25.09.2017
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Landwirtschaftsministerin besucht innovative Ökobetriebe

„Pioniere mit Eigeninitiative“

Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller besichtigte heute drei Biobetriebe, die als Pioniere in der ökologischen Tierhaltung und -schlachtung gelten und die das Fleisch auch selbst verarbeiten und vertreiben. „Die drei Betriebe sind Musterbeispiele für den Ökolandbau, sie setzen auf innovative Vermarktung und verbinden Naturschutz mit ökologischer Tierhaltung“, sagte Keller.

„Unser Ziel ist es, den Anteil an Ökolandbau in Thüringen weiter auszubauen. Denn das schont die Umwelt, stärkt die regionale Landwirtschaft und verbessert das Tierwohl – und die Verbraucher wünschen sich Bioprodukte, am besten aus der eigenen Region. Mit unserem Ökoaktionsplan unterstützen wir Öko-Betriebe und konventionelle Betriebe bei der Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung mit 43 Mio. Euro bis zum Jahr 2021. Aber auch Eigeninitiative ist gefragt, hier sind Betriebe wie die Ohrdrufer Öko-Weideland GbR Vorreiter“, so Ministerin Keller weiter.

Bei der Ohrdrufer Öko-Weideland GbR, der ersten Station der ökologischen Flurfahrt, stehen Rinder wie Auerochse, Galloway und Deutsches Angus das ganze Jahr über auf der Weide. Dort werden sie auch durch Kugelschuss getötet, was den Tieren den stressigen Transport zum Schlachthof erspart. Zudem ist das ökologisch bewirtschaftete Weideland besonders artenreich.

Bei der zweiten Station, der Thüringer Zuchtgenossenschaft Ernstroda, werden rund 3.000 Rinder gehalten, die im eigenen, Öko-zertifizierten Schlachthaus geschlachtet werden. Das Futter wird auf 1.300 Hektar Grünland vor Ort selbst produziert.

In der dritten Station, der Familienkommunität SILOAH in Neufrankenroda, werden neben Rindern und Schafen auch Zeburinder, eine kleine Rinderrasse aus Asien, gehalten. Das Rindfleisch wird selbst verarbeitet. SILOAH ist einer von bundeweit rund 240 offiziellen Demonstrationsbetrieben für Ökologischen Landbau.

Organisiert wurde die Tour vom Dachverband des ökologischen Landbaus in Thüringen, dem Verein Thüringer Ökoherz. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden, Landwirtschaft, Handel, Fleischereien und Verwaltung.

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