Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Schutz der Wanstschrecke

Das Bauvorhaben / Ziel der Maßnahme

Im Rahmen des Neubaus der BAB A4, Eisenach - Dresden wurden die Ausgleichmaßnahmen  A 40, A 41, A 42 und A 43  im Umfeld der Tank- und Rastanlage Eichelborn im Jahre 2004 zum Schutz der Wanstschrecke und zur Erhaltung bzw. Erweiterung ihres Lebensraumes umgesetzt.

Maßnahmenbeschreibung

Die Wanstschrecke wurde in Voruntersuchungen auf einer Fläche (Halbtrockenrasen) nahe der geplanten Tank- und Rastanlage nachgewiesen. Ziel der Maßnahme war es, diesen vom Eingriff betroffenen Lebensraum an Ort und Stelle auszugleichen. So wurde unmittelbar daran angrenzend auf einer ökologisch geringwertigen Fläche die Entwicklung eines Halbtrockenrasens initiert.  Da in diesen Flächen kein oder nur wenig Saatgut vorhanden ist, wurde dieses im Rahmen der Maßnahme auf der Fläche eingebracht. Dabei legte man großen Wert auf die Verwendung von autochthonem also gebietstypischen Saatgut. So wurden Rasensoden aus Bereichen der damals im Bau befindlichen Tank- und Rastanlage Süd aufgebracht. Die in der zwischenzeit eingesetzte Verbuschung auf dem Halbtrockenrasen wurde mit Beginn der Pflegearbeiten beseitigt.

Nordwestlich und östlich des Geländes der Tank- und Rastanlage wurde im Zuge der Maßnahmenumsetzung Intensivgrünland in zweischürig gepflegtes Grünland umgewandelt. Auf einer Fläche von 930 m² wurden entlang der Gräben, Gehölzriegel (Feldahorn, Hartriegel, Hundsrose, Wolliger Schneeball) zur Vernetzung der Biotope untereinander und der damit verbundenen Verbreitung verschiedener Tier- und Pflanzenarten in der Region, angepflanzt.

Monitoring und weitere pflege der Maßnahmenfläche

Im Rahmen einer umfangreichen ökologischen Studie (Monitoring) wird die Entwicklung der Wanstschrecke auf diesen Flächen über einen Zeitraum von zwei Jahren untersucht und dokumentiert (2007-2008). Wenn die Art nachgewiesen werden kann, verlängert sich das Monitoring bis zum Jahre 2011.

Die Unterhaltungspflege der Flächen beschränkt sich auf eine Mahd pro Jahr ab dem 1. August (nach Abschluss der Fortpflanzungsperiode der Heuschrecken). Zu beachten ist, dass nur selektiv gemäht werden darf. Krautsäume und vorhandene Halbtrockenrasenbereiche sind ungemäht zu belassen. Auf den Einsatz von Dünger- und Pestiziden wird verzichtet.

 

Die folgende Planunterlage stellt die Maßnahmen kartographisch dar.

 

Übersichtskarte Massnahmen Wanstschrecke Uebersichtskarte: Maßnahmen für die Wanstschrecke (1.5 MB) PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

 

Schutz der Wanstschrecke

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