08.10.2018
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Preisverleihung: Innovative Ideen für XS Ferienhäuser am Thüringer Meer

Ministerpräsident Bodo Ramelow nahm heute die Preisverleihung im Ideenwettbewerb für das Projekt „XS – Neue Ferienhäuser modellhaft bauen“ in Saalburg vor. „Auf die internationale Ausschreibung haben sich 37 Architekten sowie Stadt- und Landschaftsplaner aus halb Europa mit modellhaften Ideen für gute, kleine Häuser beworben, die in der Tourismusregion „Thüringer Meer“ für einen Urlaub, eine kreative Phase oder nur für eine Nacht ein besonderes Wohnen ermöglichen sollen“, sagte Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, heute bei der Auszeichnung der Wettbewerbsgewinner im Hotel Fürstenhöhe in Saalburg-Ebersdorf.

Gewonnen hat den Ideenwettbewerb das Architekturbüro Voigt aus Leipzig mit dem Entwurf eines Langhauses für ein Ferienhausgrundstück an der Bleilochstauseemauer, das die Idee ‚alles unter ein Dach zu bringen‘ verfolgt und auch Aspekte des ‚gemeinschaftlichen Wohnens‘ berücksichtigt. Ministerpräsident Bodo Ramelow zeichnete den Sieger des Wettbewerbs aus und stellte zu den eingereichten Arbeiten fest: „Architektur ist ein wichtiger touristischer Entscheidungsfaktor. Moderne Architektur und modernes Design in Einklang zu bringen mit besonderen landschaftlichen Orten wie hier am ‚Thüringer Meer‘ ist eine besondere Herausforderung. Die Teilnehmer an unserem Ideenwettbewerb haben hierzu überzeugende Antworten geliefert.“ Ramelow überreichte an die Verfasser aller prämierten Arbeiten eine Medaille in Form von Petrischalen, die symbolisch daran erinnern, dass (Bau-)Kulturen auch im kleinen Maßstab beginnen und genährt werden müssen.

„Ferienhäuser und Landschaft sind zwei Teile einer baukulturellen Gestaltungsaufgabe. Die Inszenierung dieser Einheit kann an den beiden Standorten des Ideenwettbewerbs für Besucher zum besonderen Erlebnis werden. Der Wettbewerb folgte dabei der Idee von der kleinen Dimension. Ein kleines, individuell entwickeltes Haus kann ein vorbildlicher Beitrag für neue Bauweisen und Wohnformen auf Zeit sein. XS ist für uns kein Maßstab, XS ist ein Programm“, erläuterte der Vorsitzende der Wettbewerbsjury und Präsident der Stiftung Baukultur Thüringen, Prof. Dr. Gerd Zimmermann. Die Geschäftsführerin der IBA Thüringen und Mitglied der Wettbewerbsjury, Marta Doehler-Behzadi, ergänzte: "Innovative Beiträge für eine gute Architektur und Landschaftsgestaltung können einen wichtigen Impuls für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in Thüringen liefern. In einem Umfeld globaler Superlative können kleine, sorgfältig gemachte Projekte einen interessanten Gegenpol öffnen."

Der Ideenwettbewerb XS 'Neue Ferienhäuser Modellhaft Bauen' ist mit einem Preisgeld von insgesamt € 23.500 ausgestattet. Davon erhält der 1. Preis € 7.500, der zweite und dritte Preis sind mit 5.000 und 3.000 Euro dotiert. Für Anerkennungen standen insgesamt € 8.000 zur Verfügung. Den Wettbewerb hatte das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft zusammen mit den Partnern, Internationale Bauausstellung Thüringen (IBA) und Stiftung Baukultur Thüringen, gemeinsam ausgeschrieben. Im Ergebnis des Modellprojekts sollen an den Ufern der Tourismusregion „Thüringer Meer“ Ferienhäuser mit innovativem Anspruch in Saalburg an der Bootswerft und Gräfenwarth an der Bleiloch-Stauseemauer entstehen, die als Beispiel für weitere Tourismusregionen Thüringens wirken.

