20.05.2019
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

3. „Ortsgespräch – Leben im ländlichen Raum“ 2019 in Gerstungen

Zeit: 22. Mai 2019, 17.45 Uhr
Ort: Bürgersaal „Zum Rautenkranz“, Markt 13, 99834 Gerstungen

Das dritte Ortsgespräch 2019 findet am Mittwoch (22. Mai) in der Gemeinde Gerstungen im Wartburgkreis statt. Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller, bereist in diesem Jahr sechs Orte im Freistaat. „Investitionen in den ländlichen Raum sind überlebenswichtig für die Landeskultur. Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen zu schaffen, um eine weitere Abwanderung zu verhindern. Mit Investitionen unterstützen wir vor allem das Engagement der Menschen in den Dörfern und kleinen Städten Thüringens. Denn insbesondere ein gutes soziales Miteinander, gegenseitige Hilfe und gesellschaftliche Initiativen sorgen dafür, dass der ländliche Raum lebens- und liebenswert bleibt“, so Keller.

Die Gemeinde Gerstungen hat 12 Ortsteile und ist durch die Fusion mit den Gemeinden Wolfsburg-Unkeroda und Marksuhl die flächengrößte Gemeinde Thüringens. Zudem besteht eine enge Kooperation von sieben Gemeinden im Rahmen der kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Werra-Wartburgregion.

„Gerstungen und seine Nachbargemeinden sind ein sehr gutes Beispiel wie wichtig interkommunale Zusammenarbeit ist. Die Gemeinden kooperieren, um mit vereinten Kräften ihre Region als Lebensraum und Tourismusstandort zu stärken“, sagt Keller vor dem Ortsgespräch. „Wie viele andere Gemeinden in Thüringen ist Gerstungen von Abwanderung und zunehmenden Leerstand betroffen. Mit großem regionalem, kommunalem und bürgerschaftlichen Engagement arbeiten die Menschen daran, die Entwicklung positiv zu beeinflussen und die vielfältigen Potenziale ihrer Region zu nutzen. Das wollen wir weiter unterstützen. Wir können die ländlichen Räume nur gemeinsam mit den Menschen gestalten – sie sind die Experten vor Ort.“

Bei den Ortgesprächen werden unter anderem Themen wie gutes Wohnen, eine zukunftsfähige Daseinsvorsorge, eine bedarfsgerechte Mobilität und eine moderne Landwirtschaft besprochen. In Gerstungen stehen zunächst die Themen Siedlungsentwicklung und Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur im Fokus. Die Veranstaltung ist öffentlich. Neben Ministerin Keller sind lokale Akteure aus Kommunen und Vereinen als Gesprächspartner anwesend und stellen nachahmenswerte Projekte vor. Dabei besteht genügend Raum für Fragen und Diskussionen.

Bereits 2018 führte die Ministerin vier Ortsgespräche in verschiedenen Regionen Thüringens. Die Resultate der Dialoge wurden in einer Zukunftswerkstatt zu einem Handlungskonzept zusammengefasst. Erste Arbeitsaufträge aus den Veranstaltungen werden bereits bearbeitet und die Ergebnisse im Laufe des Jahres 2019 präsentiert. Keller nennt ein Beispiel: „Bei den Ortsgesprächen 2018 wurde vielfach der Wunsch nach mehr persönlicher Beratung geäußert. Wir haben deshalb ein Infotelefon eingerichtet und können nun schnell die richtigen Ansprechpartner und eine zielgenauere Beratung vermitteln. Damit unterstützen wir insbesondere die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und sich dafür einsetzen, dass der ländliche Raum attraktiv bleibt.“

Neben den inhaltlichen Aspekten haben die Ortsgespräche für Ministerin Keller die wichtige Funktion, die Kommunikation zwischen Bürgern und Politik zu stärken: „Der Austausch darf nicht nur im digitalen Raum stattfinden, sondern muss wieder mehr im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen erfolgen. Ich will die besten Ergebnisse in der Entwicklung des ländlichen Raums erzielen. Deshalb rede ich mit den Leuten in den Dörfern und kleinen Städten über Konzepte und Ideen. Die Menschen vor Ort wissen am besten, was ihre Region braucht – und wir können von ihnen lernen.“

Für die Ortsgespräche 2019 konnten sich die Gemeinden als Gastgeber beim Ministerium bewerben. Von den 48 Bewerbungen wurden sechs Orte von einer Jury ausgewählt. „Das Interesse an den Ortsgesprächen ist ungebrochen. Beim ersten Ortsgespräch im Februar 2019 in Rhönblick hatten wir einen neuen Besucherrekord und auch im März in Göpfersdorf war der Quellenhof bis auf den letzten Stuhl besetzt. Nun bin ich gespannt auf den Austausch mit den Menschen in Gerstungen“, so die Ministerin.


Mittwoch, 22. Mai 2019:

17:00 Uhr Projektrundgang mit Ministerin Keller (presseöffentlich)
Treffpunkt: Storchenbrunnen, Markt 13, 99834 Gerstungen

17:45 Uhr Beginn des Ortsgesprächs im Bürgersaal „Zum Rautenkranz“,
Markt 13, 99834 Gerstungen

Ansprechpartner für die Presse während der Ortsgespräche ist Martin Gerlach. Er ist per Mail (martin.gerlach{at}tmil.thueringen{punkt}de) sowie über Handy (0162 2813211) erreichbar.

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