30.01.2017
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Weniger Wildschäden im Wald

Trotz der insgesamt hohen Zahl an verbissenen und geschälten Bäumen gibt es in den Thüringer Wäldern erste Besserungen.

Die Ergebnisse der in diesem Jahr landesweit erfolgten Begutachtung von „Verbiss und Schäle durch Wild“ zeigen, dass die Zahl der artenreichen Mischbestände gestiegen ist und weniger Waldbäume durch Wildeinfluss geschädigt werden.
„Die Richtung stimmt, es gibt aber weiterhin viel zu tun“, erklärte Forstministerin Birgit Keller. „Wir sind dabei, Jäger, Waldbesitzer, Forst- und Landwirte besser zu schulen und über die Möglichkeiten zur Vermeidung von Wildschäden aufzuklären. Die Fortbildungen in Fragen Wildschaden und die breite Diskussion zum Thüringer Jagdgesetz zeigen bereits erste positive Auswirkungen. Das werden wir fortsetzen“, so Keller.
Das Gutachten zeigt, dass das forstliche Ziel der Naturverjüngung erreicht wird. Auf 66 Prozent der Verjüngungsfläche gelingt es, Mischbestände aus mindestens zwei Baumarten zu begründen. Es zeigt aber auch, dass auf 34 Prozent der jährlich zur Verjüngung vorgesehenen Waldflächen dieses Ziel nicht erreicht wird bzw. es durch Wildverbiss stark gefährdet ist.
Denn die Zahl der vom Wild verbissenen Bäume in den Wäldern Thüringens ist immer noch hoch. Auf den Waldflächen, die zur Verjüngung anstehen, sind fast 35 Prozent der Edellaubhölzer verbissen. Die Fichten scheinen dem Wild weniger zu schmecken; sie werden nur zu drei Prozent verbissen. Auf den zur Verjüngung bestimmten Waldflächen sollen, je nach Standort, mindestens zwei Baumarten so hoch wachsen, dass das Wild die Baumspitzen nicht mehr äsen kann. So soll der spätere Mischbestand gesichert werden.

Hintergrund:
Verantwortlich für die Schäden im Wald ist ein regional zu hoher Bestand an Schalenwild, also Rot-, Rehwild und Schwarzwild. Wird die Rinde eines Baumes beschädigt, können Pilze eintreten. Der Baum wächst an dieser Stelle nicht nur langsamer, er kann auch faulen und absterben.
Jägerinnen und Jäger haben die gesetzliche Aufgabe, die Zahl des Wildes zu regulieren, um den Wildbestand gesund zu erhalten und Schäden zu vermeiden. Das Thüringer Jagdgesetz schreibt vor, dass für die Jagdnutzung und insbesondere für die Abschussplanung ein forstliches Gutachten zur Entwicklung der Waldverjüngung und der Schälschäden zu erstellen ist. Zwölf Messtrupps haben in den Wäldern Thüringens an ca. 2.850 Punkten etwa 232.000 junge Bäume begutachtet.

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