Tierhaltung und Tierzucht in Thüringen

Die Tierhaltung ist eine tragende Säule der Thüringer Landwirtschaft. Der Anteil der tierischen Erzeugung am Produktionswert der Landwirtschaft liegt im Freistaat zwischen 40 und 50 Prozent.

In Thüringen werden rund 321.000 Rinder, 740.000 Schweine, 120.000 Schafe, 18.000 Zie­gen und 22.000 Pferde gehalten. Es gibt 1,55 Millionen Mastplätze in der Hähnchenmast, 162.000 Mastplätze in der Putenhaltung sowie 1,91 Millionen Hennenplätze für die Eierproduktion.

Mit 4.400 weiblichen Zuchttieren Dam-, Rot-, Sika- und Muffelwild in 258 Gehegen ist die landwirtschaftliche Wildhaltung ein bedeutender extensiver Produktionszweig.

Mutterkühe in der Rhön, Rasse Fleckvieh E. Hochberg
Mutterkühe der Rasse Fleckvieh in der Rhön, Foto: E. Hochberg

Gemeinsam setzen sich die Landesregierung und die Tierzüchter und -halter für eine artgemäße, ethisch vertretbare und umweltverträgliche Tierhaltung ein. Der Ressourcenschutz sowie der Erhalt der genetischen Vielfalt und der Kulturlandschaft sind von höchstem gesellschaftlichem Interesse.

Die Leistungen der landwirtschaftlichen Nutztiere konnten in den zurückliegenden Jahren erheblich gesteigert werden. So erreichten die Thüringer Milcherzeuger mit einer Jahresleistung von  9.685 Kilogramm Milch pro Kuh im Prüfjahr 2015/2016 die höchste Gesamtleistung in der Bundesrepublik. Milch gilt als eins unserer gesündesten Nahrungsmittel. In Thüringen wurden im Jahr 2016 insgesamt über 995.000 Tonnen Milch von ca. 106.000 Milchkühen (Jahresdurchschnitt) in ca. 600 Milchkuhhaltungen produziert.

Sau mit Ferkeln, Foto F. Behr
Sau mit Ferkeln, Foto F. Behr

Die Zuchtprogramme und -strategien orientieren sich an einer Vielzahl wirtschaftlich rele­vanter Kriterien. Dabei wird der Begriff Leistung deutlich weiter gefasst als in der Vergan­genheit und schließt neben Milch und Fleisch auch Fruchtbarkeits- und Gesundheitsmerk­male, Langlebigkeit und Nutzungsdauer sowie die Produktqualität und -sicherheit ein.

Die Erzeugung gesunder und rückstandsfreier Lebensmittel und die Förderung der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit landwirtschaftlicher Nutztiere sind Ziele der Futtermittelüberwachung. Zum Schutz der Verbraucher werden die Herstellung, der Transport und Handel, sowie die Verfütterung von Futtermitteln kontrolliert (Amtliche Futtermittelüberwachung).

Ein bedeutender Teil der Tierzucht in Thüringen erfolgt im privaten Bereich: So sind im Landesverband Thüringer Rassegeflügelzüchter e. V. 7.900 Mitglieder und im Landesverband Thüringer Rassekaninchenzüchter e. V. 4.000 Mitglieder organisiert.

Rund 18.000 Bienenvölker, das entspricht rund 1,1 Bienenvölker je Quadratkilometer, werden von rund 2.400 Thüringer Imkern gehalten. Zu wenig, denn damit die Bestäubung der Pflanzen gesichert ist, sollten durchschnittlich 3-4 Bienenvölker je Quadratkilometer gehalten werden. Die Bestäubungsleistung der Honigbienen ist unverzichtbar für die Pflanzenvielfalt in der Natur und für die Erzeugung landwirtschaftlicher Erträge im Pflanzen- und Obstbau. Der Freistaat Thüringen setzt sich für eine Erhöhung des Bienenbestandes ein und unterstützt mit verschiedenen Fördermaßnahmen die Imkerei.

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