Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Amtsgericht Altenburg

Amtsgericht Altenburg – Umbau/Sanierung und Ersatzneubauten Blick von der Burgstraße
Amtsgericht Altenburg – Umbau/Sanierung und Ersatzneubauten
Blick von der Burgstraße

Bauwerksart:
Gerichtsgebäude

Hauptnutzfläche:
2.110 m²

Zuständiges Bauamt:
Staatsbauamt Gera

Gesamtbaukosten:
5,80 Mio. EUR

Architekt:
Kappler Architekten, Gera

 

Baubeschreibung

Für alle Beteiligten stellte das Herrichten des stadtgeschichtlich und kunsthistorisch bedeutsamen Gebäudeensembles im innerstädtischen Quartier Altenburgs für die Nutzung des Amtsgerichtes eine besonders komplexe Aufgabenstellung dar. Von der Blockbebauung Burgstraße, Amtsgasse und Wallstraße – Dienstsitz des Amtsgerichtes seit 1994 - nutzt das Amtsgericht heute drei einzelne Häuser, die von einem gemeinsamen Innenhof erschlossen sind. Nach Durchführung einzelner Teilsanierungsmaßnahmen wurden im Zeitraum von 1998 bis 2003 die komplexen Umbau-, Sanierungs- und Ersatzneubaumaßnahmen in zwei weiteren Bauabschnitten durchgeführt.Die Sanierung des 1725 - 1728 im Stil des sächsischen Barock als Amts- und Landschaftshaus errichteten dreigeschossigen Hauptgebäudes erfolgte entsprechend den Vorgaben der denkmalpflegerischen Zielsetzungen. Diese erforderte den größten Aufwand, weil die historische Substanz zu restaurieren, Einbauten und Umbauten rückzubauen und neue Elemente einzugliedern waren, um die funktionellen Anforderungen entsprechend dem heutigen Stand der Technik zu gewährleisten. Darüber hinaus war der barrierefreie Zugang zu den einzelnen Etagen zu schaffen. Dabei wurde im Innenhofbereich ein in Stahl-Glaskonstruktion ausgebildeter Anbau ergänzt, über dessen Aufzug die barrierefreie Erschließung des Hauptgebäudes erfolgt. Auf Grund des Raumbedarfes erfolgte der Ausbau des Dachraumes im westlichen Gebäudeteil, der heute als Bürofläche genutzt wird.Der gegenüberliegende zweigeschossige ehemalige Gefängnisbau aus dem Jahre 1711 wurde ebenfalls behutsam saniert und durch zeitgemäße Bauelemente gestalterisch ergänzt. Im Dachgeschoss konnte durch allseitig verglaste Gauben zusätzlicher gut belichteter Büroraum geschaffen werden. An Stelle der abgebrochenen benachbarten Remise entstand der Ersatzneubau des Grundbuchamtes. Dessen Nutzung spiegelt sich in der Fassade wieder, die mit ihrem geschlossenen Charakter entlang der Wallstraße die Struktur der ehemaligen Stadtmauer aufnimmt. Zum Innenhof öffnet sich das Gebäude über eine Glasfassade, die das Gegenüber zum Anbau am Hauptgebäude bildet.Auf Grund besonders gravierender Bauschäden wurde das historische Torhaus an der Amtsgasse abgebrochen und an gleicher Stelle ein dreigeschossiger Ersatzneubau errichtet. Im Erdgeschoss ist über eine Durchfahrt die Verkehrserschließung des neu gestalteten Innenhofes gegeben, in den zwei Obergeschossen befinden sich weitere Büroräume.

Zeitablauf
1995 Bedarfsanforderungen genehmigt
1995 Haushaltsunterlage-Bau genehmigt
1995/96 Durchführung von Teilsanierungsmaßnahmen (1. BA)09/1998 - 07/2003 Bauausführung Umbau, Sanierung und Ersatzneubauten (2. und 3. BA)

TMBV, August 2005

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