Strukturdaten Gartenbau

Thüringenkarte mit Bildern aus den gartenbaulichen Fachbereichen

Um den Anbau und die Struktur der gartenbaulichen Sparten darzustellen, werden z.T. eigene Erhebungen aber auch die Ergebnisse des Thüringer Landesamtes für Statistik genutzt.

Übersicht zu Strukturen im Thüringer Gartenbau:

Thüringer Gartenbau in Zahlen    Übersicht, Stand August 2018

Gartenbau in Thüringen               Präsentation zum Gartenbau in Thüringen 2016

Ansprechpartnerin:

Claudia Kuhaupt
Tel.: 0361-57 41 57 764  E-Mail:  claudia.kuhaupt{at}tlllr.thueringen{punkt}de

Detailliertere Informationen zu den einzelnen Sparten des Gartenbaus und des Weinbaus können Sie hier abrufen:

Obstbau, Gemüsebau, Zierpflanzenbau, Baumschulen, Ökologischer Gartenbau, Weinbau


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Obstbau

Obstarrangement aus Beerenfrüchten

Die Marktobstproduktion in Thüringen erfolgt hauptsächlich in den traditionellen Anbaugebieten der Fahnersche Höhe, der nördlichen Randlagen des Thüringer Beckens in Kindelbrück und Mönchpfiffel sowie im Altenburger Land. Die Anbaufläche beträgt ca. 2.100 ha. Zu beobachten ist eine Konzentration auf die Hauptanbaukulturen Apfel und Süßkirsche, die mit einer rückläufigen Tendenz der Gesamtanbaufläche verbunden ist.

Obstbau in Thueringen

Baumobstflächen in Thüringen

Anzahl der Bäume, Anbauflächen und Ernteerträge im Marktobstbau

Anbaufächen und Ernterträge von Erdbeeren auf dem Freiland

Hier können Sie die „Ernte- und Betriebsberichterstattung im Marktobstanbau in Thüringen“ herunterladen.

Ernte- und Betriebsberichterstattung im Marktobstanbau in Thüringen

 


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Gemüsebau

Gemüsefeld bestellt mit Kohl

In Thüringen wird auf einer Fläche von ca. 900 ha Gemüse angebaut. Im Verlauf der vergangenen Jahre ist eine rückläufige Tendenz der Gesamtanbaufläche im Freiland zu verzeichnen. Dominierend und stabil ist der Anbau von Spargel. Weitere wichtige Kulturen sind verschiedene Kohlarten, Zwiebeln und Einlegegurken. Hauptanbaugebiete befinden sich im Thüringer Becken im Raum Erfurt, Herbsleben und Kutzleben. Der Anbau in den Gebieten Mühlhausen und Großengottern erfolgt vorrangig für die Verarbeitung.

Gewächshausgemüse wird auf einer Fläche von ca. 40 ha produziert. Vorrangig werden Tomaten, Paprika und Gurken angebaut. Flächenmäßig bedeutende Gewächshausanlagen stehen in Alperstedt, Laasdorf und Schkölen.

Anbauflächen, Erträge und Erntemengen von Gemüsearten auf dem Freiland

Hier können Sie Fakten zu „Anbau und Ernte von Gemüse und Erdbeeren in Thüringen" herunterladen. 

Anbau und Ernte von Gemüse und Erdbeeren in Thüringen

Anbauflächen, Erträge und Erntemengen von Gemüsearten unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschl. Gewächshäuser


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Zierpflanzenbau

Zierpflanzenausstellung in einem Gewächshaus einer Gärtnerei

In Thüringen ist der Zierpflanzenanbau sehr klein strukturiert. Es gibt nur wenige größere Betriebe, die meisten der rund 70 Betrieben bewirtschaften weniger als 2.000 m². Insgesamt werden auf ca. 170 ha Fläche vorwiegend unter Glas und Folie Zierpflanzen angebaut.

Die wichtigste Produktgruppe im Thüringer Zierpflanzenbau sind Beet- und Balkonpflanzen, daneben hat traditionell die Vermehrung von Saatgut in Thüringen Bedeutung.

Topfpflanzen werden in Thüringen nur in geringen Stückzahlen und Schnittblumen nur für den eigenen floristischen Bedarf produziert.

Die Erhebung von Strukturdaten erfolgt im vierjährigen Turnus durch das Thüringer Landesamt für Statistik.

