18.09.2017
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Thüringer Städtenetzwerkinitiative erhält Koordinator für City Management

Staatssekretär Sühl übergibt 80.000 Euro aus EFRE-Mitteln

Thüringens Innenstädte sollen an Attraktivität gewinnen. „Dafür benötigen sie nicht nur bauliche Verbesserungen, sondern Ideen und Konzepte, wie die Innenstädte wieder zu Orten der Begegnung werden“, sagte der Staatssekretär des Infrastrukturministeriums, Dr. Klaus Sühl, heute in Sömmerda. Sühl übergab 80.000 Euro Projektmittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an die Stadt Sömmerda. Das Geld soll für die Koordination im neu initiierten Städtenetzwerk eingesetzt werden, um neue Impulse für die Belebung der Thüringer Innenstädte zu finden.

Die Netzwerkinitiative „Innenstädte erfolgreich machen“ wurde im April 2015 durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt gemeinsam mit den Städten Apolda, Eisenach, Sömmerda und Sondershausen gestartet. Später traten Bad Langensalza und Heilbad Heiligenstadt dem Netzwerk bei. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, ein Städtenetzwerk zu etablieren, die interkommunale Zusammenarbeit zu vertiefen, den wechselseitigen Erfahrungsaustausch zu intensivieren.
„Hierzu bedarf es neben einer Initialzündung auch der kontinuierlichen und beharrlichen Arbeit eines Koordinators oder „Kümmerers“, der die Akteure anspricht, motiviert und inspiriert und bei der Umsetzung ihrer Ideen und Aktivitäten unterstützt“, sagte Sühl. Der Koordinator soll mit den Partnern vor Ort Arbeitsgremien und Beteiligungsformate entwickeln und erprobte übertragbare Strategien bekannt machen.
„Die Netzwerkinitiative verfolgt einen neuen, ganzheitlichen Ansatz. Alle relevanten Akteure der Innenstadt, von Gastronomen über Gewerbetreibende, Dienstleister, Grundstücks- und Hauseigentümer bis hin zu den Stadtverwaltungen sollen beteiligt werden, um gemeinsam für ihre Innenstädte Projekte ins Leben zu rufen, die beispielhafte Impulse für deren Stärkung auszusenden in der Lage sind“, sagte Sühl.

Hintergrund der Initiative ist der allgemein festzustellende Attraktivitätsverlust der Innenstädte durch die Verlagerung von Einzelhandelskapazitäten an die Peripherie der Städte, neue Konsumgewohnheiten aufgrund veränderter Lebensstile vor allem der jüngeren Generationen sowie der stetig zunehmende Konkurrenzdruck durch den boomenden Onlinehandel. Durch die damit verbundenen negativen Auswirkungen könnten nicht zuletzt auch die umfangreichen investiven Leistungen der Städtebauförderung im Rahmen der Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raums der Thüringer Innenstädte in Frage gestellt werden.

Hintergrund:

Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass den Thüringer Kommunen in der EU-Förderperiode 2014 – 2020 insgesamt 232 Mio. Euro an EFRE-Fördermitteln zur Unterstützung der nachhaltigen Stadtentwicklung zur Verfügung stehen. Insgesamt 40 Thüringer Kommunen haben sich in einem vom TMIL durchgeführten Wettbewerb als antragsberechtigte EFRE-Kommunen qualifiziert.

Die Mittel werden für vier thematische Schwerpunkte eingesetzt. Für die energetische Sanierung kommunaler Gebäude stehen 30 Mio. Euro bereit. Die energetische Stadt- und Quartierssanierung wird mit 50 Mio. Euro gefördert. Für Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung stehen 132 Mio. Euro zur Verfügung und 20 Mio. Euro für die Revitalisierung von Brachflächen.

Die meisten der 40 antragsberechtigten EFRE-Kommunen haben Vorhaben angemeldet oder bereits beantragt. Das Landesverwaltungsamt als Bewilligungsbehörde im Auftrag des TMIL wird im Laufe des Jahres zahlreichen weiteren Förderanträgen stattgeben und EFRE-Mittel in Millionenhöhe bewilligen. Dennoch werden auch für die folgenden Programmjahre noch ausreichend EFRE-Mittel für kommunale Projekte in allen vier Schwerpunkten zur Verfügung stehen.

Die Förderung von Vorhaben zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau von erneuerbaren Energien dient dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der Versorgungssicherheit und leistet einen Beitrag zur Energiewende in Thüringen und Deutschland.
Hauptziel der kommunalen Projekte nachhaltiger Stadtentwicklung ist es attraktive Wohn-, Mobilitäts- und Wirtschaftsbedingungen in den Städten und Gemeinden zu schaffen und zu erhalten.

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