09.06.2017
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Medieninformation

Thüringer Umweltministerin Siegesmund eröffnet feierlich Natura 2000-Station „Mittlere Saale“

Schutz für einzigartigen Orchideen-Reichtum der Region Jena

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat heute mit der Thüringer Natura 2000-Station „Mittlere Saale“ die neunte von insgesamt elf dieser Einrichtungen eingeweiht. Das Tätigkeitsgebiet umfasst den Saale-Holzland-Kreis und die Stadt Jena mit insgesamt 19 FFH-Gebieten, 7 FFH-Objekten und einem EG-Vogelschutzgebiet.

„Die Natura 2000-Stationen sind längst zum Markenzeichen des Thüringer Naturschutzes geworden. In der Region Jena wollen wir u..a. den Schutz der deutschlandweit einmaligen Orchideenvorkommen fördern“, so Siegesmund heute in Leutra bei Jena.

Träger der Station ist die Regionale Aktionsgruppe Saale-Holzland e.V. Sie ist mit ihrem Vereinszweck eine Besonderheit im Netz der Natura 2000-Stationen: mit dem Ziel, die regionale Entwicklung im Saale-Holzland-Kreis insgesamt voranzubringen, führt sie auch Projekte im wirtschaftlichen und sozialen Bereich, die u.a. mit den Themen regionale Wertschöpfung, erneuerbare Energien und Jugendbildung in Verbindung stehen, durch. Hier engagiert sich ein breites Spektrum regionaler Akteure, die ihre Expertise in die Arbeit der Natura 2000-Station einbringen werden.

„Die Erfahrung bei der Bildungsarbeit mit Jugendlichen und die interdisziplinäre Perspektive, die die Regionale Aktionsgruppe einbringt, wird der Stationsarbeit zu Gute kommen“, zeigte sich Siegesmund erfreut.

Die Natura 2000-Station wird einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Pflege und Entwicklung von  orchideenartenreichen Trockenrasenkomplexen setzen. Die Trockenrasenkomplexe im Gebiet gehören zu den orchideenartenreichsten in ganz Deutschland und sind u.a. Lebensraum für die Bocks-Riemenzunge, die die Station als Wappen trägt.

Das Stationsteam entwickelt zudem Projektideen für feuchte Lebensräume zur Wiedervernässung von Mooren. Renaturiert sind diese eine wichtige Kohlenstoffsenke und tragen damit zum Klimaschutz bei.

Die Natura 2000-Station „Mittlere Saale“ hat ihre Arbeit zum Jahresbeginn 2017 aufgenommen. Sie wird bis zum Jahresende 2020 mit insgesamt 300.000 EUR vom Thüringer Umweltministerium gefördert.

 

Hintergrund

Thüringen verfügt über 212 FFH-Gebiete und 47 punkthafte FFH-Objekte sowie 44 EU-Vogelschutzgebiete. Diese Gebiete umfassen rund 270.000 Hektar, das entspricht rund 17 % der Landesfläche. In diesen Landschaften kommen seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Arten vor. 11 Natura 2000-Stationen in Thüringen helfen, die Lebensräume und Arten des europäischen Schutzgebietsnetzes in Thüringen zu sichern und zu entwickeln. Das TMUEN fördert die Ausstattung aller Stationen mit ca. 1 Mio. Euro pro Jahr.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.natura2000.thueringen.de

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