23.04.2013
Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr

Medieninformation

Gemeinsame Medieninformation des Thüringer Verkehrsministeriums und der DB Fernverkehr

Carius: Neues Bahnzeitalter beginnt

IC-Angebote auch für Kunden des Nahverkehrs

„Mit der Inbetriebnahme der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke von Berlin über Erfurt nach München beginnt ein neues Bahnzeitalter in Thüringen. Über unser neues Expresszugsystem wird der ICE-Knoten Erfurt die Fahrtzeitverkürzungen in die Fläche weiterreichen und ganz Thüringen zur ‚Schnellen Mitte Deutschlands’ machen. Über die künftigen ICE-Strecken hinaus haben wir uns mit der Bahn nun über zusätzliche Fernverkehrsangebote verständigt. So werden ab 2016 beispielsweise auf der Mitte-Deutschland-Verbindung täglich sechs IC-Doppelstockzüge verkehren. Ostthüringen wird so durch Fernzüge in Richtung Kassel und das Rhein-/Ruhrgebiet angebunden“, sagte heute (Dienstag) der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, in Erfurt. Carius präsentierte auf einer Pressekonferenz das Fahrplankonzept für Thüringen gemeinsam mit Dr. Manuel Rehkopf, Vorstand Marketing DB Fernverkehr.

Zu der Entwicklung eines integrierten Verkehrsmodells im Freistaat Thüringen für Fernverkehrsangebote auf der Mitte-Deutschland-Verbindung sagte Rehkopf: „Von dem geplanten Angebot werden alle profitieren. Die Städte Weimar und Jena bleiben weiterhin in das Fernverkehrsnetz eingebunden und Gera wird endlich Fernverkehrshalt. Durch die Takt- und Tarifintegration auf der Mitte-Deutschland-Verbindung reisen Kunden zukünftig zwischen Gotha und Gera zu Nahverkehrspreisen in modernen und komfortablen Doppelstock-Intercityzügen.“

Mit der Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Erfurt-Nürnberg werden in Mitteldeutschland die Zentren Erfurt und Halle (Saale)/Leipzig verkehrsgeografisch an Bedeutung gewinnen. Erfurt wird dabei zum zentralen Verkehrsknoten. Die Strecke Erfurt-Halle/Leipzig wird im Dezember 2015 in Betrieb gehen, zwei Jahre später folgt der Abschnitt Erfurt-Nürnberg. Entsprechend werden die heutige ICE-Linie Berlin-München und Frankfurt (Main)-Dresden schrittweise über die neue Infrastruktur geführt und Reisende aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden von erheblichen Reisezeitverkürzungen Richtung Norden, Westen und Süden profitieren. Fahrten für die rund 400 Kilometer lange Strecke von Erfurt nach München dauern dann noch zweieinhalb Stunden und sind damit 1:50 h schneller als heute. Auch in Richtung Berlin verkürzt sich die Fahrzeit ab Erfurt um 45 Minuten auf deutlich unter zwei Stunden.

Durch die Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, Christine Lieberknecht, und den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, war auf dem Bahngipfel im Sommer 2011 die Einrichtung eines Steuerkreises unter Leitung des Thüringer Verkehrsministers Christian Carius vereinbart worden. Dieser hat sich in einem zweijährigen Dialog zwischen Land, Bahn und den betroffenen Kommunen mit den Auswirkungen der Verlegung der ICE-Strecken auf die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke beschäftigt. Um eine attraktive Verknüpfung der Städte Weimar, Jena und Gera auch über den ICE-Knoten Erfurt sicher zu stellen, sollen deshalb nach dem zweigleisigen Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung auf dieser am stärksten frequentierten Schienenstrecke in Thüringen mit ca. 14 zusätzlichen Zügen pro Werktag ein S-Bahn ähnlicher Verkehr angeboten werden. Dies entspricht einer Zusatzleistung von knapp 200.000 Zugkilometern.

Zusätzlich haben sich der Freistaat und die Deutsche Bahn AG auch auf ein integriertes Verkehrsmodell verständigt, in dem ab Ende 2016 zusätzliche Fernverkehrsangebote für die Städte Weimar, Jena und Gera in attraktiven Zeitlagen geschaffen werden, die auch zur Nutzung mit Nahverkehrstickets freigegeben werden. Für Weimar, Jena und Gera wird es täglich drei IC-Zugpaare geben. Hier wird die neueste Generation von IC-Doppelstockzügen mit hochwertiger Ausstattung zum Einsatz kommen. Die sechs Züge werden zwischen Erfurt und Gera in den RE-Takt integriert und auf dem Abschnitt Gotha-Gera mit Fahrscheinen des Nahverkehrs nutzbar sein. Der DB Fernverkehr werden dabei die tarifbedingten Einnahmeverluste durch das Land ausgeglichen werden. Insgesamt werden die Verdichtung des Nahverkehrsangebots auf der Mitte-Deutschland-Verbindung und die Ausgleichzahlungen für die Fernverkehrszüge gut vier Millionen Euro pro Jahr kosten. Außerdem bleiben von Jena zwei ICE-Zugpaare von und nach Berlin in für Tagesreisen attraktiven Zeitlagen morgens und abends erhalten.

Schiene Schnelle Mitte Schnelle Mitte Deutschlands (247.5 kB)
Die Präsentation steht als PDF-Datei zur Verfügung. PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

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