02.10.2015
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Medieninformation

Siegesmund: Bundesregierung gefährdet Wirtschaftsstandort Neue Länder

Energieministerin reagiert auf Ankündigung des Stromnetz-betreibers 50Hertz, die Netzentgelte um 30% zu erhöhen

Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund fordert die Bundesregierung auf, endlich für solidarische Netzentgelte zu sorgen. Die Absicht des Stromnetzbetreibers 50Hertz, seine Netzentgelte um 30 % zu erhöhen, treffe vor allem die Thüringer Wirtschaft empfindlich. „Durch ihre Untätigkeit benachteiligt die Bundesregierung die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft in den neuen Bundesländern “, sagte die Ministerin.

„Wir brauchen endlich solidarischer Netzentgelte auf Übertragungsnetzebene. Jedes weitere Zögern der Bundesregierung schädigt den Wirtschaftsstandort Thüringen“, so Siegesmund. Speziell große Industriebetriebe sind besonders hart betroffen. Aber auch für kleinere und mittlere Abnehmer ergibt sich eine deutlich Erhöhung, die bei 5% für den gesamten Strompreis liegen könnte.

Siegesmund kündigte an, falls der Bund weiterhin nicht reagiere, eine entsprechende Bundesratsinitiative zur Vereinheitlichung der Netzentgelte zu starten.


Hintergrund:

Die Preissteigerung bei den Netzentgelten ergibt sich vor allem durch den zusätzlichen Ausbau der erneuerbaren Energien im Netzgebiet der neuen Bundesländer und die fehlende Möglichkeit, den hier produzierten sauberen Strom an die Verbrauchszentren insbesondere in Süd-Deutschland zu liefern. Im Unterschied zu Kosten, die ein Netzbetreiber beispielsweise beim Anschluss von Offshore-Windkraftanlagen auf alle Stromabnehmer in Deutschland umverteilt, werden bisher die Netzanschlusskosten im Binnenland nur auf die Stromabnehmer im jeweiligen Gebiet des Netzbetreibers umgelegt. Vor allem daraus resultiert die ungleiche Belastung der Stromkunden.

Nach Angaben von 50 Hertz mussten etwa an die Mittelspannung angeschlossene Industriebetriebe in Ostdeutschland (3.000 Benutzungsstunden) durchschnittlich 1,76 Cent/kWh und damit rund 75 Prozent mehr für die Netznutzung bezahlen als vergleichbare Unternehmen in Westdeutschland.

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