Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Amtsgericht Sonneberg

Amtsgericht Sonneberg
Ersatzneubau - Blick vom Marktplatz

Bauwerksart: Gerichtsgebäude

Hauptnutzfläche: 1023 m2

Zuständiges Bauamt: Staatsbauamt Erfurt, Nebenstelle Suhl

Gesamtbaukosten: 4,28 Mio. EUR

Architekt: pbr Planungsbüro Rohling AG, Jena


Baubeschreibung

Nach Abschluss der Sanierung des historischen Neorenaissancebaus (das so genannte Haus 1) am Marktplatz Sonnebergs Mitte der 90er Jahre bestand für das Amtsgericht noch erheblicher Raumbedarf zur zentralen Unterbringung an diesen Standort. Das aus dem 17. Jahrhundert stammende auf der landeseigenen Liegenschaft Marktstraße angrenzende Haus 2 war auf Grund des gegebenen und kaum variablen Grundrisszuschnittes und vor allem wegen seiner schweren Bauschäden den Anforderungen an ein modernes Gerichtsgebäude nicht mehr gewachsen. Gestützt auf fundierte Untersuchungen und Einschätzungen wurde der Abbruch genehmigt und als Ersatz an gleicher Stelle ein Neubau geplant.Mit dem Ende 2000 bis Anfang 2003 realisierten viergeschossigen Ersatzneubau ist die Konturierung des Vorgängerhauses aufgenommen und Ebenbürdigkeit mit den historischen Bauten im unmittelbaren städtebaulichen Kontext hergestellt worden. In der Materialwahl der Fassade stellt der mit Klinkern verkleidete Neubau einen engen gestalterischen Bezug zu der mit Ornamenten verzierten Ziegelfassade des Neorenaissancebaus her, hat aber durch seine Proportionen und zeitgemäße Gestaltung eine eigenständige Identität. Die markseitige Fassade des Verbindungsbauteils ist zurückversetzt und als transparente, leichte Metall-Glas-Fassade ausgebildet, um eine deutliche optische Fuge zwischen Altbau und Neubau zu erreichen und den öffentlichen Zugang mithin auch in der Fernsicht eindeutig zu gestalten.Die Räumlichkeiten bzw. Funktionsbereiche sind in Bezug auf die Geschossigkeit gemäß der jeweiligen Bedeutung für die Öffentlichkeit angeordnet. Im Erdgeschoss befinden sich die Wachtmeisterei und die Zahlstelle sowie das Grundbucharchiv mit seinem Bezug zu dem Grundbuchamt im Altbau. Das erste Obergeschoss birgt den Sitzungssaal und zugehörige Funktionen. Familien-/Vormundschafts- und Nachlassabteilung sind im zweiten und die Zivilabteilung im dritten Obergeschoss angesiedelt. Die vertikale Erschließung erfolgt über den zentral gelegenen Verbindungsbau.

Zeitablauf

07/1996 Bedarfsanforderungen genehmigt
06/2000 Haushaltsunterlage-Bau genehmigt
11/2000 - 01/2003 Bauausführung

TMBV, August 2005

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