Trinkwasserschutzgebiete

Trinkwasserschutzgebiet
Trinkwasserschutzgebiet, Foto: TMLNU

Ist Ihnen dieses Schild schon begegnet? – Es ist regelmäßig an eingezäunten Brunnenanlagen zu finden und markiert die Fassungszone eines Trinkwasserschutzgebietes.

 

Grundsätzlich ist eine Verunreinigung von Grund- oder Oberflächenwasser zu vermeiden. In besonderem Maße gilt das aber, wenn das Grundwasser zu Trinkwasser aufbereitet werden soll oder das Oberflächenwasser einer Trinkwassertalsperre zufließt. Zum Schutz dieses potentiellen Trinkwassers sind in Thüringen etwa 1300 Gebiete (Stand 31.12.2008) ausgewiesen, in denen über den normalen Gewässerschutz hinaus bestimmte Handlungen oder Vorhaben verboten oder nur beschränkt zulässig sind. 

 

 

Übersicht Trinkwasserschutzgebiete, Karte: TLUG

Die Trinkwasserschutzgebiete werden dabei in gestaffelte Zonen, sog. Trinkwasserschutzzonen (TWSZ), eingeteilt.
Unmittelbar um den Brunnen herum befindet sich die Fassungszone (TWSZ 1), in der alle Handlungen verboten sind, die nicht unmittelbar der Wasserversorgung dienen. Dazu gehört bereits das unbefugte Betreten.
Es schließt sich eine engere Schutzzone (TWSZ 2) an. Sie ist so bemessen, dass von ihrer äußeren Grenze bis zum Brunnen das Grundwasser eine Fließzeit von 50 Tagen hat. In dieser Zeit sollen mögliche Verunreinigungen natürlich abgebaut oder technisch beseitigt werden. In der engeren Schutzzone gilt eine Reihe von Verboten. Auffällig ist das Verkehrsverbot für Mineralöltankfahrzeuge mit dem Verkehrszeichen 269. Es gibt aber eine Reihe weiterer Untersagungen: Das reicht von Erdwärmenutzung über Beschränkungen bei der landwirtschaftlichen Nutzung bis zur Neuanlage von Friedhöfen. Die obere Wasserbehörde legt in einer Rechtsverordnung für jedes Trinkwasserschutzgebiet je nach geologischen und hydrogeologischen Gegebenheiten individuelle Schutzmaßnahmen fest.

Verkehrsschild
Verbotsschild für Fahrzeuge mit wassergefährdender Ladung
 
Die weitere Schutzzone (TWSZ 3) umfasst das gesamte Einzugsgebiet der jeweiligen Wasserversorgungsanlage. Auch hier gelten Beschränkungen, die aber nicht so weitreichend sind wie in der TWSZ 2. So sind z.B. kleinere Heizölanlagen nicht grundsätzlich verboten.
 
Ein Standort in der TWSZ 2 ist mit Erschwernissen verbunden, die der Grundstückseigentümer im Interesse des Gemeinwohls zu dulden hat. Es ist deshalb Ziel der Wasserbehörden, die Gebiete mit diesen Erschwernissen nur soweit auszuweisen, wie das zum Schutz des Trinkwassers erforderlich ist. In der Vergangenheit wurden deshalb neben wenigen Neuausweisungen vor allem nicht mehr benötigte Schutzgebiete durch Rechtsverordnung aufgehoben. Anfang 2009 waren noch etwa 550 Quadratkilometer als TWSZ 2 ausgewiesen, das entspricht 3,4 Prozent der Fläche des Freistaates.

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