Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Amtsgericht Pößneck

Amtsgericht P _neck 04
Blick von der Bahnhofstraße

Bauwerksart: Gerichtsgebäude

Hauptnutzfläche: 940m2

Zuständiges Bauamt: Staatsbauamt Gera

Gesamtbaukosten: 2,70 Mio. EUR

Architekt: Junk & Reich, Weimar


Baubeschreibung

Nach Abschluss umfangreicher Umbau- und Sanierungsarbeiten an dem historischen Gerichtsgebäude im Zentrum Pößnecks konnte dem Amtsgericht Pößneck Mitte 2003 ein Gebäude übergeben werden, das den funktionellen Anforderungen und den Ansprüchen und Wünschen nach einer bürgeroffenen und serviceorientierten Justizeinrichtung entspricht. In den Jahren 1879/1880 als Gerichtsgebäude errichtet und 1904 um den als Stadtgefängnis ergänzten Seitenflügel hinterließen verschiedene Nutzungen seit der Zeit nach 1945 bei dem Haus in der Bahnhofstraße einen Zustand, der neben erhöhtem Sanierungsbedarf der Bausubstanz (Decken, Fußböden, Wandbekleidungen, Türen, Fenster und Dach) und desolater haustechnischer Anlagen von provisorischen Um- und Anbauten geprägt war. Die ursprünglichen Innenraumqualitäten des dreigeschossigen winkelförmigen Gebäudes ließen sich nur noch erahnen und die Erschließung der einzelnen Räume war völlig unübersichtlich. Eine komplette Neuplanung des Innenraumkonzeptes mit erheblichen Eingriffen in die Gebäudestruktur war daher erforderlich, um den Nutzungsanforderungen des Ende 1992 in die Bahnhofstraße umgezogenen Gerichtes gerecht zu werden: Durch den Einbau eines Atriumkerns mit seitlich verglasten Dachaufsatz, verbunden mit einem neuen barrierefreien Hauptzugang, wurde es möglich, über einen zentralen Glasaufzug alle Gebäudeteile in den unterschiedlichen Anbindehöhen barrierefrei zu erschließen. Klar getrennte Funktionsbereiche – Archive im Kellergeschoss, Grundbuchamt im Erdgeschoss, Gerichtssäle im ersten Obergeschoss sowie Büros und Sozialräume im Dachgeschoss – prägen die neue Gebäudestruktur. Das Haupttreppenhaus blieb als Raum erhalten und im Seitenflügel wurde ein zusätzliches Treppenhaus als zweiter Rettungsweg eingeordnet. Prägende Ausbaumaterialien sind Holzfurniere in Kirschbaum, blaugraue Linoleumböden, Werksteinbeläge in Fruchtschiefer, Stahl- und Aluminiumelemente bzw. satinierte Glasflächen für Geländer und Oberlichter. Im Gegensatz dazu stehen die glatt geputzten Wandflächen in getöntem Weiß. Sämtliche haustechnische Installationen und technischen Anlagen wurden komplett erneuert und für die Archive und Verhandlungssäle eine raumlufttechnische Anlage installiert. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege erfolgte die originalgetreue Wiederherstellung der Außenhaut nach historischem Vorbild. Die Umgestaltung des Vorplatzes erfolgte mit der Zielsetzung, den besucher- und serviceorientierten Grundcharakter noch zu verstärken. Mit der Wahl der Materialien, einer zeitlosen soliden Verarbeitung und Detailausbildung ist dem würdevollen Charakter des Gebäudes Rechnung getragen worden.

Zeitablauf

1995 Bedarfsanforderungen genehmigt
07/2000 Haushaltsunterlage-Bau genehmigt
02/2002 - 06/2003 Bauausführung

TMBV, August 2005

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