Konservierung

Silobefüllung (Foto: M. Schwabe)

Das Ziel der Konservierung besteht in der möglichst verlustarmen Erhaltung der Inhaltsstoffe vom Ausgangs­material und der Erzeugung eines schmackhaften, stabilen und hygienisch einwandfreien Futters. Gebräuchliche Konser­vierungsformen sind die Silierung, die Heubereitung und die technische Trocknung von Grüngut.

Aufgaben im Bereich der Konservierung sind vorrangig:

  • Auswertung von Untersuchungen anderer Versuchsansteller
    und Adaption der Ergebnisse an Thüringer Bedingungen
  • Empfehlungen zur Silierung im Rahmen der Leitlinienerarbeitung
    für Grobfutterstoffe.

Die Silierung beruht auf der unter Luftausschluss biochemischen Umsetzung von in den Futterstoffen vorhandenen Kohlenhydraten zu Milchsäure. Die Silierung stellt einen sehr komplexen und anspruchsvollen Prozess dar. Wesentlichen Einfluss auf das Silierergebnis haben die Siliereignung der Futterart mit ihren chemischen, physikalischen und biologischen Eigenschaften, die allgemeinen Silierbedingungen sowie die Verfügbarkeit von Milchsäurebakterien. Beispielsweise gelten Mais und Feldgras aufgrund ihres hohen Kohlenhydratgehaltes als leicht silierbar. Zuckerarme Futterstoffe mit einer hohen Pufferkapazität und einem niedrigen Trockenmassegehalt, wie Leguminosen, sind schwer silierbar. Mittels Anwelken des Siliergutes und Einsatz von Siliermitteln können die Silierbedingungen ggf. verbessert werden. Die Einlagerung erfolgt im Horizontalsilo, Folienschlauch oder Ballen (Rund- und Quaderballen). Die Anlage von Silostöcken auf unbefestigten Untergrund sollte aus Wasserschutzgründen entsprechend den rechtlichen Vorgaben nur in Ausnahmefällen erfolgen.

Die Heubereitung ist kostenintensiver und stärker witterungsabhängig als die Silierung. Durch gezielte Ausnutzung von Hochdruckwetterlagen sollte die angestrebte Menge Heu mit ein- bis zweimaligem Wenden produziert werden. Bei Leguminosen ist mit erhöhten Bröckelverlusten durch die mechanische Bearbeitung zu rechnen. Daraus resultiert eine Reduktion des Rohprotein- und Energiegehaltes. Das Einbringen von Halbheu mit anschließender Kaltbelüftung verringert die Bröckelverluste, erhöht die Rohprotein- und Energiegehalte, verteuert aber die Erzeugung erheblich.

Die technische Trocknung von Grüngut, zum Beispiel mittels Abwärmenutzung von Biogasanlagen, stellt eine schonende, Bröckelverluste vermeidende Konservierung dar. Ein besonderer Vorteil im Vergleich zur Silierung besteht im erhöhten Anteil an pansenbeständigem Protein (UDP) und damit der Möglichkeit einer verstärkten Substitution anderer Proteinquellen. Technische Lösungen für die Ballentrocknung sowie die von losem Schüttgut (Häcksel) sind vorhanden. Aufgrund der hohen Kosten ist eine betriebsspezifische Kosten-Nutzen-Kalkulation empfehlenswert.


Publikationen:

Leitfaden Silagebereitung von Grobfutterstoffen (04/2015)


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Kontakt:

Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum
Referat 31 - Pflanzenbau und Ökologischer Landbau
Zweigstelle Friemar
Siebenweg 2; 99869 Friemar

Dr. Walter Peyker (Referent Futterbau)

Tel.: (036258) 557798
E-Mail: walter.peyker{at}tlllr.thueringen{punkt}de

 

(Stand: 01.02.2019)

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