23.05.2013
Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr

Medieninformation

Hotel ‚Stadthaus Arnstadt’ eröffnet

Bauminister Carius: Private Investitionen in historische Bausubstanz beleben Stadtquartier

„Die Sanierung des Fachwerkbaus ‚Stadthaus Arnstadt’ zeigt im Zusammenwirken mit den öffentlichen Investitionen in die Altstadtsanierung, wie sich private Gelder und Steuermittel beim Stadtumbau optimal ergänzen. Die Investitionen in die alte Handschuhfabrik haben die Initialzündung zur Belebung des städtischen Quartiers an der Kohlgasse gegeben. In Zeiten des demografischen Wandels müssen wir unsere historisch gewachsenen Siedlungsstrukturen von innen nach außen neu entwickeln“, sagte heute (Donnerstag) in Erfurt der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, zur Sanierung des Fachwerkgebäudes ‚Stadthaus Arnstadt’.

„Mit den Städtebauförderprogrammen unterstützen wir die Kommunen aktiv beim notwendigen Stadtumbau“, sagte Baustaatssekretärin Inge Klaan, die an der Eröffnung des Hotels in Arnstadt am Donnerstag teilnahm. „Rund 50 Millionen Euro an Städtebaufinanzhilfen wurden so bereits in Arnstadt investiert. Hierzu gehört beispielsweise die begonnene Sanierung der Oberkirche gegenüber dem ‚Stadthaus Arnstadt’ und der Umbau des ‚Hauses zum Palmbaum’ für die Musikschule. Im Rahmen der Landesinitiative GENIALzentral haben wir die Brachfläche der alten Nadel- und Stahlwarenfabrik durch den Bau von 35 Mietwohnungen und Sozialeinrichtungen neu genutzt. Sinnvoll ergänzt werden diese städtebaulichen Entwicklungen erst durch die Einbeziehung privater Investoren, wie hier heute beim Komplex der alten Handschuhfabrik.“

Der bauliche Kern der ehemaligen Möller’schen Handschuhfabrik ist ein Fachwerkhaus von 1582 des gräflichen Kalkschneiders Burkhardt Röhl. Ab 1870 nutzte Julius Möller das Gebäude als Handschuhmanufaktur. Mitten im historischen Stadtkern entstand ein stetig wachsender Industriekomplex. Hierzu gehört auch das 1903 errichtete, benachbarte Fabrikgebäude mit seinen lichten und weitläufigen Atelierräumen, für die sich die privaten Bauherren begeisterten. Mit einem weiteren Gebäude und zahlreichen An- und Umbauten war ein nicht mehr vermarktungsfähiger Gebäudekomplex entstanden, der seit 1990 für 15 Jahre dem Verfall preisgegeben war.

Durch einen gezielten Teilabriss 2005 konnten die Voraussetzungen für die Sanierung ab 2007 erreicht werden. Das Fachwerkgebäude gab dabei seine Nutzung vor: Da die Einrichtung von Wohnungen zu stark in die historische Bausubstanz eingegriffen hätte, entschieden sich die Bauherren für eine kleinteilige Nutzung als Hotel. Es entstanden sechs großzügige Zimmer und zwei Ferienwohnungen mit historischem Flair. So konnten bemalte und unbemalte Kassettendecken, Biedermeier-Stuck, Reste einer Bohlenstube und ein Schwarzküchengewölbe erhalten werden. Fußböden wurden aufgearbeitet und alte Balken und Steine wiederverwendet.

Die Investition wirkte auch als Initialzündung für das Quartier an der Kohlgasse. Zwei andere Häuser in der Nachbarschaft werden mittlerweile neu genutzt. Für drei weitere, seit Jahrzehnten leerstehende Gebäude in der Gasse fanden sich nun Kaufinteressenten.

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