Ländlicher Wegebau - Neue Wege braucht das Land

Der Bau ländlicher Wege ist ein wichtiges Instrument, um nachhaltig landwirtschaftliche und touristische Entwicklungspotenziale zu erschließen und damit die Einkommen der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe zu diversifizieren. Zweckmäßig geführte und ausreichend befestigte ländliche Wege haben - in Verbindung mit einem funktionsfähigen öffentlichen Straßennetz - eine besondere Bedeutung für die Wirtschaftskraft und die Lebensfähigkeit einer Region.

Multifunktionale ländliche Wege erschließen landwirtschaftliche Grundstücke und binden landwirtschaftlicher Betriebsstätten an das Straßennetz an. Die Wege trennen den landwirtschaftlichen Verkehr sowie Fußgänger und Radfahrer vom übrigen Straßenverkehr und tragen somit zur Erhöhung der allgemeinen Verkehrssicherheit bei. Eine Agrarlandschaft mit einem befahr- und begehbaren Wegenetz stellt zudem einen wichtigen Erholungs- und Erlebnisraum dar.
Ländliche Wege sind bei einer Einbindung in das Landschaftsbild gliedernde und gestaltende Elemente der Kulturlandschaft. Sie tragen mit Wegeseitenstreifen und Gräben sowie begleitenden Pflanzungen zu ökologisch wertvollen Biotopverbundsystemen bei.

Förderbare ländliche Wege sind unter Beachtung der „Richtlinie für den ländlichen Wegebau“ (RLW 1999) so zu bemessen, dass langfristig den zu erwartenden Belastungen durch den land- und forstwirtschaftlichen und ggf. auch sonstigen Verkehr, z. B. für Anlieger, entsprochen werden kann. In der Regel werden dabei nur einspurige Wege mit drei Meter breiter Fahrbahn gefördert.

geschwungener Asphaltweg zwischen zwei Weiden, im Hintergrund Gehöfte mir orangenen Dächern und Bäume
Zwei Männer, einer auf einem blauen, baggerähnlichen Gefährt setzen Pflastersteine in ein Straßenbett

Rechtzeitig Antrag auf Förderung stellen

Gemeinden und Gemeindeverbände können einen Antrag auf Förderung beim zuständigen Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung stellen.

Gefördert werden die Aufwendungen für den Ausbau bisher nicht oder nicht ausreichend befestigter Wege und die erforderlichen Ausgleichs- bzw. Ersatzmaßnahmen. Die Förderhöhe beträgt unter Betrachtung bauweisenabhängiger Obergrenzen 65% der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Bitte beachten Sie, dass der Zuwendungsempfänger Eigentümer des Wegegrundstückes sein muss.

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