Gewässerüberwachung

Die Überwachung der Oberflächengewässer basiert auf den Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die seit 2011 in der Oberflächengewässerverordnung bundesweit einheitlich umgesetzt sind. Die Messstellen sind je nach Bedeutung und Anlass in folgende Kategorien untergliedert:

  • Messstellen zur Überblicksüberwachung,
  • zur operativen Überwachung und
  • zur Überwachung zu Ermittlungszwecken.
Die Überblicksüberwachung ist auf überregionale Umwelt- bzw. Bewirtschaftungsziele ausgerichtet und muss eine zusammenhängende und umfassende Beschreibung des ökologischen und chemischen Zustandes im Einzugsgebiet sowie eine langfristige Beobachtung der Entwicklungen zulassen. Es werden alle Qualitätskomponenten überwacht, die die biologische, hydromorphologische und physikalisch-chemische Qualität eines Gewässers kennzeichnen.
 
In Thüringen wurden 9 Messstellen zur Überblicksüberwachung der Oberflächengewässer geführt:
 
Messstelle
Einzugsgebiet
Werra Meiningen (TH10)
1.170 km²
Werra Gerstungen (TH02)
1.869 km²
Weiße Elster Gera uh (TH07)
2.186 km²
Saale Rudolstadt (TH11)
2.678 km²
Saale Camburg-Stöben (TH06)
1.301 km²
Unstrut Wundersleben (TH12)
2.462 km²
Unstrut Oldisleben (TH09)
1.601 km²
Talsperre Bleiloch
193 Mio m³
Talsperre Hohenwarte
171 Mio m³
 
Die operative Überwachung dient der Überprüfung der Einhaltung von Umweltzielen in den einzelnen Wasserkörpern. Das operative Monitoring ergänzt das Überblicksmonitoring durch mehr flächenhafte und lokale Informationen. Grundsätzlich wird es an den Oberflächenwasserkörpern (OWK) durchgeführt, die den guten Zustand wahrscheinlich nicht erreichen oder in die bestimmte Schadstoffe oder Salze eingeleitet werden und deren Auswirkungen auf den Gewässerzustand zu überwachen sind. Die Messstellen, die Untersuchungsfrequenz und die Auswahl der Parameter sind problemorientiert, räumlich und zeitlich flexibel und nicht auf Dauer angelegt.
 
Die Überwachung zu Ermittlungszwecken wird an den Messstellen mit einem Monitoring durchgeführt bzw. fortgesetzt, an denen Überschreitungen der Qualitätsnormen für Schadstoffe registriert wurden bzw. bisher noch keine eindeutigen Ursachen identifiziert werden konnten. Untersuchungsfrequenzen, Parameter und Dauer des Monitorings sind der jeweiligen Fragestellung angepasst und werden jährlich überprüft und angepasst.

Die einzelnen Messstellen werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Überwachungsziel in unterschiedlichem Maße beprobt. Die Karte zeigt die Gesamtheit der Oberflächenwassermessstellen.

Gesamtheit der Oberflächenmessstellen in Thüringen
Gesamtheit der Oberflächenmessstellen in Thüringen

Monitoringstellen 2014-2022
Auflistung der Monitoringstellen

Die Anzahl der in den einzelnen Jahren untersuchten Stellen variiert je nach Anlass und Messrhythmus. Die nachfolgenden Tabellen gebe eine Übersicht zum Umfang der chemischen und biologischen Untersuchung.

 

Tabelle 1: Anzahl Messstellen mit chemischen Überwachungsprogramm

Messstellen
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Untersuchte Messstellen in Fließgewässern (gesamt)
249 249 279 205 159 146 145 123 130 221
davon Überblicks-messstellen
7 7 7 7 7 7 7 7 7 7
davon operative Messstellen und Überwachung zu Ermittlungszwecken
221 226 252 182 145 139 138 116 123 214
Untersuchte Messstellen in Standgewässern
42 34 37 35 21 10 11 17 11 10
davon Überblicks-messstellen
2 2 2 2 2 2 2 2 2 2

 Tabelle 2: Anzahl Messstellen mit biologischen Überwachungsprogrammen

Biologische Qualitäts-komponente 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Makro-zoobenthos 44 127 180 103 63 17 80 71 50 85
Makrophyten & Phytobenthos 115 95 165 77 95 30 67 63 44 155
Fische 32 57 50 25 58 7 40 60 53 56
Phytoplankton Fließgewässer   3 5 3   7        
Phytoplankton Stillgewässer 24     16 4          
 
Die Untersuchungen führten einerseits Mitarbeiter der TLUG durch, überwiegend jedoch externe Spezialisten für die jeweiligen Biokomponenten. Für die Durchführung der biologischen Untersuchungsprogramme im Zeitraum 2008 bis 2013 standen umfangreiche EU-Mittel aus dem EFRE-Fonds zur Verfügung. Die Messprogramme wurden zu einem großen Teil (bis zu 75 %) aus diesen Mitteln finanziert.
Efre
Mit den Untersuchungsergebnissen lassen sich die Auswirkungen von durchgeführten Maßnahmen bei der Abwasserbehandlung sowie nach Verbesserung der Gewässerstruktur erfassen. Gleichfalls werden bestehende Defizite aufgezeigt und das Erfordernis für künftige Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen und chemischen Zustandes der Oberflächengewässer begründet.
 

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