L1026 Ortsumgehung Niederschmalkalden

Bauherr:   Freistaat Thüringen
     
Entwurfsaufsteller:   Straßenbauamt Südwestthüringen
     
Entwurfsbearbeiter:   Ingenieurbüro Emch + Berger Weimar
     
Baulänge:   4,053 km
     
Fahrbahnbreite:   RQ 10,5 mit verbreiterten Randstreifen
     
Ingenieurbauwerke:   9 Brückenbauwerke, davon drei größere Talbrücken
(80 m, 105 m, 150 m)
     
Baudurchführung:   Fa. Stolz – Bau GmbH
     
Bauzeit:   5 Jahre (ohne Landschaftspflege)
     
Baubeginn:   IV. Q. 2008
     
Bauende:   IV. Q. 2013
     
Baukosten:   ca. 23 Mio €

 

Beschreibung der Baumaßnahme:

Der neu zu bauende Abschnitt der L 1026 befindet sich westlich von Schmalkalden, beginnend an der B 19 in Niederschmalkalden und endet am Ortseingang Schmalkalden. Die Ortsteile Niederschmalkalden, Mittelschmalkalden und Haindorf werden umfahren. Am Bauanfang und –ende werden die bestehenden Straßen mit einem Kreisverkehr verknüpft. Die Verknüpfung mit der noch zu verlegenden B 19 erfolgt niveaufrei. Im Landesentwicklungsprogramm Thüringen und im Regionalen Raumordnungsplan Südthüringen, Teil B, ist die L 1026 als regional bedeutsame Verkehrsachse Suhl/Zella-Mehlis – Schmalkalden – Werratalachse – Dermbach – Fulda enthalten. Sie stellt im Planungsbereich einerseits eine Verbindung des Mittelzentrums Schmalkalden mit den teilfunktionalen Oberzentren Suhl/Zella-Mehlis und andrerseits mit der überregional bedeutsamen Werraachse dar. Sie stellt eine wichtige Verkehrsverbindung in die benachbarte Region Nordhessen mit dem Oberzentrum Fulda dar. Es werden erhebliche Pendlerströme aufgenommen.

Die Verkehrsbelastungen der L 1026 liegen auf den freien Strecken zwischen 10.000 bis 12.000 Kfz/24h, die Ortsdurchfahrten sind wegen des wachsenden Binnenverkehres um ca. 1.000 bis 3.000 Kfz/24h höher belastet. Aufgrund des Ausbaustandards, der oft engen und winklig geführten Ortsdurchfahrten und von einem niveaugleichen Bahnübergang treten bei diesen Verkehrsmengen erhebliche Defizite im Hinblick auf Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Verkehrsablaufes auf. Die vorhandenen Straßenabschnitte in den Ortslagen waren infolge von Kurven und Engstellen unübersichtlich und führten zu einer hohen Verkehrsbelastung des Ortskernes (ca. 10 % Schwerverkehrsanteil). In bestimmten Bereichen war die Anlage von Gehwegen nicht möglich. Hier war die Gefährdung der Fußgänger bei beidseitiger enger Bebauung durch den Schwerverkehr am höchsten. Ein Ausbau der Ortsdurchfahrten war durch die örtlichen Gegebenheiten (städtebauliche Verhältnisse und Zwangspunkte) nicht möglich bzw. hätte mit umfangreichen Gebäudeabrissen in den Ortslagen gerechnet werden müssen. Damit hätte man allerdings die hohen Lärm- und Schadstoffimmissionen, die vorhandene Trennwirkung der Straße, die gestörte Straßenraumgestaltung (keine bzw. geringe Funktionsflächen) sowie erschwerte Andienbarkeit der Anliegergrundstücke nur in geringem Maße verbessern können. Deshalb war der Bau einer Ortsumgehung dringend notwendig.

Der Neubau der L 1026 beginnt an der alten B 19 ca. 1 km südlich des heutigen niveaugleichen lichtsignalgeregelten Knotenpunktes Zwick. Hier entsteht als neuer Knotenpunkt ein Kreisverkehr. In unmittelbarer Nähe erfolgt die niveaufreie Verknüpfung mit der neuen B 19. Die Trasse umfährt die Ortslagen Niederschmalkalden und Mittelschmalkalden südlich. Im Bereich Haindorf wird ein bebautes Seitental mit einem Brückenbauwerk überspannt. Am Bauende erfolgt die Verknüpfung der neuen L 1026 mit der alten L 1026 ebenfalls mit einem Kreisverkehr (Bereich Ortseingang Schmalkalden – Gewerbebereich).

Die Trasse führt durch bewegtes Gelände. Die max. Längsneigung beträgt ca. 6 %. Im Trassenbereich befinden sich Einschnitts- und Auftragsbereiche mit max. 15 m Höhenunterschied. Die Massenbilanz ist durch die zusätzlich angeordneten Verwallungsbereiche zum größten Teil ausgeglichen.

Für das Vorhaben wurde zur Vermeidung größerer Eingriffe in das Eigentum betroffener Grundstückseigentümer eine Unternehmensflurbereinigung nach § 87 FlurbG beim TMLNU beantragt. Das Flurbereinigungsverfahren wurde in 2008 angeordnet. Der Unternehmensträger wurde über eine vorzeitige Besitzeinweisung in die erforderlichen Bauflächen eingewiesen.

Als erstes wurden in 2008 7 Brückenbauwerke ausgeschrieben. Nach Fertigstellung dieser wurde die freie Strecke mit den restlichen zwei Bauwerken ausgeschrieben. Hier war im Sommer 2011 Baubeginn. Es wird mit einem Bauende im IV. Q. 2013 gerechnet.

Die Ausführung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erfolgte ab Herbst 2013 und sie werden voraussichtlich im Sommer 2014 abgeschlossen sein.

Planfeststellungsbeschluss vom 23.08.2005

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