Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Umweltschutz

Landschaftspflegerische und ökologische Planungsziele ergeben sich aus der allgemeinen Zielsetzung des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) § 1 und des Landesnaturschutzgesetzes von Thüringen (ThürNatG) § 1. Danach sind Natur und Landschaft im besiedelten und unbesiedelten Be-reich so zu schützen, gegebenenfalls zu pflegen, zu entwickeln und soweit wie notwendig wiederherzustellen, dass

  • die Leistungs- bzw. Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes,
  • die Regenerationsfähigkeit und nachhaltige Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
  • die Pflanzen und Tierwelt sowie
  • die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft

nachhaltig gesichert ist. Dies dient als Lebensgrundlage des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft und resultiert aus der Verantwortung des Menschen für die natürliche Umwelt um ihrer selbst Willen.

Im Rahmen der Landschaftspflegerischen Begleitplanung wurde geprüft, ob Eingriffe vermieden oder minimiert werden können. Bei verbleibenden Eingriffen wurden nach Möglichkeit räumlich-funktionale Ausgleichsmaßnahmen (Schaffung gleichartiger Strukturen und Funktionen) vorgesehen. Wo dies nicht möglich war, wurden Ersatzmaßnahmen durchgeführt (Schaffung gleichwertiger Strukturen und Funktionen).

Wesentliche Kompensationsmaßnahmen waren

  • Anpflanzung von strukturierenden Hecken, Baumreihen, Feldgehölzen, Streuobstwiesen innerhalb der ausgeräumten Agrarlandschaft,
  • Umwandlung von Ackerland in extensiv genutzte Grünlandflächen sowie
  • Erhaltung und Weiterentwicklung bestehender Grünländer durch Aushagerung und langfristige Pflege,
  • Freihaltung von Flächen für eine dynamische Eigenentwicklung sowie
  • Renaturierung und Anlage von Teichen und Kleingewässern.

Autobahnen verbinden Menschen, aber sie trennen auch oftmals die Lebensräume von Pflanzen und Tieren. Heutzutage werden beim Autobahnbau besondere Schutzmaßnahmen für bedrohte Arten durchgeführt.

Beim Neubau der BAB A 71 wurden verschiedene Leiteinrichtungen und Querungsröhren eingebaut, um die Lebensräume vieler Tierarten auf beiden Seiten der Autobahn zu verbinden. Die Leiteinrichtungen verhindern ein direktes Überqueren der Autobahn. Entlang dieser Leiteinrichtungen gelangen die Tiere zu speziellen Röhren, weiteren Durchlässen oder Wegeüberführungen, welche ein gefahrloses Queren der Autobahn ermöglichen. Der Zerschneidungseffekt der Autobahn wird somit minimiert.

Eine in diesem Zusammenhang besonders zu erwähnende Tierart ist der Feldhamster. Er ist heute in Europa sehr stark gefährdet. Besonders der schwarze Feldhamster, der nur noch im Erfurter Becken lebt, ist vom Aussterben bedroht. Für diese Tierart wurden entlang der Autobahn spezielle Kleintierdurchlässe angeordnet.

Umweltschutz

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