Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Behördenzentrum Erfurt

Beh Rdenzentrum3 Ludwig Erhard Ring
Blick von der Häßlerstraße

Bauwerksart: Rechenzentrum, Kantine

Hauptnutzfläche: 4.771 m2

Zuständiges Bauamt: Staatsbauamt Erfurt

Gesamtbaukosten: 23 Mio. EUR

Architekt: Braun § Voigt, Frankfurt/a.M.


Baubeschreibung


Als Standort des erforderlichen Neubaus für das 1999 gegründete Zentrum für Informationsverarbeitung der Landesverwaltung (ZIV) wählte das Thüringer Finanzministerium die Liegenschaft Ludwig-Erhard-Ring aus – ein ehemaliges Kasernenareal aus den 30er Jahren, in dessen sanierten Gebäuden die Oberfinanzdirektion Erfurt und das Finanzministerium untergebracht sind. Im Zusammenhang mit der Erweiterung dieses Behördenzentrums wurden die Errichtung einer Kantine und die städtebauliche Entwicklung des ca. 9 ha großen Areals für eventuelle künftige Bebauungen festgelegt. Grundlage für die weitere Realisierungsplanung war der erste Preisträgerentwurf des 1998/1999 durchgeführten EWR-weiten Architektenwettbewerbs. Die Baumaßnahme wurde entsprechend der Verfahrensweise nach dem Thüringer Modell im Rahmen der alternativen Finanzierung durchgeführt.
Bei der Gesamtkonzeption wurden die zwei Hauptcharakteristika des bestehenden Zentrums im ehemaligen Kasernenareal aufgenommen, weiter entwickelt und dabei die raumbildende lineare zweizeilige Struktur nach Norden weitergeführt sowie zwei räumlich gleichwertige Erschließungsachsen ausgebildet. Das ZIV bildet die erste Fortsetzung der bestehenden Gebäudezeile. Es schließt im nördlichen Teil des Geländes an das Gebäude der Oberfinanzdirektion an und bildet den vorläufigen Abschluss der Liegenschaft zur Blankenhainer Straße hin. Es besteht aus einem dreigeschossigen unterkellerten Gebäuderiegel des Bürotraktes und dem eingeschossigen Flachbau des Produktionsgebäudes mit Druckcenter, Inspektion, Papierlager und Anlieferung. Verbunden sind die zwei Baukörper durch ein als Gebäudefuge konzipiertes Bauteil. Durch Gebäudeeinschnitte und ein Atrium wird die Raumaufteilung aufgelockert.

Die Kantine liegt zentral nach Süden orientiert als räumlicher Abschluss des als Rasenfläche ausgebildeten ehemaligen Exerzierplatzes. Gestalterisch ist der eingeschossige, unterkellerte Baukörper in den nach Süden und Norden geöffneten Gastraumbereich und den als Kubus ausgebildeten Küchentrakt gegliedert. Die Kantine besteht aus dem Speisesaal, einem Mehrzweckraum und der Küche, die für eine Kapazität von rund 350 Essensteilnehmer ausgestattet ist. Im Untergeschoss befinden sich die Fernwärmeübergabestation und die zentrale Leitstelle, Umkleideräume für die Mitarbeiter der Kantine sowie Besuchertoiletten.
Im Zusammenhang mit der Gestaltung der Außenanlagen wurde die Straßenführung teilweise geändert; die äußere Erschließung erfolgt über die westliche Erschließungsachse im Norden von der Rudolstädter Straße und im Süden über die neue Anbindung an die Häßlerstraße. Es entstanden 168 neue Parkplätze und dazu 60 provisorische Stellplätze. Die Gesamtfläche wurde mit Bäumen, Buchsbaumhecken sowie Rasen- und Wiesenflächen gestaltet.
Auf Grund der für ein Behördenzentrum beispielhaften Lösung wurde dieses Projekt im Rahmen des Thüringer Staatspreises für Architektur und Städtebau 2004 mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Zeitablauf

10/1988 Bedarfsanforderungen genehmigt
10/1998 – 07/1999 Architektenwettbewerb
05/2000 – 10/2000 Haushaltsunterlage-Bau
01/2002 – 10/2003 Bauausführung

TMBV, August 2005

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