Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Neubau Autobahnmeisterei Zella-Mehlis

Autob. 410px.jpg
Blick von Süden

Bauwerksart: Verwaltungs- und Lagergebäude
Hauptnutzfläche: 1.911 m²
Zuständiges Bauamt: Staatsbauamt Erfurt,
Nebenstelle Suhl
Gesamtbaukosten: 5,50 Mio. EUR

Architekt:
Architekturbüro Kessler & Partner GbR, Suhl


Baubeschreibung

Im Zusammenhang mit dem Neubau der Bundesautobahn A 71 - Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 16 - war der Neubau einer kompletten Autobahnmeisterei mit Tunnelleitfunktion erforderlich geworden. Der Standort im Außenbereich Zella-Mehlis Nord an der Autobahnauffahrt Oberhof wurde daher im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens auf einem mit Tunnelausbruchmaterial aufgebauten Plateau unmittelbar an der Auffahrt festgelegt. Auf einer Höhe von rund 590 m über NN gelegen, befindet sich das rund 2,4 ha große Gelände in unmittelbarer Nähe zu dem Hochwaldtunnel sowie dem Rennsteigtunnel.
Die Autobahnmeisterei ist als Hofanlage errichtet worden und ermöglicht hierdurch optimale Funktionsabläufe. Als Dominante ist im nördlichen Bereich neben der Zufahrt und mit Überblick auf den Verkehrshof das Betriebsgebäude angeordnet. Am westlichen und südlichen Rand sind die Hallen für große und kleine Kraftfahrzeuge sowie die Streugutlagerhalle situiert und die Lagerboxen befinden sich im südlichen Randbereich. Begrünte Zonen in der Mitte des Betriebshofes, in der eine 30.000 Liter-Dieseltankstelle errichtet wurde, schaffen einen gewissen Ausgleich für den funktionell bedingten hohen Versiegelungsgrad der Anlage. Durch Untergliederung des Neubauvolumens in die einzelnen Funktionseinheiten, die Ausbildung der Dächer als flach geneigte Satteldach- und Pultdachkonstruktionen und die angenehme, differenzierte Farbigkeit der Fassaden- und Konstruktionselemente ist eine kleingliedrige Gestaltung und die harmonische Einbettung des Komplexes in die Landschaft erzielt worden.
Das zweigeschossige Betriebsgebäude wird im Obergeschoss von der Verwaltung genutzt, die Räume für die Betriebszentrale und des Au-ßenpersonalbereichs mit Sanitäreinrichtungen sind im Erdgeschoss angeordnet und die technischen Anschlussbereiche befinden sich in der Teilunterkellerung. Durch die höhenmäßig gegeneinander versetzten, mit Trapezblech gedeckten Dachflächen, und das auf farbigen Beton-rundstützen gelagerte auskragende Obergeschoss des hofseitigen Teils ist das Gebäude gestalterisch in drei Zonen gegliedert, die zudem mit verschiedenformatigen und –farbigen Faserzementplatten bekleidet sind. Die Kfz-Hallen wurden in Fertigteilkonstruktion aus Holzleimbin-dern, die die Trapezblechdächer tragen, und farbig hervorgehobenen Betonstützen ausgeführt. Aluminium-Sektionaltore, Fensterbänder aus Stahl und großformatige, farbige Faserzementplatten wurden als Fassadenelemente eingesetzt. Wegen ihrer spezifischen Funktion als Salzlager wurde die Streugutlagerhalle in Holzkonstruktion errichtet und das Dach mit gewellten Faserzementplatten gedeckt. Die Außenwandbekleidung ist wiederum mit farbigen Faserzementplatten ausgeführt.
Die Grünflächen sind mit Rasen und Bäumen gestaltet und die Verkehrsflächen mit wieder verwendeten Kleinpflaster aus Granit hergestellt. Das Betriebsgelände ist umlaufend mit einer Einfriedung abgeschlossen, die aus einem Stabgitterzaun mit Schiebetor der Zufahrt besteht.

Zeitablauf

06/1998 Bedarfsanforderungen genehmigt
03/1998 Haushaltsunterlage-Bau genehmigt
02/2001 - 11/2003 Bauausführung

TMBV, August 2005

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