Hier können Sie Fakten zum „Anbau von Zierpflanzen in Thüringen“ herunterladen.

Anbau von Zierpflanzen in Thüringen


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Baumschulen

Blick in ein Gewächshaus einer Baumschule

Die Baumschulproduktion umfasst ca. 160 ha in rund 30 Betrieben. Den größten Anteil haben daran die Ziergehölze mit über 30 %.

Die Erhebung von Strukturdaten erfolgt im vierjährigen Turnus durch das Thüringer Landesamt für Statistik.

Hier können Sie Fakten zu „Baumschulen und Baumschulflächen in Thüringen“ herunterladen.

Baumschulen und Baumschulflächen in Thüringen


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Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen

Kamillenernte auf dem Feld mit Mähdrescher

Der Anbau von Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen hat im Freistaat Thüringen eine lange Tradition und nimmt im bundesweiten Vergleich eine Spitzenstellung ein. Etwa 1.200 ha (das entspricht 18%) der deutschen Anbaufläche befinden sich in Thüringen. Anbauschwerpunkte liegen in der Orlasenke, dem Altenburger Land und dem Thüringer Becken. Der größte Flächenanteil wird von wenigen hochspezialisierten Betrieben bewirtschaftet.

Schwerpunkt der Produktion sind Kräuter für die Teeherstellung und die Pharmaindustrie. Hauptkultur ist Kamille mit einem Flächenanteil von ca. 70 %, gefolgt von Pfefferminze mit ca. 15 %. Daneben werden Johanniskraut, Melisse, Fenchel, Baldrian, Salbei, Spitzwegerich, Pharmaweide, Weißdorn und weitere Arten angebaut.


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Ökologischer Gartenbau

Blick auf ein ökologisch bewirtschaftetes Feld, im Vordergrund steht wilde Kamille

Die gartenbaulich genutzten ökologischen Anbauflächen betragen ca. 400 ha. Gemessen an den in Thüringen insgesamt gartenbaulich genutzten Anbauflächen (incl. Obst, Wein und Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen) hat der ökologische Anbau einen Anteil von ca. 9%. Dominierend ist der hierbei der Obstbau.  

Von der obstbaulichen Gesamtfläche entfallen etwa 20% auf Strauchbeerenobst, das im Vertragsanbau für die Verarbeitungsindustrie angebaut wird. Die Angebotspalette im Gemüseanbau ist breit gefächert und dient vorwiegend dem eigenen Direktabsatz der Betriebe, dem Naturkosthandel und kleineren Händlern und Absatzsystemen (z.B. Biokiste). Eine besondere Bedeutung hat traditionell der Heil-, Duft- und Gewürzpflanzenanbau (HDG) und die Vermehrung von Saatgut.


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Weinbau

Weinrebe am Stock

Der Weinbau hat in Thüringen eine über tausendjährige Tradition. Bereits vor 800 Jahren wurde in der Region Bad Sulza Weinbau betrieben. Im Mittelalter wurde im mitteldeutschen Raum auf 10.000 ha Wein, insbesondere in Klöstern zur Herstellung von Messwein angebaut.

Heute werden in Thüringen auf ca. 120 ha Weinreben kultiviert. Die Thüringer Flächen gehören zum Anbaugebiet Saale-Unstrut. Sie konzentrieren sich in den Regionen Bad Sulza, Kaatschen, Camburg, Jena und Weimar.

Insgesamt dominiert der Anbau von Weißwein (rund 70 %), insbesondere Ruländer, Müller-Thurgau, Weißer Burgunder, Weißer Riesling, Sauvignon blanc, Auxerrois, Kerner und Weißer Gutedel. Bei den Rotweinsorten spielt mit ca. 6 % Regent die größte Rolle. Darüber hinaus haben Spätburgunder, Blauer Zweigelt, Dornfelder, Frühburgunder, Cabernet Dorsa und Acolon Bedeutung.

Über 90% der Rebflächen werden im Direktzug bewirtschaftet, da sie < 30% Hangneigung aufweisen und mit großen Maschinen befahren werden können. Die übrigen Flächen befinden sich in Steil- und Terrassenlagen und können nur von Hand bearbeitet werden.

 

Weitere Informationen u.a. zu zugelassenen Keltertraubensorten, Rebrechten und Hobbyweinbau finden Sie hier:

Weinbau


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