gesetzesvorschlag zur Erhöhung der Umschichtung von Mitteln aus den Direktzahlungen in die zweite Säule, den ELER. Demnach soll die Umschichtungsquote von derzeit 4,5 auf 6 Prozent ab dem Jahr 2018 erhöht werden. Damit könnte auf die großen Herausforderungen für die Thüringer Landwirtschaft im Gewässer-, Klima- und Naturschutz sowie der Tierhaltung reagiert werden. „Mit einer zusätzlichen öffentlichen Förderung aus der Umschichtung vermindern wir das Risiko des Verlustes von Wertschöpfung im ländlichen Raum und sichern wichtige Arbeitsplätze im Freistaat“, so Keller.




Ausgezeichnete Milcherzeuger, Molkereien und Direktvermarkter:

Milcherzeuger:

Agrargenossenschaft „Drei Eichen“ e. G.
07554 Korbußen

Agrargenossenschaft Gerstungen e. G.
99834 Gerstungen

Agrargenossenschaft Pölzig eG
07554 Pölzig

Agrargesellschaft Bergland GmbH
98547 Schwarza

Agrargenossenschaft Queienfeld e. G.
98631 Queienfeld

Agrarprodukte Laskau GmbH
07389 Knau

Agrargenossenschaft Gerstenberg e. G.
04617 Gerstenberg

Rinderhof Agrar GmbH Seubtendorf
07922 Tanna

Agrofarm Knau e.G.
07389 Knau

Agrargenossenschaft Hainleite e.G.
99718 Großenehrich, OT Westerengel

Eckart Petzenberger
36466 Dermbach, OT Unteralba

Günter Dörfer
07570 Weida


Ronny Lätzer
07955 Auma-Weidatal, OT Staitz

Rocco Weigelt
07922 Tanna

Michael Kirchner
98634 Friedelshausen


Molkereien und Direktvermarkter:

Herzgut Landmolkerei eG, Rudolstadt

Bayerische Milchindustrie eG, Betrieb Obermaßfeld

Deutsches Milchkontor GmbH, Standort Erfurt

Käserei Altenburger Land GmbH & Co. KG, Lumpzig

Schuchert‘s Bauernhof, Steinberg/Rhön

Pfaff GbR, Dermbach

Landhof „Am Ziegenried“ GmbH, Arnstadt

Wegweiser

Aktionen

Thueringen Monitor Klein www.bildungsfreistellung.de Kampagne Wegweiser Wir sind Energie-Gewinner.

Serviceportal – Bürger

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Unternehmen

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Weitere

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Servicebereich

Publikationen