10.01.2018
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Erfurter Gemeinschaftsschule am Nordpark wird für 7 Mio. Euro saniert

Infrastrukturstaatssekretär Dr. Klaus Sühl übergibt 3,8 Mio. Euro Fördermittel des Landes

„Die Schulbauförderung ist eines der zentralen Anliegen dieser Landesregierung“, sagte Infrastrukturstaatssekretär Dr. Klaus Sühl. Er übergab heute einen Förderbescheid über knapp 3,8 Mio. Euro zur Sanierung der Gemeinschaftsschule am Nordpark an Oberbürgermeister Andreas Bausewein. „Mit Mitteln aus unserem Schulinvestitionsprogramm stärken wir die Schulstandorte und verbessern die Bedingungen für Schüler und Lehrer.“

Die Stadt Erfurt saniert für die Gemeinschaftsschule am Nordpark bis 2019 ein gegenüberliegendes Gebäude (Karlstraße 10 a) für gut 7 Millionen Euro als zusätzlichen Schulteil, da die Schule von heute 432 auf 619 Lernende im Schuljahr 2036/37 anwachsen soll. Der Freistaat fördert das Vorhaben mit 3,766 Millionen Euro aus dem Schulinvestitionsprogramm.
„Gute Schulen brauchen zeitgemäße und attraktive Rahmenbedingungen. Hierfür benötigen wir neben qualifizierten Lehrern und guten pädagogischen Konzepten auch attraktive Schulgebäude“, sagte der Staatssekretär. „Darum haben wir das Schulinvestitionsprogramm im Infrastrukturministerium auf den Weg gebracht, um den erheblichen Sanierungsstau an Thüringens Schulen schrittweise zu beheben. Mit dem 2015 gestarteten Investitionsprogramm über 150 Millionen Euro haben wir Schwung in die Sanierung der Thüringer Schulen gebracht. Aufgrund des erheblichen Investitionsbedarfs an den Schulgebäuden im Freistaat wollen wir unser zunächst auf fünf Jahre angelegtes Programm auch in der kommenden Legislaturperiode fortsetzen.“

Die Gemeinschaftsschule am Nordpark im Stadtteil Andreasvorstadt wurde zum Schuljahr 2014/15 durch Schulartänderung der ehemaligen Regelschule 6 gegründet. Ihr Einzugsgebiet ist die gesamte Stadt Erfurt. Es ist geplant, die Gemeinschaftsschule vierzügig in den Klassenstufen 1 bis 12 zu führen. Um den damit einhergehenden Raumbedarf zu decken, wird nun das gegenüberliegende Gebäude des ehemaligen Förderzentrums Mitte in der Karlstraße saniert. Das denkmalgeschützte, sechsgeschossige Gebäude wurde 1912 erbaut und verfügt bereits über neue Fenster. Auf dem Gelände befindet sich auch eine Schulsporthalle, die 2011 generalsaniert wurde.
Im Gebäude fehlen derzeit moderne Brandschutzanlagen, die Sanitäranlagen sind stark sanierungsbedürftig, zum Teil ist auch eine neue Raumanordnung notwendig. Die Schule ist zudem nicht barrierefrei erschlossen. Ein behindertengerechtes WC muss eingebaut werden. Weiterhin sind noch Akustik- und Lichtsignalanlagen zur Orientierung für Sehbehinderte einzurichten.
Das Gebäude in der Karlstraße soll umfassend saniert werden. Im Vordergrund stehen energetische Maßnahmen, ein behindertengerechter und barrierefreier Ausbau und die Einrichtung eines Amokwarnsystems. Das Vorhaben wird im Zeitraum bis 2019 umgesetzt. Die Schule soll zusammen mit der Schule am Nettelbeckufer 25 als Gemeinschaftsschule 3 betrieben werden. In der Karlstraße wird zukünftig die Primarstufe (Klassen 1-6) vierzügig unterrichtet.
„Insbesondere der barrierefreie Ausbau unserer Schulgebäude ist dringend notwendig, wenn künftig noch viel mehr Kinder und Jugendliche inklusiv beschult werden“, so Sühl weiter. „Darüber hinaus stieg die Schülerzahl der allgemein bildenden Schulen der Landeshauptstadt Erfurt in den letzten Jahren kontinuierlich an. In den kommenden Jahren benötigt die Stadt darum neue Schülerplätze und vor allem zeitgemäße Schulen. Daher freue ich mich heute, dass der Freistaat Thüringen die Stadt Erfurt bei diesem wichtigen Vorhaben finanziell unterstützen kann. Ich bin mir sicher, dass die beigesteuerten 3,8 Mio. Euro gut angelegtes Geld sind.“
Oberbürgermeister Andreas Bausewein blickt in punkto Schulsanierung voraus: „Viele Schulen in Erfurt müssen modernisiert werden. Deshalb habe ich das Ziel ausgegeben, in den kommenden zehn Jahren diese Schulen zu sanieren oder neuzubauen. Das wird ein Kraftakt für den städtischen Haushalt, denn wir gehen von rund 400 bis 450 Mio. EUR Investitionssumme aus.“ Umso wertvoller sei die finanzielle Unterstützung des Freistaats für Sanierungsmaßnahmen wie jetzt an der Gemeinschaftsschule am Nordpark.

Hintergrund:
Die Auswahl der geförderten Objekte im Schulbauinvestitionsprogramm erfolgt auf Grundlage der Schulbauförderrichtlinie. Mit ihr werden die Fördermittel zielgenau und nachhaltig eingesetzt. So müssen die Antragsteller nachweisen, dass auch im demografischen Wandel die Schulen bei Neubauten 25 Jahre und bei Sanierungen für die kommenden 15 Jahre ausgelastet sein werden. Ferner sollen die Schulen durch die Sanierung barrierefrei werden, um eine inklusive Beschulung zu ermöglichen. Gefördert werden Sanierung, Umbau, Erweiterung und Neubau von Schulgebäuden und Schulsporthallen.

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