07.09.2018
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Medieninformation

Altlasten: 1,2 Mio. EUR für Sanierung des ehemaligen Gaswerks Eisenach

Siegesmund: „Jahrzehnte alte Umweltsünden werden endlich beseitigt. Der Schutz von Grundwasser und Boden bleibt Generationenaufgabe.“

Umweltministerin Anja Siegesmund hat heute einen Förderbescheid über 1,2 Mio. EUR an die Stadt Eisenach übergeben. Damit sind die Sanierungsarbeiten auf den kontaminierten Flächen im ehemaligen Gaswerk gesichert.

„Der Schutz von Wasser und Boden vor giftigen Stoffen hat höchste Priorität. Nach dem Fund eines zweiten Teerbeckens beim alten Gaswerk mussten wir schnell handeln. Diese Umweltverschmutzung muss sofort und komplett bereinigt werden“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund heute in Eisenach.

Bei den Sanierungsarbeiten auf dem Gelände fanden Experten Anfang 2018 eine zweite und bislang unbekannte Teergrube. Die schlummerte seit Jahrzehnten unter Gebäudefundamenten. Ans Licht kamen rund 245 Kubikmeter giftige Rückstände aus der Gasproduktion, unter anderem belastet mit Phenolen und Arsen. Die zähflüssigen Rückstände und ein Gemisch aus Teeröl und Wasser verunreinigen Grundwasser und Boden in einem lokal begrenzten Bereich.

Zuvor war im früheren Gaswerk bereits eine erste Lagerstätte mit Altlasten gefunden worden. Sie ist 3,50 m tief und misst 8 Meter im Durchmesser. Auch hier liegen hochgiftige Teer-Rückstände. Beide Altlasten werden nun beseitigt.

Das Sanieren der Gruben ist technisch sehr aufwändig, weil das Grundwasser im Sanierungsbereich abgesenkt werden muss. Das Thüringer Umweltministerium unterstützt die dringend notwendige Sanierung des gesamten Areals mit ca. 1,2 Mio. EUR. Die Arbeiten sollen Ende Mai 2019 abgeschlossen sein. Die Stadt Eisenach plant auf dem Gelände eine gewerbliche Nutzung.

Hintergrund

Im Gaswerk Eisenach wurde von 1898 bis 1982 Stadtgas produziert. Die flüssigen oder pastösen Rückstände der Teergruben stammen aus der Steinkohlen-Gasproduktion.
Proben des Grundwassers brachten die Kontamination mit leichtflüchtigen, aromatischen Kohlenwasserstoffen, polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen sowie Arsen und Cyaniden ans Licht. Nach Bekanntwerden musste eine nahe gelegene Kleingartenanlage aufgegeben werden.

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