REI-Bergbau

Richtlinie für die Emissions- und Immissionsüberwachung bei bergbaulichen Tätigkeiten (REI-Bergbau)

Wann und warum wird die REI-Bergbau benötigt?

Im Einigungsvertragsgesetz vom 23. September 1990 wurde festgelegt, dass in den neuen Bundesländern für bergbauliche und andere Tätigkeiten, soweit dabei radioaktive Stoffe, insbesondere Radonfolgeprodukte, anwesend sind, die strahlenschutzrechtlichen Regelungen der früheren DDR fort gelten.
Dieser Schritt war notwendig geworden, da in der bundesdeutschen Strahlenschutzverordnung zu diesem Zeitpunkt entsprechende Instrumentarien fehlten.

Die "Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung bei bergbaulichen Tätigkeiten - REI Bergbau", die den neuen Bundesländern von der Bundesregierung am 27. November 1997 zur Anwendung übergeben wurde, enthält ergänzende Festlegungen zur konkreten Umsetzung.
Im grundsätzlichen Aufbau hat man sich hierbei an den entsprechenden Richtlinien für kerntechnische Anlagen orientiert. Die speziellen Verhältnisse bei bergbaulichen Tätigkeiten gegenüber kerntechnischen Anlagen spiegeln sich in anderen Messgrößen, Bestimmungsverfahren, Überwachungszyklen und der Flexibilität der Messprogramme wegen der sich ständig ändernden Bedingungen z.B. vor, während und nach Sanierungsmaßnahmen wieder.
Mit der Neufassung der Strahlenschutzverordnung vom 20. Juli 2001 wurden die erforderlichen Regelungen für die Emissions- und Immissionsüberwachung für den Sonderfall der Stilllegung und Sanierung der Betriebsanlagen und Betriebsstätten des Uranbergbaus in den Verordnungstext übernommen (§ 118 Abs. 3 i. V. m. § 48 Abs. 1, 2 und 4).

Damit besitzen die Strahlenschutzbehörden der betroffenen Länder für die radiologische Emissions- und Immissionsüberwachung an Bergbauanlagen ein Länder übergreifendes, fachlich abgestimmtes Instrumentarium.

Was beinhaltet die REI-Bergbau?
Insbesondere enthält das Regelwerk konkrete Vorgaben

  • zum Zeitpunkt der Überwachung
  • zu Art, Umfang und Häufigkeit der erforderlichen Probenahmen und Messungen
  • zu Anforderungen an eingesetzte Messmethoden und
  • zur Berichterstattung.

Aus Sicht der Strahlenschutzbehörden ist damit die Möglichkeit gegeben, die
Umgebungsüberwachung bei bergbaulichen Tätigkeiten (z.B. der Wismut) insgesamt zu
vereinheitlichen und aktuellen Erfordernissen anzupassen.
Für die Zukunft wird angestrebt, die Gültigkeit der REI-Bergbau auf das gesamte Bundesgebiet zu erweitern.

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