28.09.2018
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Medieninformation

Internationaler Tag der Flüsse: Biber und Fischotter wieder in Thüringens Flüssen zuhause

Siegesmund: Ein großer Erfolg unseres Natur- und Gewässerschutzes

Zum internationalen Tag der Flüsse am Sonntag den 30. September erklärt Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund:

„Biber und Fischotter fühlen sich in Thüringen wieder zuhause, weil mehr Flüsse wieder natürlich fließen und das Wasser sauberer wird. Das ist ein großer Erfolg unseres Natur- und Gewässerschutzes. Mit unserem Landesprogramm stellen wir auf über 1000 Kilometern die natürlichen Strukturen der Flüsse wieder her.“

Noch bis vor wenigen Jahrzehnten war der Biber fast in ganz Deutschland ausgerottet. Seit 1850 galt der Biber in Thüringen als verschollen. 150 Jahre nach seiner Ausrottung gibt es wieder fast 250 Biber in Thüringens Flüssen und Bächen. Nicht zuletzt aufgrund der verbesserten Wasserqualität wandert er nun wieder nach und nach in seine angestammten Lebensräume ein und erfüllt dort wichtige Aufgaben im Ökosystem. Für die Akzeptanz der Wiederansiedlung der europaweit streng geschützt Art, werden in Thüringen Biberberater finanziert. Biber ziehen mit ihrer Lebens- und Siedlungsweise zahlreiche neue Tier- und Pflanzenarten an, wie Kreuzkröten, Gelbbauchunken und Grasfrösche, aber auch Kiebitze, Eisvögel und Bekassinen. Der Biber leistet so einen wichtigen Beitrag zum Arten-, aber auch zum Hochwasserschutz. Seine Dämme lassen Gewässer langsamer fließen und schaffen sogenannte Retentionsflächen, in denen Wasser zurückgehalten werden kann.

Neben dem Biber kehrt auch der Fischotter wieder nach Thüringen zurück. Der Fischotter galt ab dem Jahr 1974 in Thüringen als ausgestorben. Er lebt deutlich heimlicher, kann aber weite Strecken zurücklegen. Er ist inzwischen an allen großen Flusseinzugsgebieten Thüringens verbreitet. Man findet ihn bereits an der Weißen Elster und der Pleiße, aber auch im Einzugsgebiet der Unstrut, der Saale und der Werra kommt der Wassermarder vor. Ein tödliches Hindernis sind für ihn Brücken über viel befahrenen Straßen. Der Freistaat fördert den Umbau von Straßenbrücken für den Fischotter deshalb seit 2012 mit fast 900.000 €.

Hintergrund:

Der internationale Tag der Flüsse findet jährlich jeweils am letzten Sonntag im September statt. Er wurde 1980 in British Columbia von dem Flussschützer und Aktivisten Mark Angelo gegründet und wird seit Jahr 2005 von den Vereinten Nationen (UN) als offizieller Tag unterstützt. Der Internationale Tag der Flüsse soll die Werte von Flüssen hervorheben und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Flüsse als Lebensraum und die damit verbundene Artenvielfalt, sowie den Wert von Flusslandschaften als Naherholungsgebiet herausstellen. Flüsse sind auf der ganzen Welt nicht nur wirtschaftlich relevante Verkehrswege, sondern zugleich auch wichtige Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. Dementsprechend hat auch Thüringen ein großes Interesse an ihrem Erhalt und eine hohe Verpflichtung zu ihrem Schutz.

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