Wie durch die Flurbereinigung eine Kulturlandschaft erhalten wird

Diese Frage wurde Herrn Minister Reinholz, Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, anlässlich seines Besuches am 30.09.2013 in Creuzburg durch Vertreter des Amtes sowie durch den im Auftrag des Amtes tätigen Dienstleister, die Grontmij GmbH, eindrucksvoll beantwortet.

Die scheinbar unmögliche Symbiose aus Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus ist durch die Flurbereinigung in Creuzburg Wirklichkeit geworden.

Erfahren kann man dies auf dem überregionalen Werratal-Radweg, der den Naturliebhaber durch das Naturschutzgebiet „Wilhelmsglücksbrunn“ und vorbei an landwirtschaftlich genutzten Flächen führt. Die in der Flurbereinigung angelegten, zeitweise überstauten Geländemulden werden von den Wasserbüffeln des ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebes Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn beweidet. Durch die „Trittschäden“ der Tiere werden ständig neue Siedlungsstellen für die hier vorkommenden Salzpflanzenarten sowie die Lebensgrundlage für Amphibien, wie Kreuzkröte oder Gelbbauchunke, geschaffen.

Wichtig für den dauerhaften Erhalt dieser wunderbaren Kulturlandschaft ist die eigentumsrechtliche Sicherung der Flächen. Mit Hilfe des Flurbereinigungsverfahrens konnte das Naturschutzgebiet vollständig in das Eigentum des Freistaates Thüringen gebracht werden, indem der Grundbesitz neu geordnet wurde.

Renaturierungsmaßnahmen an Gewässern und die landschaftsgestaltenden Maßnahmen haben das NSG „Wilhelmsglücksbrunn“ zu einem touristischen Magneten erblühen lassen. Die in der Flurbereinigung geplanten und durch ein aus der Region stammendes Bauunternehmen gebauten ländlichen Wege erschließen das Gebiet hervorragend für die Landwirtschaft und als Radwege auch für den Tourismus.

Ebenso profitiert das Stiftsgut insbesondere von der Neuordnung. Die zersplitterten und nicht zusammenhängenden Flächen im Eigentum des Stiftsgutes wurden unmittelbar um die Hofstelle gelegt. Der Betrieb kann somit wesentlich produktiver und wirtschaftlicher arbeiten.

Das Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn im gleichnamigen Naturschutzgebiet zeigt, wie eine kleine Naherholungszone geschaffen werden kann. Die jahrelang leerstehenden und dem Zerfall überlassenen Gebäude wurden aus Mitteln der Dorferneuerung saniert und beherbergen heute ein Café, ein Gästehaus, eine Schafskäserei sowie einen Hofladen, in dem unter anderem die Produkte des biologisch wirtschaftenden Betriebes vermarktet werden.

Landwirte, die Bürgermeister der Stadt Creuzburg und der Gemeinde Krauthausen sowie Vertreter der Naturschutzbehörde sind sich einig: „Die Flurbereinigung Creuzburg ist ein voller Erfolg!“

Ministerbesuch im Flurbereinigungsverfahren Creuzburg 30.09.2013

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