Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft

Flurbereinigungsverfahren fördern die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Unternehmen und ihre konfliktfreie Einbindung in die Regional- und Gemeindeentwicklung. Wirtschaftsflächen können umweltverträglich über ein zweckmäßiges Wege- und Gewässernetz erschlossen werden. Landnutzungskonflikten, welche die landwirtschaftliche Nutzung beeinträchtigen, wird vorgebeugt. Bestehende Landnutzungskonflikte können entflochten werden. Zudem steuert und minimiert die Flurbereinigung die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen durch Dritte.

Im Flurbereinigungsverfahren Jenalöbnitz (Saale-Holzland-Kreis) ausgebauter landwirtschaftlicher Weg
Im Flurbereinigungsverfahren Jenalöbnitz (Saale-Holzland-Kreis) ausgebauter landwirtschaftlicher Weg | Foto: Flurbereinigung Gera

Beispiel: Flurbereinigungsverfahren Walpernhain

Wegbereiter für das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren Walpernhain (Saale-Holzland-Kreis) war die 2007 begonnene Projektbeschreibung. Damit wurden neue Wege in der Vorbereitung von Flurbereinigungsverfahren beschritten, die sich inzwischen bewährt haben. Durch intensive Vorplanungen in Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort konnten die Eckpunkte zum geplanten Verfahren in Bereichen der Gemeinden Walpernhain und Heideland frühzeitig und konkret bestimmt werden.

Mit der Projektbeschreibung wurden,

  • die Ziele des geplanten Flurbereinigungsverfahrens festgelegt,
  • der erforderliche personelle und finanzielle Aufwand kalkuliert und
  • die Akzeptanz der voraussichtlichen Teilnehmer für das geplante Verfahren geprüft.

 Das Verfahren wurde am 6. Dezember 2007 angeordnet. Die Verfahrensgröße beträgt 589 Hektar.

 Die Anordnung erfolgte insbesondere mit folgenden Zielen:

  • Erschließung der landwirtschaftlichen Nutzflächen durch Wegeausbau und Neuordnung der Eigentumsverhältnisse an den Wegen
  • Ausbau eines Grabensystems für eine geregelte Ableitung des Wassers
  • zweckmäßige Platzierung der aufgrund eines geplanten Tonabbaus erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Das für die Projektbeschreibung erarbeitete Maßnahmenkonzept konnte zügig in den Wege- und Gewässerplan überführt werden. Der Plan umfasst den Ausbau von 7 Wegen mit einer Gesamtlänge von 4,3 Kilometern.

Mit dem Abriss eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudes, der Entsiegelung der umliegenden Flächen sowie der Pflanzung einer Streuobstwiese auf einer Fläche von 4.800 Quadratmetern und einer Baumreihe von 770 Metern Länge werden die Eingriffe in den Naturhaushalt ausgeglichen und gleichermaßen die Verwendung von landwirtschaftlicher Nutzfläche als Ausgleichsfläche verringert.

Am 28. April 2010 wurde der Teilnehmergemeinschaft der genehmigte Wege- und Gewässerplan sowie der zugehörige Finanzierungsplan übergeben.

Mit dem im benachbarten Flurbereinigungsverfahren Buchheim ausgebauten Trebenweg und dem außerhalb der Flurbereinig realisierten Wegebau von Etzdorf nach Ahlendorf steht den landwirtschaftlichen Betrieben der Region damit ein leistungsfähiges, zukunftssicheres Wegenetz zur Verfügung.

Über die mit einer Asphalttragdeckschicht befestigten Wege erreichen die landwirtschaftlichen Betriebe die Feldfluren in kürzerer Zeit. Das ausgebaute Wegenetz schont die landwirtschaftlichen Maschinen, verkürzt die Transportzeiten und reduziert den Einsatz von Betriebsmitteln. Somit ist neben dem finanziellen Vorteil für die Betriebe auch ein Nutzen für die Umwelt gegeben.


Bodenstabilisierung im Zuge des Ausbaus ländlicher Wege

​Bodenstabilisierung im Zuge des Ausbaus ländlicher Wege | Foto: VLF Thüringen

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