Kabinett beschließt Konzept zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung

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„Die Landwirtschaft- und Ernährungsbranche ist ein wirtschaftliches Rückgrat unserer ländlichen Räume in Thüringen. Wir werden die regionalen Wirtschaftskreisläufe weiter stärken, um den Absatz heimischer Produkte zu erhöhen“, sagte heute (17. April 2018) Landwirtschaftsministerin Birgit Keller in der Thüringer Staatskanzlei anlässlich der Veröffentlichung des Konzepts „Regionale Wertschöpfungsketten in der Land- und Ernährungswirtschaft in Thüringen“ durch das Kabinett.

„Ich verstehe das Konzept auch als Bekenntnis für unsere ländlichen Räume. Denn die meisten Bereiche betreffen gerade jene Wirtschaftszweige, die außerhalb der Städte ihre Heimat haben.“, so Keller. Die verarbeitende Lebensmittelindustrie gehört mit einem Jahresumsatz von rund  4,3 Mrd. Euro und etwa 20.000 Beschäftigten zu den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen in Thüringen.

Zur Wirtschaftskette gehören zudem ca. 3.600 landwirtschaftliche Unternehmen mit ebenfalls ca. 20.000 Beschäftigten, die zumeist im ländlichen Raum angesiedelt sind.

Keller betonte: „Mit unserem Konzept wollen wir unsere guten heimischen Produkte noch selbstbewusster ins Rampenlicht stellen. Das schafft Arbeitsplätze und sorgt für eine starke lokale Wirtschaft.“

Das Konzept „Regionale Wertschöpfungsketten in der Land- und Ernährungswirtschaft in Thüringen“ enthält vier Instrumente für acht Handlungsfelder und wurde mit der Expertise zahlreicher Partner aus der Landwirtschafts- und Ernährungsbranche erarbeitet.

Die vier Instrumente umfassen die verstärkte Vernetzung, unterstützende Studien, eine koordinierte Förderung und ein verbessertes Marketing für regionale Wertschöpfungsketten.

Über die Handlungsfelder werden Betriebe unter anderem dabei unterstützt, den Anteil regionaler Rohstoffe in verarbeitenden Lebensmitteln über das Thüringer Qualitätszeichen „Geprüfte Qualität aus Thüringen“ zu erhöhen.

Ein weiteres Ziel ist es, mehr heimische Rohstoffe aus der Landwirtschaft im Freistaat zu veredeln. Im Bereich Biolebensmittel wird derzeit ein großer Teil der Wertschöpfung von Thüringen in andere Bundesländer verlagert, weil adäquate Verarbeitungsstätten fehlen. Für diese Erhöhung von Verarbeitungskapazitäten stehen Mittel der EU-Investitionsförderung zur Verfügung.

Im heute vorgestellten Konzept ist zudem die Stärkung der Direktvermarktung ein wichtiges Handlungsfeld. Die rund 250 Thüringer Direktvermarkter haben wichtige wirtschaftliche und soziale Funktionen im ländlichen Raum. Um den Service, das Angebot und die Vermarktung der Thüringer Direktvermarkter zu verbessern und auszuweiten, werden entsprechende Schulungen der Betriebe gefördert. Das Thüringer Agrarmarketing bietet zudem demnächst einen Schlachthoffinder auf seiner Webseite an. Ein Einkaufsführer für regionale Produkte aus der Thüringer Land- und Ernährungswirtschaft sowie dem Gartenbau soll folgen.

Konzept „Regionale Wertschöpfungsketten in der Land- und Ernährungswirtschaft in Thüringen“

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