Ackerfutter

Maisfeld (Foto: M. Schwabe)

Zu den Aufgaben im Bereich Ackerfutterbau zählen:

  • Optimierung des Anbaus, hinsichtlich Ertrag, Qualität, Faktoreinsatz, ökonomischem Ergebnis sowie zur umweltgerechten Erzeugung
  • Optimierung der Sortenwahl (Landessortenversuche)
  • Untersuchungen zur Bereitstellung der unterschiedlichen Qualitäten für die verschiedenen Verwertungsrichtungen (Futter, Biogas, Biotreibstoff, stoffliche Nutzung)
  • Empfehlungen von Ackerfuttermischungen für die heterogenen Thüringer Standortbedingungen

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Mais

Die Gesamtanbaufläche von Mais liegt in Thüringen bei ca. 61 Tsd. ha (ca. 10 % der Ackerfläche). Davon entfallen ca. 7 % auf den Körnermaisanbau. Die Substratbereitstellung für Biogasanlagen beansprucht etwa ein Drittel des Gesamtaufkommens. Einer weiteren bedeutsamen Ausweitung des Maisanbaus stehen fehlende Verwertungsmöglichkeiten sowie die Thüringer Standortbedingungen entgegen.

Der Silomaisertrag erreicht ein Niveau von ca. 400 dt/ha und der Körnermaisertrag ca. 91 dt/ha (Mittel der Jahre 2013 bis 2017), mit geringen jährlichen Schwankungen im Bereich von 10 %.


Publikationen:

Sortenratgeber für Thüringen
Silomais, früh, Aussaat 2019
Silomais, mittelfrüh, Aussaat 2019
Körnermais, früh, Aussaat 2019

Landessortenversuche in Thüringen, länderübergreifende Auswertung
Silomais, früh, Versuchsbericht 2018
Silomais, mittelfrüh, Versuchsbericht 2018
Körnermais, Versuchsbericht 2018

Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Erzeugung von Körnermais (03/2017)

Richtwerte für Herstellungskosten von Silomais (11/2016)

Richtwerte für Leistungen und Kosten der Körnermaisproduktion (11/2016)

Richtwerte für Herstellungskosten von Silage aus Futterroggen/-Zweitfruchtmais (11/2016)

Leitlinien zur effizienten und umweltverträglichen Erzeugung von Silomais (11/2013)

Sachstandsanalyse Energiemais „Energiemaisanbau – Auswertung agrarstatistischer Daten und Studien, Einordnung und Bewertung der Wirkungen des Energiepflanzenanbaus auf die Agrarflächennutzung“ (05/2011)

Merkblatt zum Öko-Maisanbau in Thüringen (07/2008)

Standpunkt zur Standraumverteilung im Maisanbau (03/2008)


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Feldgras, kleinkörnige Leguminosen und deren Gemenge

Die Gesamtanbaufläche mehrschnittiger Feldfutterpflanzen (Feldgras, Luzerne und Luzernegras sowie Rotklee und Rotkleegras) erreicht ca. 29 Tsd. ha (im Mittel der Jahre 2013 bis 2017). Davon nimmt der Feldgrasanbau ca. 11 Tsd. ha ein. Die mittleren Trockenmasseerträge belaufen sich in diesem Zeitraum auf ca. 90 dt/ha. In Abhängigkeit von den Niederschlägen können erhebliche jährliche Ertragsschwankungen auftreten. Die Verwertung erfolgt vorrangig als Konservat in der Rinderfütterung und in sehr geringem Umfang als Substrat für Biogasanlagen. Ein Zwischenfruchtbau zur Futtererzeugung findet nur in Ausnahmefällen statt.

Für den Anbau von Feldgras, Rotklee und -gras eignen sich besonders alle frischen bis feuchten, futterwüchsigen Lagen mit über 600 mm Jahresniederschlag (Anbaugebiet 7). Luzerne und -gras hat Vorteile auf den sickerwasserbestimmten Buntsandstein-, Keuper- und Muschelkalkverwitterungs­böden in warmen, zu Sommertrockenheit neigenden Lagen sowie auf tiefgründigen, kalkreichen Lösslehmböden (Anbaugebiet 6). Reine Sandstandorte mit niedrigem pH-Wert, vernässte Tonböden und Überflutungsstandorte sind für den Luzerneanbau ungeeignet.


