Landesregierung lehnt Trassenkorridor zum SuedLink ab

SuedLink Kartenausschnitt
Das Grüne Band im Westen wird in der vorliegenden Planung mehrfach durchschnitten, auch der Nationalpark Hainich - hier rechts im Bild rot eingefärbt - wird nicht hinreichend berücksichtigt.

Anja Siegesmund, Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, macht deutlich: „An der energiewirtschaftlichen Notwendigkeit der Trassen gibt es keinen Zweifel. Allerdings dürfen bei den Planungen 50 Hertz im Osten und Tennet im Westen nicht mit zweierlei Maß messen. Tennet berücksichtigt Naturschutzbelange ausdrücklich nicht. Das Biosphärenreservat Rhön sowie das Nationale Naturmonument Grünes Band sind hohe Raumwiderstände, das muss Tennet anerkennen.“ Thüringen leiste bereits einen hohen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende, so die Ministerin weiter. „Es ist nicht erklärbar, dass die Thüringer die höchsten Übertragungsnetzentgelte zahlen und gleichzeitig die meisten Trassen durch das Land verlaufen. Es gilt das Verhältnismäßigkeitsprinzip. Hier ist eine starke Stimme aus Thüringen, insbesondere in Richtung Bundesnetzagentur, nötig“ so Anja Siegesmund zum Kabinettsbeschluss.

Die fachlichen Einwände gegen den geplanten Trassenverlauf wurden detailliert aufgeschrieben und sie werden im Rahmen der Stellungnahme nun den Netzbetreibern vorgelegt. Danach beginnt das eigentliche Bundesfachplanungsverfahren. In diesem förmlichen Verfahren wird Thüringen noch mehrfach Gelegenheit bekommen, eine Stellungnahme abzugeben. Die Bundesfachplanung wird mit einer Entscheidung der Bundesnetzagentur über den Verlauf eines 500 bis 1.000 m breiten raumverträglichen Trassenkorridors abgeschlossen. Innerhalb dieses Trassenkorridors wird im Rahmen der nachfolgenden Planfeststellung die tatsächlich etwa 20 bis 40 Meter breite Erdkabeltrasse gesucht.

Nach den neuen Plänen der Netzbetreiber sollen zwei weitere Trassen durch Thüringen verlaufen: Der SuedOstLink, der zwischen den Netzverknüpfungspunkten Wolmirstedt bei Magdeburg und Isar bei Landshut verläuft und der SuedLink, der aus den beiden Verbindungen Wilster in Schleswig-Holstein nach Großgartach in Baden Württemberg sowie Brunsbüttel, ebenfalls Schleswig-Holstein, nach Grafenrheinfeld in Bayern besteht.

Die Übertragungsnetzbetreiber, TenneT und TransnetBW für  SuedLink  und 50 Hertz und TenneT für SuedOstLink, bereiten gegenwärtig die Antragsunterlagen für die Erdkabeltrassenkorridore vor. Im Rahmen einer frühen Öffentlichkeitsbeteilung wurde dem Land Thüringen, betroffenen Kommunen und Stellen die Möglichkeit eingeräumt, bis zum 29. November 2016 jeweils eine Stellungnahme abzugeben.

Das Grüne Band Thüringen - auf dem Weg zum Nationalen Naturmonument

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