Groß ist die Bandbreite der 37 eingereichten Arbeiten. Von der Ferienanlage in einem einzigen Haus bis zur Einsiedlerhütte auf Stelzen ist alles dabei. Der Ideenwettbewerb hat auch eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Thema Ferienwohnen am Wasser und Urlaub in Thüringen erfordert. Prämiert wurden folgende Beiträge:

1. Preis am Standort ‚Staumauer’
Architekturbüro Voigt Architekten Part GmbH, Elke Voigt und Florian Voigt, Leipzig

„Die Gesamtidee eines Langhauses verfolgt die Idee »alles unter ein Dach zu bringen« und berücksichtigt damit den Aspekt des durchaus auch gewollten »gemeinschaftlichen Wohnens«. Bei genauer Betrachtung fällt positiv auf, dass die Innenraumgestaltung sehr flexibel ist und sich somit den Bedürfnissen unterschiedlichster Zielgruppen anpassen kann.“ (aus der Jurybeurteilung)

2. Preis am Standort ‚Werft’
Opposite Office, Bendikt Hartl, München

„XS wird wörtlich genommen! Bis zu vier auf minimales Außenmaß reduzierte Räume fügen sich als Module um einen Gemeinschaftsraum zu einem temporären Ferienhaus unter einem Dach zusammen. Diese Räume übernehmen dabei unterschiedliche Funktionen: Schlaf-, Sauna-, Kino-, Wohnbereich usw. und sind individuell zuschaltbar oder abstoßbar. Neben der ‚Andockbarkeit’ zu einer Hausstruktur können die Module auch als eigenständige Elemente auf dem Gelände verteilt werden.“ (aus der Jurybeurteilung)

3. Preis am Standort ‚Staumauer’
Amunt Martenson, Björn Martenson, Aachen, und Leonard Wertgen, Berlin

„Als Rückzugsort im Wald ist das vorhandene Grundstück entsprechend der landschaftlichen Zonierung in sinnvoller Weise angeordnet. Auf der westlichen Seite wird eine Campingwiese angeboten. Der östliche Bereich wird mit insgesamt 17 kleinen Gebäuden, die sich konsequent zum Stausee orientieren, bebaut. Die gewählte Stellung der Gebäude sorgt für eine hohe Transparenz in Richtung Thüringer Meer. Dabei bleibt die Natur der eigentliche Star. Der klassische Gebäudetypus des Satteldachhauses wird spielerisch interpretiert. Hier könnte man die einzelnen Häuser im Sinne ›Idee und Varianz‹ etwas stärker individualisieren. (aus der Jurybeurteilung)

Ferner erhielten 5 Büros für ihre eingereichten Arbeiten eine Anerkennung:

FAKT Office for Architecture, Sebastian Kern, Berlin

The Empire, Ludovico Centis, Verona, Italien

Lorenzen Mayer Architekten, Reinhard Mayer, Berlin

Kühne & Schultz-Granberg, Joachim Schultz-Granberg, Berlin

Katrin Krell und Christiane Löffler, Zürich, Schweiz

Weitere Partner des Wettbewerbs sind die beiden Städte Saalburg-Ebersdorf und Schleiz. Sie garantieren die planungsrechtliche Einbettung an den Ferienhaus-Standorten in Saalburg und Gräfenwarth. Die Kommunen und die Region sorgen zudem dafür, dass die Bauvorhaben in weiter greifende Konzepte (wie z.B. aus dem Regionalen Entwicklungskonzept) integriert sind. Interessierte Investoren stehen zur baldigen Realisierung der Wettbewerbsbeiträge bereit. Mit dem Bau von Prototypen soll 2019 begonnen werden.

Die eingereichten Arbeiten werden anlässlich der Preisverleihung im
Hotel Fürstenhöhe (Am Kulmberg 2, Saalburg Ebersdorf) am
Samstag, den 6. Oktober 2018 ab 16:00 Uhr ausgestellt.

Anschließend werden die Ideen in Apolda der Öffentlichkeit präsentiert:

Ausstellungsort: Eiermannbau, 1. OG Ost, Auenstraße 11, Apolda
Zugang: Internationale Bauausstellung Thüringen
Öffnungszeiten: 08. - 12. Oktober 2018, von 09:00 - 16:00 Uhr

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