Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure in Thüringen

Nach den Rechtsgrundlagen im Kataster- und Vermessungswesen wirken Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbVI) als Vermessungsstellen bei der amtlichen Aufgabenerledigung mit. Die ÖbVI sind dabei Träger eines öffentlichen Amtes und Behörde im Sinne des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzes sowie des Thüringer Verwaltungskostengesetzes.
   
Für die Wahrnehmung ihrer amtlichen Aufgaben sind die ÖbVI vom Land speziell beliehen worden. Ihre Aufgabenschwerpunkte umfassen insbesondere
·    die Durchführung von Liegenschaftsvermessungen (Zerlegung von Flurstücken, Fest- und Wiederherstellung von Grenzen, Gebäudeeinmessungen),
·    die Erteilung von Auskünften und Auszügen aus den Nachweisen des Liegenschaftskatasters,
·    die Beurkundung von Tatbeständen mit öffentlichem Glauben, die durch vermessungstechnische Ermittlungen an Grund und Boden festgestellt werden und
·    die öffentliche Beglaubigung von Anträgen auf Vereinigung oder Teilung von Grundstücken.

Die rechtlichen Grundlagen für die Einrichtung des Berufsstandes wurden in Thüringen bereits 1991 geschaffen und seit der Einführung eines sogenannten Aufgabentrennungsmodells im Jahr 2005 sind ÖbVI ausschließlich für die Bearbeitung von Liegenschaftsvermessungen von privatrechtlichen Antragstellern, kommunalen Körperschaften und Trägern der Bundesverwaltung sowie für unter der Aufsicht des Landes stehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts zuständig.

Für ihre durch Beurkundung geprägte Tätigkeit sind sie gehalten, die Aufgaben unparteiisch, gewissenhaft und zuverlässig auszuführen. Zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Berufsausübung unterstehen sie zudem der staatlichen Aufsicht. Voraussetzungen für eine Bestellung sind vor allem eine hohe fachliche Qualifikation und eine besondere Eignung und Zuverlässigkeit.

Gegenwärtig gibt es in Thüringen 70 ÖbVI mit einem Gesamtpersonalbestand von rund 400 Personen. Insgesamt führen sie derzeit über 90 % aller anfallenden amtlichen Antragsvermessungen durch. Die ÖbVI-Büros sind meist mit modernster Geräte- und Auswertetechnik ausgestattet und neben den Anforderungen aus dem Liegenschaftskataster auch für vielfältige raumbezogene Aufgabenstellungen aus dem Bau-, Planungs- und Bodenordnungsbereich sowie für die Erfassung und Verarbeitung von sonstigen Geodaten gut gerüstet.

Somit wird die landeseigene Verwaltung nachhaltig entlastet und die Sachkunde, das Interesse sowie die technischen und betrieblichen Mittel und Möglichkeiten von Privaten für Staatsaufgaben nutzbar gemacht. Das Kataster- und Vermessungswesen hat mit der Aufgabenverlagerung bereits frühzeitig einen deutlichen Beitrag im Sinne eines „schlanken Staates“ geleistet.
 

Weiterführende Informationen

Landesamt für Vermessung und Geoinformation (TLVermGeo)

IKG-GIZ
Erweitertes Interministerielles Koordinierungsgremium - Geoinformationszentrum

Geoportal
GeoMIS.Thüringen - Geodatensuche

INSPIRE
Europäische Geodateninfrastruktur

GDI-DE
Geodateninfrastruktur Deutschland

BDVI
Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e. V.

AdV
Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland

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