Stickstoff und Schwefel

Mineralische Düngung

 

Stickstoff und Schwefel besitzen als essentielle Nährstoffe eine besondere Bedeutung in der Pflanzenernährung einen hohen Stellenwert.

Stickstoff

Entsprechend der derzeit gültigen Düngeverordnung (DüV) vom 26.05.2017 sind alle Landwirtschaftsbetriebe verpflichtet, vor dem Aufbringen wesentlicher Nährstoffmengen (>50 kg N/ha und Jahr) die im Boden verfügbaren Nährstoffmengen und den Nährstoffbedarf der Kultur zu ermitteln. Für die Stickstoffdüngung ist dazu der Nmin-Gehalt des Bodens (außer auf Grünlandflächen, Dauergrünlandflächen und Flächen mit mehrschnittigen Feldfutterbau) jährlich zu festzustellen.

Die Ermittlung des verfügbaren N-Gehaltes im Boden kann durch

  • Probenahme auf repräsentativen Schlägen und Untersuchung in einem zugelassenen Untersuchungslabor (fachlich bessere Variante);
  • Übernahme der Ergebnisse der Untersuchung vergleichbarer Standorte (Richtwerte der TLLLR, "Aktueller Rat" bzw. Nmin-aktuell) oder
  • Anwendung von Berechnungs- und Schätzverfahren, die auf fachspezifischen Erkenntnissen beruhen, erfolgen.

Der Nährstoffbedarf ist für jeden Schlag bzw. jede Bewirtschaftungseinheit (mehrere Schläge mit vergleichbaren Standortverhältnissen, einheitlicher Bewirtschaftung und gleicher Pflanzenart) unter Berücksichtigung zu erwartender Erträge und Qualitäten zu berechnen.
Der Landwirt erhält zusammen mit dem Ergebnis der Laboruntersuchung auf den Nmin-Gehalt in der Regel eine N-Düngungsempfehlung auf der Basis der Düngeverordnung 2017 mittels PC-Programm BESyD. Für Landwirte, die keine eigenen Nmin-Untersuchungen durchführen, besteht die Möglichkeit, die von der TLLLR in jedem Frühjahr nach Bodenarten, Agrargebieten und Fruchtarten differenzierten Richtwerte für Nmin-Gehalte für die N-Düngebedarfsermittlung heranzuziehen. Diese Richtwerte werden aus den Untersuchungsergebnissen von repräsentativen Testflächen abgeleitet und berücksichtigen damit den Einfluss der aktuellen Witterungsbedingungen und des praxisüblichen Düngungsmanagement auf den Gehalt der Böden an verfügbarem Stickstoff.
Der N-Düngebedarf von Wintergetreide kann mittels Pflanzenanalyse, Nitratschelltest oder Chlorophyllmessung präzisiert werden.
Für Stickstoff schreibt die Düngeverordnung eine Nährstoffbilanzierung vor.

„Nmin-Vergleichswerte im Herbst 2018 in Wasserschutzgebieten
Nmin-Vergleichswerte gemäß „ Richtlinie 2002 über den Ausgleich bei erhöhten Anforderungen in Wasser- und Heilquellenschutzgebieten“


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Düngebedarfsermittllung nach Düngeverordnung 2017 BESyD
Düngebedarfsermittllung nach Düngeverordnung 2017 BESyD

Nährstoffbilanzierung nach Düngeverordnung 2007 (gültig bis Düngejahr 2017)
Erstellung Nährstoffvergleich nach Düngeverordnung 2007

Nährstoffbilanzierung nach Düngeverordnung 2017 (gültig ab Düngejahr 2018)
Erstellung Nährstoffvergleich nach Düngeverordnung 2017


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Schwefel

Schwefel muss für stabile Erträge und eine hohe Qualität der Ernteprodukte den Pflanzen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. In der Vergangenheit war die S-Ernährung der Pflanzen insbesondere aufgrund des hohen S-Eintrages zumeist gesichert.
Der S-Eintrag aus der Luft und der mineralischen und organischen Düngung ist seit Jahren insgesamt stark rückläufig. Seit Mitte der 1990er Jahre sind auf Praxisflächen in Thüringen S-Mangelerscheinungen aufgetreten. Die bedarfsgerechte S-Düngung besitzt daher eine große Bedeutung.
Hilfsmittel zum Erkennen eines S-Düngebedarfs stellen die Smin-Bodenuntersuchung sowie die Pflanzenanalyse dar.

Gesetzliche Vorschriften zur Düngung

Chemische Boden- und Düngemitteluntersuchung


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Kontakt:

Dr. Wilfried Zorn - Referent
Ref. 21 - Futtermittel- und Marktüberwachung, Düngung und Bodenschutz
Tel.: +49 361 574041-417
Fax: +49 361 574041-239
wilfried.zorn{at}tlllr.thueringen{punkt}de

Stand: 29.01.2019

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