Düngung

Traktor Düngerstreuer

Die Düngung dient der Ernährung landwirtschaftlicher Kulturpflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen sowie dem Erhalt und der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch Zufuhr von Kalk und organischer Substanz.
Die Nährelemente Stickstoff, Schwefel, Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium werden den Makronährstoffen sowie Bor, Kupfer, Mangan, Molybdän, Zink und Eisen den Mikronährstoffen zugeordnet. Ein Mangel an diesen essenziellen Nährstoffen führt zu wirtschaftlich nachteiligen Ertrags- und Qualitätsminderungen. Eine Überdüngung kann wirtschaftliche Nachteile und Nährstoffverluste in der Umwelt verursachen und ist zu vermeiden.

sommergerste
Schädigung von Sommergerste durch Bodenversauerung

Aufgabe der Pflanzenernährung und Düngung ist das Erkennen eines Düngebedarfs und die bedarfsgerechte, verlustarme Nährstoffzufuhr zum Erreichen des wirtschaftlichen Optimalertrages und der angestrebten Qualität der Ernteprodukte. Grundlage der Düngebedarfsermittlung sind die Untersuchung von Böden und Pflanzen auf den Nährstoffgehalt sowie die Nährstoffbilanzierung.
Der konkrete Düngebedarf ergibt sich aus dem Nährstoffbedarf der Kultur abzüglich der Nährstofflieferung aus dem Boden.

Düngemittel fallen als tierische Ausscheidungen (Gülle, Stallmist), aerob behandelte pflanzliche Bioabfälle (Kompost) oder anaerob vergorene Pflanzen (Gärrest) an und werden dem Boden als Dünger zurückgeführt. Natürlich vorkommende Mineralstoffe wie Kali, Phosphor und Kalk werden nach deren Aufbereitung ebenso in der Landwirtschaft angewendet wie synthetisch hergestellte Düngemittel (Harnstoff). Ergänzt werden organische und mineralische Stoffe durch ein vielfältiges Spektrum an Bodenhilfsstoffen (Gesteinsmehle), Pflanzenhilfsmittel und Kultursubstraten (Blumenerden).


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Informationen zur Novelle des Düngerechts

Allgemeine Hinweise / Übersichten

Wichtige Änderungen der Düngeverordnung - Stoffstrombilanzverordnung - Vortrag, Dr. Zorn

Fachinformation: Wichtige Änderungen der Düngeverordnung im Jahr 2017 - Auszug

Düngeverordnung 2017 - Umsetzung in Thüringen - Vortrag H. Hess

„Neue Düngeverordnung – Informationen zur Cross-Compliance-Relevanz“

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur neuen Düngeverordnung

Fachinformation: Umgang mit stickstoffhaltigen Saatgutbeizen und Mikronährstoffblattdüngern im Herbst

Konsequenzen aus dem Trockenjahr 2018  für die Umsetzung der Düngeverordnung (DüV) und aktuelle Hinweise zum Düngerecht
 


PC Programm BESYD
- Düngebedarfsermittlung und Nährstoffbilanzierung nach DÜV 2017 sowie Erstellung Stoffstrombilanz gemäß Stoffstrombilanzverodnung (StoffBilV 2017)

Kurzinformationen zu BESYD 2019

BESyD  - Hinweise und Download


Düngeedarfsermittlung

Die Berechnung von Düngebedarfsermittlungen nach Düngeverordnung von 2017 kann nach Vorgabe der nach Landesrecht zuständigen Stelle (Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum, TLLLR) neben dem PC-Programm BESYD (Link zu BESYD-Seite) auch handschriftlich erfolgen. Dazu können die folgenden Vorgaben und Formulare verwendet werden:

Vorgaben zur handschriftlichen N- und P-Düngebedarfsermittlung (Stand 21.03.2018)

Formblätter zur handschriftlichen N- und P-Düngebedarfsermittlung (Stand 15.03.2018)

Nmin-Richtwerte (langjährig und aktuell)

Fachinformation: Düngebedarfsermittlung und N-Düngung auf Ackerland im Herbst ab 2018

Fachinformation Präzisierung des P-Düngebedarfs auf Ackerland durch die Bestimmung der P-Freisetzungsrate


Informationen zur Nährstoffbilanzierung nach Düngeverordnung

Die Erstellung des Nährstoffvergleiches nach Düngeverordnung von 2017 kann nach Vorgabe der nach Landesrecht zuständigen Stelle (Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum, TLLLR) neben dem PC-Programm BESYD  auch handschriftlich erfolgen. Dazu können die folgenden Formulare und Beschreibungen genutzt werden:

Beschreibung handschriftlicher Nährstoffvergleich (Formulare, Berechnungshilfe, Richtwerte)

Ausfüllbare Formulare:

Handschriftlicher Nähstoffvergleich Elementwerte

Handschriftlicher Nähstoffvergleich Oxidwerte


Ertragskorrekturen aufgrund von außergewöhnlichen Witterungsbedingungen (höhere Gewalt)

Ausgangsdaten und Berechnungen für Zuschläge für die N- und P-Abfuhr wegen durch Hagelschaden oder Überschwemmung verursachten nicht zu vertretenden Ernteausfällen

Für die extremen Bedingungen des Jahres 2018 können die großen Ertragsausfälle auf Grund von Trockenheit als „höherer Gewalt“ im Nährstoffvergleich berücksichtigt werden. Weitere Informationen sind der folgenden Fachinformation zu entnehmen.

Berücksichtigung von Ernteausfällen durch Trockenheit im Jahr 2018


Informationen zur Stoffstrombilanzverordnung (StoffBilV)

Entsprechend der Stoffstrombilanzverordnung vom 22.12.2017 (StoffBilV) sind von Landwirtschaftsbetrieben Stoffstrombilanzen zu erstellen.

