Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Klinikum der FSU Jena - Neubau eines zentralen Forschungsgebäudes (Theoretikum)

Theoretikum
Blick vom Leutragraben

Bauwerksart: Institutsgebäude
Hauptnutzfläche: 1.327 m²
Zuständiges Bauamt: Staatsbauamt Gera
Gesamtbaukosten: 8,95 Mio. EUR

Architekt: Gerber Architekten, Dortmund

Baubeschreibung

1996 wurde entschieden, die bisher unzureichend untergebrachten Institute für Anatomie, Humangenetik und Anthropologie in einen Neubau in direkter Nachbarschaft zum bauhistorisch bedeutsamen Quartier „collegium jenense“ unterzubringen.
Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro Gerber Architekten aus Dortmund ging als Preisträger aus einem europaweit ausgeschriebenen Verhandlungsverfahren mit Stehgreif-Entwurfswettbewerb hervor.
Es entstand ein dreigeschossiger, u-förmiger Gebäudekomplex mit einer klaren Gliederung; zwei Labor- und ein Büroflügel sind um die zentrale Eingangshalle und den begrünten Innenhof gruppiert. Die Formensprache des schlichten Kubus mit Fensterbändern folgt den Gestaltungsprinzipien der klassischen Moderne, die im Jena der 20er Jahre einige berühmte Beispiele hinterlassen hat. Das Gebäude bindet unmittelbar an die bestehenden denkmalgeschützten Institutsbauten an und schließt das historische Ensemble nach Westen hin ab. Verglasungen zur Straße und zum Innenhof hin erlauben Ein-, Aus-, aber auch Durchblicke. Das Alte tritt nicht hinter dem Neuen zurück, sondern wird in das Gebäudekonzept des Neubaus einbezogen und erlebbar gemacht. Somit entsteht eine Situation, die in hohem Maße Identität stiftet, ein Ort mit besonderen Aufenthaltsqualitäten, ein Ort der Kommunikation, des Austauschens, der Besinnung und Kontemplation: Alles unverzichtbar für die wissenschaftliche Arbeit.
In dem Neubau des zentralen Forschungsgebäudes wurden Laborflächen ohne eine feste Zuordnung an bestimmte Fachdisziplinen geschaffen, die Zuordnung erfolgt in Abhängigkeit des aktuellen Bedarfs (Forschungsaufträge). Die geforderten Stellplätze sind wegen der beengten Innenstadtlage in einer Tiefgarage mit Doppelparksystem untergebracht.
Historie des Ortes: Das „collegium jenense“ ist das älteste Bauen-semble der Universität und wurde von 1286 bis Mitte des 14. Jahrhunderts als Dominikanerkloster errichtet. Nach Auflösung des Konvents im Jahre 1525 wurde das Kloster 1548 Sitz der von Kurfürst Johann Friedrich I. gegründeten Hohen Schule. Zehn Jahre später wurde hier die Universität feierlich eröffnet. Danach wurde das Kloster für die Universitätsnutzung umgebaut. Auf dem rechteckigen collegium jenense befanden sich die Kollegienkirche, die Theologische, Juristische, Philosophische und Medizinische Fakultät, die Bibliothek, ein Karzer, die Senatsstube, Studierstuben, Wohnungen, Mensa und ein Medizinergarten. Dieses räumliche Konzept bestimmte im Wesentlichen das Universitätsgelände bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, als 1861 das neue Universitätshauptgebäude am Fürstengraben sowie die Bibliothek am Bibliotheksplatz eingeweiht wurden. Seitdem wird das Gelände nur noch für medizinische Institute genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das collegium jenense stark zerstört. In den 50er Jahren entstanden neue Institutsbauten mit teilweiser Einbeziehung des Bestandes.

Zeitablauf

02/1996 Bedarfsanforderungen genehmigt
04/1999 Haushaltsunterlage-Bau genehmigt
10/2000 – 07/2003 Bauausführung

TMBV, September 2005

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