Publikationen:

Thüringer Qualitäts-Saatmischungen für den Ackerfutterbau (Eignung für KULAP bzw. ÖVF) 2020/21 (04/2020)

Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Erzeugung von kleinkörnigen Leguminosen und deren Grasgemengen (11/2016)

Richtwerte für Leistungen und Kosten der Produktion von Silage, Heu und Weidefutter aus Feldgras (10/2016)

Richtwerte für Leistungen und Kosten der Produktion von Silage aus Luzernegras (10/2016)

Richtwerte für Leistungen und Kosten der Produktion von Silage und Weidefutter aus Rotkleegras (10/2016)

Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Erzeugung von Feldgras und kleinkörnigen Leguminosen (04/2014)

Betriebswirtschaftliche Richtwerte für die Produktion von Öko-Kleegras (08/2007) 

Ergebnisse der Landessortenversuche


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Ganzpflanzengetreide und deren Gemenge

Der Umfang des Anbaus von Getreide und deren Gemenge zur Ganzpflanzennutzung (GPS) hat sich auf ca. 6.000 ha stabilisiert. Die Erträge erreichen im Mittel von 2013–2017 etwa 250 dt/ha. Die Verwertung von GPS erfolgt vorrangig als Gärsubstrat für die Biogasanlage sowie als wirtschaftseigenes Futter mit eher niedrigem Energiegehalt. Dabei hängt der Energiegehalt wesentlich vom Korn-Stroh-Verhältnis ab. Ein günstiger Energiegehalt erfordert eine große Schnitthöhe, welche jedoch den Ertrag erheblich reduziert. Besondere Bedeutung besitzt der GPS-Anbau als Deckfrucht für die Ansaat von mehrjährigem Feldfutter. Sommergerste stellt hierbei die wichtigste Art dar. Geeignet zum Anbau sind alle Getreidearten, wobei die Winterrungen erheblich höhere Erträge liefern.


Publikationen:

Richtwerte für Leistungen und Kosten der Produktion von Wintertriticale-Ganzpflanzensilage (12/2016)

Richtwerte für Leistungen und Kosten der Produktion von Wintergersten-Ganzpflanzensilage (12/2016)

Abschlussbericht Nachhaltige Ganzpflanzen-Getreideproduktion (03/2015)

Entwicklung und Optimierung von standortangepassten Anbausystemen für Energiepflanzen im Fruchtfolgeregime (01/2014)

Energiepflanzen für Biogasanlagen Thüringen (FNR; 06/2012)

Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Erzeugung von Getreideganzpflanzen zur Silierung (GPS), genutzt als Gärsubstrat in Biogasanlagen sowie zur Fütterung (08/2010)

Betriebswirtschaftliche Richtwerte zur Produktion von Ganzpflanzensilage (GPS) aus Sommergerste (10/2004)


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Anbaugebiete für den mehrschnittigen Ackerfutterbau in Thüringen

Anbaugebiete für den mehrschnittigen Ackerfutterbau in Thüringen

 

Anbaugebiet Beschreibung Region
6 - sommertrockene Lagen < 350 m über NN
< 600 mm Jahresniederschlag
> 8,0 °C Jahresdurchschnittstemperatur
Thüringer Becken, Goldene Aue
Ostthüringer Lössgebiet
7 - günstige Übergangslagen 350 - 600 m über NN
600 - 800 mm Jahresniederschlag
6,0 – 8,0 °C Jahresdurchschnittstemperatur
Kyffhäuser, Ostthüringer Schiefergebirge
Buntsandsteinhügelländer, Muschelkalkplatten, Vorderrhön und Grabfeld, Vorgebirgslagen der Mittelgebirge

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Kontakt:

Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum
Referat 31 - Pflanzenbau und Ökologischer Landbau
Zweigstelle Friemar
Siebenweg 2; 99869 Friemar

Tel.: (036258) 557798
E-Mail: dorit.zopf{at}tlllr.thueringen{punkt}de

 

Stand: 28.04.2020

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