20.09.2017
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

EU-Mittel für Schwimmhalle Ilmenau

Keller übergibt Förderbescheid über 2,78 Mio. Euro für energetische Komponenten des Neubaus

Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller, übergab heute einen Fördermittelbescheid in Höhe von 2,78 Mio. Euro an die Stadt Ilmenau. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). „Es ist eine doppelte Premiere: Es ist die erste EFRE-Bewilligung für Ilmenau in der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020. Zugleich ist es die erste Bewilligung einer energetischen Maßnahme für kommunale Gebäude“, sagte Ministerin Keller.

Für die Förderung nachhaltiger Stadtentwicklung stehen für den Zeitraum 2014 bis 2020 für Thüringen insgesamt 232 Mio. Euro im EFRE-Programm zur Verfügung. Davon sind 30 Mio. Euro für energetische Maßnahmen an kommunalen Gebäuden vorgesehen. „Dieser Förderbereich ist besonders wichtig, um auch öffentliche Gebäude zukunftsfähig und energieeffizient zu gestalten. Die geplante Schwimmhalle in Ilmenau ist hier ein sehr gelungener Start.
Das Beispiel zeigt uns: Kommunale Gebäude können klima- und ressourcenschonend sowie kostengünstig betrieben werden“, so Keller weiter.

Der geplante Neubau wird mit hocheffizienter Schwimmbadtechnik ausgerüstet. Ein innovatives Wärmekonzept unter Einbeziehung von Fernwärme sowie der Abwärme der benachbarten Eishalle sorgt für eine klimafreundliche CO2-Bilanz. Die EFRE-Mittel sind für die energetischen Komponenten des Gebäudes bestimmt wie die Fassadendämmung und die Abwärmenutzung der Eishalle. So werden jedes Jahr 470 Megawattstunden Strom und 700 Tonnen CO2 gespart werden. Das unterschreitet die gesetzlich geforderten Werte um 74 Prozent. Damit ist das Schwimmbad besonders energieeffizient.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen voraussichtlich bei über 10 Mio. Euro. Die Stadtverwaltung Ilmenau hat sich für weitere Fördermittel beworben.

Hintergrund:

Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass den Thüringer Kommunen in der EU-Förderperiode 2014 – 2020 insgesamt 232 Mio. Euro an EFRE-Fördermitteln zur Unterstützung der nachhaltigen Stadtentwicklung zur Verfügung stehen. Insgesamt 40 Thüringer Kommunen haben sich in einem vom TMIL durchgeführten Wettbewerb als antragsberechtigte EFRE-Kommunen qualifiziert.

Die Mittel werden für vier thematische Schwerpunkte eingesetzt. Für die energetische Sanierung kommunaler Gebäude stehen 30 Mio. Euro bereit. Die energetische Stadt- und Quartierssanierung wird mit 50 Mio. Euro gefördert. Für Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung stehen 132 Mio. Euro zur Verfügung und 20 Mio. Euro für die Revitalisierung von Brachflächen.

Die meisten der 40 antragsberechtigten EFRE-Kommunen haben Vorhaben angemeldet oder bereits beantragt. Das Landesverwaltungsamt als Bewilligungsbehörde im Auftrag des TMIL wird im Laufe des Jahres zahlreichen weiteren Förderanträgen stattgeben und EFRE-Mittel in Millionenhöhe bewilligen. Dennoch werden auch für die folgenden Programmjahre noch ausreichend EFRE-Mittel für kommunale Projekte in allen vier Schwerpunkten zur Verfügung stehen.

Die Förderung von Vorhaben zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau von erneuerbaren Energien dient dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der Versorgungssicherheit und leistet einen Beitrag zur Energiewende in Thüringen und Deutschland. Hauptziel der kommunalen Projekte nachhaltiger Stadtentwicklung ist es, attraktive Wohn-, Mobilitäts- und Wirtschaftsbedingungen in den Städten und Gemeinden zu schaffen und zu erhalten.

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