Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Amtsgericht Arnstadt

Blick von der Längwitzer Straße
Blick von der Längwitzer Straße


Bauwerksart:
Gerichtsgebäude

Hauptnutzfläche:
1.599 m2

Zuständiges Bauamt:
Staatsbauamt Erfurt, Nebenstelle Suhl

Gesamtbaukosten:
2,74 Mio.EUR

Architekt:
Nitschke + Dorath, Weimar

 

Baubeschreibung

Sitz des Amtsgerichtes Arnstadt ist seit Januar 2003 die rund 1.480 m² große innerstädtische Landesliegenschaft in der Längwitzer Straße 14. Das 1929 als Finanzamt und Zollamt errichtete winkelförmige Gebäude wurde von 1953 bis zum Beginn der Sanierungsmaßnahmen im Sommer 2001 als Teil des Arnstädter Krankenhauses genutzt. Voraussetzungen für die Umnutzung zum Gerichtsgebäude waren umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, die nach Freizug im Sommer 2001 bis Ende 2002 durchgeführt wurden.Das architektonische Konzept für den Umbau baut auf der grundsätzlichen Struktur des dreigeschossigen Massivbaus auf. Da es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt - im Februar 2001, also noch während der Planungsphase, wurde es als Einzeldenkmal ausgewiesen – war eine behutsame Umgestaltung notwendig. Resultierend aus den heutigen Anforderungen an öffentliche Gebäude wurde ein neues Treppenhaus eingeordnet, das sich nahe den drei Gerichtssälen befindet. Der große Gerichtssaal wurde im zweiten Obergeschoss errichtet, um durch die Erweiterung des Raumes in das Dachgeschoss hinein das für die Nutzung erforderliche Luftvolumen zu gewährleisten, wodurch gleichzeitig eine repräsentative Kubatur geschaffen wurde. Bei dem Innenausbau orientiert sich das architektonische Konzept an der Gestaltung aus der Entstehungszeit, ohne historisierend zu wirken. Dabei erfolgte eine Beschränkung auf wenige Materialien und Farben. Die Materialien sind jeweils auf die konkrete Nutzung abgestimmt: Teppichboden in den weniger frequentierten Bereichen, Linoleum als robuster Belag in den Räumen mit Öffentlichkeitsverkehr sowie in den Fluren und Parkett in den repräsentativen Gerichtssälen. In dem repräsentativen Foyer wurde wieder Solnhofer Kalksteinbelag verlegt und die historische Wandverkleidung aus schwarzem Marmor und Muschelkalk ergänzt. Die haustechnischen Installationen und Anlagen mussten entsprechend den heutigen funktionellen und technischen Anforderungen komplett erneuert werden. Neben der Sanierung der Fassade, bei der die Außenwände neu verputzt, die Fenster erneuert und die Natursteingewände ausgebessert wurden, erfolgte der Rückbau der Ausbaukonstruktionen im Dachgeschoss sowie die Neueindeckung der Dachflächen. Mit der Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes des Hauses und der kompletten Neugestaltung der Außenanlagen wurde auch ein wesentlicher Beitrag zur Aufwertung des Statquartiers geleistet.

Zeitablauf
12/1999 Bedarfsanforderungen genehmigt
02/2001 Haushaltsunterlage-Bau genehmigt
08/2001 - 12/2002 Bauausführung

TMBV, August 2005

 

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