Fachinformationen zur Stoffstrombilanzverordnung

Stoffstrombilanz – Was muss die BGA tun?  (Dr. Wilfried Zorn; 48. Biogas - Fachtagung Thüringen 1 / 2018; 28. Februar 2018; Stadtroda)

Die Erstellung einer Stoffstrombilanz kann mit dem PC-Programm BESYD  erfolgen.

Weitere Informationen dazu werden demnächst hier veröffentlicht.


Aufgaben des TLLLR zur Umsetzung des Düngerechts

Achtung - überwiegend alter Informationsstand nach Düngeverordnung 2007 - Achtung!!

Umsetzung der Düngeverordnung gemäß der Thüringer Verordnung über die Zuständigkeiten auf dem Gebiet der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft:

  • Richtwerte für die Düngebedarfsermittlung und Düngung (Feldversuche)
  • Bewertung der Nährstoffversorgung Thüringer Böden
  • Kontrolle der Einhaltung der  Düngeverordnung
  • Umsetzung der Verbringensverordnung für Wirtschaftsdünger
  • Durchführung der Düngemittelverkehrskontrolle
  • Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten

Gesetzliche Vorschriften für die Düngung sind:

Folgende angrenzende Rechtsbereiche nehmen Bezug zur Düngung:

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Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften in Thüringen

Die Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphor nach Düngeverordnung 2017 erfolgt u. a. mittels PC-Programm BESyD.

Nährstoffvergleich nach § 5 Düngeverordnung 2007 und Humusbilanzierung

Die Nährstoffbilanzierung für Stickstoff und Phosphor nach Düngeverordnung 2017 erfolgt u. a. mittels PC-Programm BESyD.

 


Hinweise zur Probenahme von Böden und Pflanzen: Probenahme


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Begriffsbestimmungen für Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Pflanzenhilfsmittel und Kultursubstrate nach Düngegesetz (DüG)

Düngemittel: Stoffe, die dazu bestimmt sind, den Nutzpflanzen Nährstoffe zuzuführen, um deren Wachstum zu fördern, den Ertrag zu erhöhen oder die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten bzw. zu verbessern. Wirtschaftsdünger sind ebenfalls Düngemittel. Diese fallen als tierische Ausscheidungen (Festmist, Gülle, Jauche) oder im Rahmen der pflanzlichen Erzeugung in der Landwirtschaft an. Die Einstufung als Wirtschaftsdünger bleibt auch als Mischungen tierischer und pflanzlicher Stoffe sowie nach deren aerober oder anaerober Behandlung erhalten.

Bodenhilfsstoffe: Stoffe ohne wesentlichen Nährstoffgehalt sowie Mikroorganismen, die dazu bestimmt sind, die biologischen, chemischen oder physikalischen Eigenschaften des Bodens zu beeinflussen, um die Wachstumsbedingungen für Nutzpflanzen zu verbessern oder die symbiotische Bindung von Stickstoff zu fördern.

Pflanzenhilfsmittel: Stoffe ohne wesentlichen Nährstoffgehalt, die dazu bestimmt sind, auf Pflanzen biologisch oder chemisch einzuwirken, um einen pflanzenbaulichen, produktionstechnischen oder anwendungstechnischen Nutzen zu erzielen, soweit sie nicht Pflanzenstärkungsmittel im Sinne des § 2 Nr. 10 des Pflanzenschutzgesetzes sind.

Kultursubstrate: Stoffe, die dazu bestimmt sind, Nutzpflanzen als Wurzelraum zu dienen und die dazu in Böden eingebracht, auf Böden aufgebracht oder in bodenunabhängigen Anwendungen (Steinwolle) genutzt werden.

In Veröffentlichungen und Merkblättern werden Regeln und Richtwerte für die Düngung nach guter fachlicher Praxis zum Download zur Verfügung gestellt:


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Veranstaltungen (Einladungen und Tagungsprogramm) finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Es findet jährlich im November die Düngungs- und Pflanzenschutztagung in Pfiffelbach statt. In der TLLLR-Schriftenreihe werden die Tagungsbände (z. T. kostenpflichtig) herausgegeben:
  Düngung- und Pflanzenschutztagung

Im Mai wird der Feldtag Pflanzenschutz und Düngung mit Technikpräsentation im jährlichen Wechsel in Dornburg (ungerade Jahre) und Friemar (gerade Jahre) durchgeführt.
  Feldtag Pflanzenschutz und Düngung

  Feldtage/ Landessortenversuche

 An wechselnden Orten findet im Herbst   das Ackerbauforum statt.


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Bei Fragen zum Einsatz von Düngemitteln, Düngeverordnung und Verbringensverordnung für Wirtschaftsdünger wenden Sie sich an:

Dr. Wilfried Zorn - Referent
Ref. 21 - Futtermittel- und Marktüberwachung, Düngung und Bodenschutz
Tel.:  +49 361 574041-417
Fax: +49 361 574041-239
Mail: wilfried.zorn{at}tlllr.thueringen{punkt}de

Hubert Heß
Ref. 21 - Futtermittel- und Marktüberwachung, Düngung und Bodenschutz
Tel.:  +49 361 574041-312
Fax: +49 361 574041-239
Mail: hubert.hess{at}tlllr.thueringen{punkt}de

Eric Ullmann
Ref. 21 - Futtermittel- und Marktüberwachung, Düngung und Bodenschutz
Tel.:  +49 361 574041-141
Fax: +49 361 574041-239
Mail: eric.ullmann{at}tlllr.thueringen{punkt}de

[Stand: 28.01.2019]

 

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