Inbetriebnahme der Fischaufstiegsanlage Helme/Nebenhelme im Flurbereinigungsverfahren Görsbach-Auleben

Das Flurbereinigungsverfahren Görsbach-Auleben wurde im Jahr 2006 angeordnet, um die vorhandenen Landnutzungskonflikte aufzulösen, Maßnahmen der Landschaftspflege und des Naturschutzes umzusetzen, die Infrastruktur für die wirtschaftenden Agrarunternehmen zu verbessern und so zur Aufwertung des Tourismus und der Erholung beizutragen. Darüber hinaus sollen Maßnahmen des Hochwasserschutzes ergriffen und die Regelung des Eigentums im gesamten Flurbereinigungsgebiet, somit auch des Thüringer Stauseegebietes, vorgenommen werden.

 

Nach dem im vergangenen Jahr im August durch die Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL), Birgit Keller, an der Aumühle der Startschuss für den Beginn der Realisierung der Wege- und Gewässerbaumaßnahmen vorgenommen wurde, erfolgte am 21.06.2016 durch die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) die Inbetriebnahme der Fischaufstiegsanlage Helme/Nebenhelme. Diese Maßnahme dient der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) im Oberflächenwasserkörper „Obere Helme“ und soll im Rückstaubereich der Talsperre Kelbra die Zuflussmenge in die Talsperre bzw. die Beschickung des Umleitungsgerinnes Nebenhelme  steuern.

 

Mit diesem Abschlagbauwerk soll zudem erreicht werden, dass die ökologische Durchgängigkeit der Helme über die Nebenhelme wiederhergestellt wird und das Gewässer eine Aufwertung in seiner Struktur erfährt.

 

Umgesetzt und in Betrieb genommen wurde die Fischaufstiegsanlage bestehend aus Schlitzpass, neun Becken sowie der umgestalteten Sohlenschwelle.

                                                               Herstellungskosten:      ~ 600.000 € (Brutto)

Fischtreppe
Fischaufstiegsanlage mit Schützenwehr und Schlitzpass, Aufnahme: ALF Gotha

Übernommen wurden auch die zum Teil fertiggestellten vegetationstechnischen Arbeiten wie Steinbuhnen mit Weidensteckhölzern, abschnittsweise Entnahme der Ufersicherung und Anlegen von Steilufern und der Einbau von Raubäumen zur Entwicklung der Uferstruktur.

                                                               Herstellungskosten:      ~ 200.000 € (Brutto)

Helmeufer
Steinbuhne mit Weidensteckhölzer in der Helme mit umgestaltetem Ufer, Aufnahme: ALF Gotha

Zu dieser feierlichen Inbetriebnahme und gleichzeitiger Funktionsprüfung erschienen neben den eigentlichen Akteuren von der TLUG, dem Planungsbüro IBW-Matthias Wilke und dem Baubetrieb insbesondere Vertreter des Landratsamtes Nordhausen, des Talsperrenbetriebes Sachsen-Anhalt und des ALF Gotha.

 

Eine gemeinsamer Begehung der hergestellten Anlagen und  die anschließende Stärkung bei Bratwurst und Brätel sowie gekühlte Getränke rundeten den Eröffnungstermin umfassend ab.

 

Durch das ALF Gotha und der Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahrens Görsbach-Auleben werden in diesem Jahr die noch ausstehenden Wegebaumaßnahmen umgesetzt und der Ausgleich/Ersatz für die vorgenommenen Eingriffe/Versiegelungen begonnen. Voraussichtlich ab 2018 können dann die ersten Aktivitäten für die Neuordnung des Eigentums, auch in Abstimmung mit der TLUG, begonnen werden.

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