20.10.2015
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Ministerin Keller stellt ÖkoAktionsplan vor

Maßnahmenpaket verleiht Öko-Landwirtschaft einen Schub. Der ÖkoAktionsplan ist eine Querschnittsaufgabe der Ministerien, der zusammen mit den Akteuren aus dem Ökobereich und der Landwirtschaft entwickelt wurde.

„Der ÖkoAktionsplan ist die Basis für nun folgende konkrete Maßnahmen“, sagte Ministerin Birgit Keller. „Wir brauchen für den Agrarsektor dauerhafte und langfristige Lösungen, die den Landwirten ihre Existenz sichern und die Aspekte des Tierwohls, der gesunden Ernährung und der ökologischen Landwirtschaft berücksichtigen. Dies ist eine Querschnittsaufgabe bei der wir sowohl die übrigen Ministerien als auch die Verbände und Praktiker aus dem Ökobereich und der Landwirtschaft mit einbeziehen. Nur so kann das gemeinsame Ziel auch nachhaltig umgesetzt werden“, so die Ministerin weiter.

Mit dem ÖkoAktionsplan soll die Entscheidung der Landwirte zur Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise erleichtert werden. Der ÖkoAktionsplan bündelt und verbessert die Rahmenbedingungen für bereits ökologisch wirtschaftende Betriebe. Ein wesentlicher Aspekt hierbei sind Fördergelder. Beispielsweise hat der Freistaat für die Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft 38 Millionen Euro bis 2021 eingeplant. Auch die Prämien bei der Einführungsförderung wurden deutlich erhöht.

„Mit Fördergeldern allein ist es aber nicht getan“, so die Ministerin weiter. Das Maßnahmenpaket des ÖkoAktionsplanes, aus dem nun konkrete Schritte folgen sollen, sieht unter anderem Bildungsangebote, die engere Kooperation der Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft und zusätzliche Informationsangebote vor. Der ÖkoAktionsplan verfolgt damit erstmals einen ganzheitlichen Ansatz bei den Förder- und begleitenden Maßnahmen.“
Zehn konkrete Arbeitsaufgaben aus dem ÖkoAktionsplan sollen kurz- und mittelfristig umgesetzt werden und langfristig den Öko-Landbau in Thüringen ausbauen.

„Die ökologische Landwirtschaft verfügt über hohe Wachstumspotenziale für die Entwicklung neuer Märkte und die Stärkung der regionalen Wertschöpfung. Sie dient besonders den ländlichen Raum als Motor und stellt damit ein Mehrwert in der Förderung der Regionalentwicklung dar. Die aufwendige Produktion im Rahmen des ökologischen Landbaus erfordert eine größere Anzahl von Arbeitskräften, wodurch der ländliche Raum unterstützt wird“, sagt Birgit Keller.

Hintergrund
Zum Ende des Jahres 2014 waren 288 Öko-Landwirtschaftsbetriebe mit 32.901 Hektar erfasst. Das entspricht einem Flächenanteil von 4,2 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche Thüringens. Zusätzlich unterlagen im Jahr 2014 202 Unternehmen in der Verarbeitung und dem Handel dem Kontrollverfahren des ökologischen Landbaus. Thüringen liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,4 Prozent Öko-Fläche.

Zum 30. September 2015 wirtschafteten 312 Öko-Landwirtschaftsbetriebe nach den Ökokriterien auf 33.142 Hektar. Die Öko-Anbaufläche erweiterte sich damit um 241 ha.

ÖkoAktionsplan (2.0 MB)
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