Besuch der Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Frau Birgit Keller, im Flurbereinigungsgebiet Hauteroda

Auf Einladung des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft (TG) von Hauteroda und des ALF Gotha, besuchte Frau Ministerin Keller am 22. August 2016 das Flurbereinigungsgebiet von Hauteroda.

Begrüßung der Teilnehmer
(v.l.n.r.: Volker Hartmann, stellv. AL Alf Gotha: Hartmut Voigt, Leiter ÜF ALF Gotha; Norbert Eichholz, Bürgermeister und TG Vorsitzender Hauteroda; Beate Kunnen, Ref. 53 LEADER TMIL; Birgit Keller Ministerin TMIL)

Bei seiner Begrüßung hob der Vorsitzende der TG und Ortsbürgermeister von Hauteroda , Norbert Eichholz, hervor, dass der Ort und somit seine Bürger bis zum heutigen Tag bereits immens von der im Jahr 2006 angeordneten Flurbereinigung Hauteroda profitieren.

Hauteroda, von drei Höhenzügen umgeben und im Tal des Helderbaches gelegen, wurde besonders in den Jahren 1993 und 1997 von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Umso mehr freute es ihn, dass das damalige TMLNU im Oktober 1997 die Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung „Helderbachtal“ in Auftrag gab. Zielstellung war: Maßnahmen zur Minderung der Folgen durch oberflächig abfließendes Niederschlagswasser aufzeigen und das geeignete Instrument zur Umsetzung dieser Maßnahmen zu ermitteln.

Im Herbst 1999 wurde die AEP fertiggestellt und der Gemeinde und den Bürgern von Hauteroda mit folgendem Ergebnis vorgestellt:

… nur mit Hilfe eines Flurbereinigungsverfahrens können die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassend umgesetzt werden …

Die Voraussetzungen, insbesondere die finanziellen, lagen erst im Jahr 2005 vor, so dass die Gemeinde im Juli 2005 beim ALF Gotha den Antrag auf Durchführung einer Flurbereinigung stellte. Das Verfahren wurde schließlich am 24. November 2006 angeordnet … auch deshalb 2006, um noch in den Genuss der 90%igen Förderung statt einer 80 %igen Förderung ab 2007 zu kommen. Mit der Verfahrensdurchführung hat das ALF Gotha die Thüringer Landgesellschaft e.V. (ThLG) beauftragt.

In ihrem Grußwort bekundete die Ministerin ihr großes Interesse und ihre Neugier das Verfahren und die errichteten Hochwasserschutzanlagen erläutert zu bekommen.

Nach einem kurzen Rundgang wurde durch Herrn Sebastian Pahling, Verfahrensleiter von der ThLG; mit Blick auf das Mohntal das Flurbereinigungsverfahren und seine bisher durchgeführten Schritte vorgestellt. Dabei wurde besonders auf den Bau und die Wirkung des errichteten Regenrückhaltebeckens im Mohntal eingegangen.

 

Erläuterung des

Flurbereinigungsverfahrens

durch Sebastian Pahling, ThLG

 

 

Blick zum

Regenrückhaltebecken

im Mohntal

Insgesamt wurden bis heute 2 Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz errichtet, 3 ländliche Wege ausgebaut und 4 Bauwerke sowie Gräben errichtet. In diesem Jahr folgt noch die Umsetzung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, u.a. auch zugunsten eines Betreibers von außerhalb des Flurbereinigungsgebietes errichteten Windkraftanlagen. Das bisherige Investitionsvolumen beläuft sich somit auf über 1,3 Mio. EURO und kann in den nächsten Jahren aufgrund weiterer Maßnahmen noch steigen.

Nach der Besichtigung des zweiten Regenrückhaltebeckens am Südrand der Ortslage von Hauteroda stellten die Mitglieder der Geschäftsleitung der Ministerin und den anwesenden Gästen die Markus-Gemeinschaft e.V. und ihre Aktivitäten und Projekte vor. In dem Mittelpunkt steht dabei die Gemeinschaft, in der behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen arbeiten und zusammen leben. Das wird gelebt, so die Aussage der Geschäftsleitung, in dem nicht Werkstätten für Behinderte sondern Werkstätten von behinderten Menschen betrieben werden.

Erläuterung der hergestellten Backwaren durch Ronald Förderer, Geschäftsleitung Markus-Gemeinschaft

Beredtes Beispiel waren die im Hof der Markus-Gemeinschaft aufgestellten Marktstände. An diesen haben Behinderte und deren Betreuer die in der Gemeinschaft erzeugten Produkte vorgestellt … und der Ministerin Auskunft, zum Beispiel bei der Herstellung von Molkereiprodukten oder den Backwaren, gegeben.

Vom Bürgermeister Eichholz angerissen, hat Frau Gleim von der Markus-Gemeinschaft die Möglichkeiten der Förderung der Dorferneuerung gewürdigt. Von den insgesamt 33 Maßnahmen für den Ort Hauteroda konnte allein die Markus-Gemeinschaft mit 2 geförderten Maßnahmen Qualitätsverbesserungen an baulichen Anlagen erzielen. Zudem konnten durch Mittel im Rahmen der Revitalisierung marode Schafställe abgerissen werden.

Ein gemeinsamer Imbiss, vorwiegend aus den selbst hergestellten Produkten der Markus-Gemeinschaft, beschloss den Besuch der Ministerin Keller. Sie ließ es sich aber nicht nehmen, den Akteuren im Vorstand der TG, den Planungsbüros, den Baubetrieben und der Markus-Gemeinschaft zu danken. Durch ihre engagierte und enge Zusammenarbeit mit dem ALF Gotha und der hervorragenden Arbeit des VLF Thüringen als „Bauherr“ für die TG Hauteroda konnte das alles erst geschaffen werden.

Der Vorsitzende der TG Hauteroda, Herr Norbert Eichholz, bedankte sich bei der Ministerin für großes Interesse am laufenden Flurbereinigungsverfahren und überreichte ihr zur Erinnerung ein Präsent aus heimischen Produkten.

Hauteroda_Erinnerungsgeschenke
Übergabe eines Erinnerungsgeschenkes durch Norbert Eichholz an Ministerin Birgit Keller

Im Rahmen der Verabschiedung bedankte sich Herr Hartmut Voigt bei den anwesenden Gästen, der Geschäftsleitung der Markus-Gemeinschaft, den Mitgliedern des Vorstandes der TG, den Baubetrieben und dem VLF Thüringen sowie der ThLG für ihr Mitwirken zum Gelingen des heutigen Termins.

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